Juristen streiten um Oben-ohne-Fotos von Herzogin Kate

18. September 2012, 09:54

Verfahren um einstweilige Verfügung gegen die Veröffentlichung

Paris/Rom/Honiara - Mit einer Anhörung vor Gericht hat am Montag in Nanterre bei Paris die juristische Auseinandersetzung um heimlich aufgenommene Oben-ohne-Fotos der britischen Herzogin Kate begonnen. Gemeinsam mit Prinz William will Kate im Verfahren gegen das Klatschmagazin "Closer" die Verbreitung der Fotos mithilfe einer einstweiligen Verfügung stoppen lassen. Eine Entscheidung soll es am Dienstag geben. Die beiden 30-Jährigen setzen währenddessen ihre Asien- und Pazifik-Tour fort.

Das britische Königshaus geht auch strafrechtlich gegen die Veröffentlichung vor. William und Kate stellten Strafantrag gegen unbekannt. Damit ließen es die Kläger offen, ob die Staatsanwaltschaft in Frankreich gegen "Closer" oder den Fotografen selbst vorgehen soll. Das Magazin hatte am Freitag auf fünf Seiten Fotos der Herzogin von Cambridge beim Sonnenbad ohne Bikinioberteil in der Provence veröffentlicht.

Verurteilung gilt als wahrscheinlich

Frankreich hat sehr strenge Regelungen für Veröffentlichungen aus der Privatsphäre. Fotos einer Person aus dem privaten Umfeld dürfen nicht ohne Zustimmung verwendet werden. Eine Verurteilung der Praxis gilt als sehr wahrscheinlich.

Die Bilder sind neben "Closer" in Frankreich inzwischen auch in Irland und im italienischen Boulevardblatt "Chi" erschienen. In Italien veröffentlichte das Klatschmagazin aus dem Berlusconi-Medienimperium eine 28-seitige Sonderausgabe. Darin spekulierte das Magazin sogar über die Echtheit der Oberweite. Der Chefredakteur verteidigte die Ausgabe. Der Palast sollte die Sache mit "britischem Humor" nehmen, schrieb Alfonso Signorini. Kate habe damit zur Verjüngung der Monarchie beigetragen.

Die Zeitung "Irish Daily Star", die die Fotos ebenfalls veröffentlicht hatte, suspendierte indes ihren Chefredakteur. Das Unternehmen Independent Star, zu dem das Blatt gehört, teilte am Montag mit, gegen Michael O'Kane sei zudem eine interne Ermittlung eingeleitet worden.

Die Schweine aus Burns Creek

William und Kate sind derzeit auf Asien- und Pazifik-Tour. Im Dorf Burns Creek auf den Salomonen gingen William und Kate auf Tuchfühlung mit ein paar Ferkeln. Der Prinz habe im Scherz vorgeschlagen, die kleinen Schweine "Will und Kate" zu nennen, twitterte die Hilfsorganisation World Vision, die den beiden Projekte zur Bekämpfung der Armut in dem bitterarmen Inselstaat vorstellte.

Der hohe Besuch war für Montagabend in eine exklusive Hotelanlage auf einer abgelegenen Insel eingebucht. Tavanipupu ist nur per Boot zu erreichen und deshalb leicht hermetisch abzuschirmen. Dort dürften sie vor Paparazzi sicher sein. Am Dienstag geht es weiter nach Tuvalu. (APA, 18.9.2012)

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... der Verteidiger von Kate und William ...

Was habens denn angestellt die Zwei, dass einen Verteidiger brauchen?

Vielleicht hängt sich der Bootsführer und seine Ruderercrew nun bei der Klage an.

btw. so schlimm wird sie wohl nicht ausgesehen haben ... :)

sie ist doch nicht so ödbärig wie ich dachte... coole familie, alle nackert
im ernst,laßts die doch in frieden

Bin jetzt mittlerweile 50 Jahre

würde ich Seite3 und Seite 5 Damen zusammenzählen und noch einige jugendsünden dazu, so habe ich ev. 385.356 weibliche oberweiten gesehen. manche gerne manche ungern - also katies - sehen so aus alle anderen - warum also die aufregung??? und wenn die royals nun recht bekommen mit der "intimsphäre" wäre es für mich befremdlich, denn es würde ja dann heißen, das sich alle anderen freiwillig den schnappschüssen stellen. bei vielen ist es so, keine frage - aber viele werden es akzeptieren, da ja klagen wenig bis keine sinn hat. und, "was keiner sehen" soll das kann ich eben an einem öffentlich einsehbaren platz nicht "machen". pikanterie zu verhindern ist nicht schwer, mann und frau muß eben denken welchen "Status" man genießt.

Ich denke nicht, dass sie das tatsächlich wollen:

- soll das Recht auf das eigene Bild nun fallen (d.h. jeder darf Bilder von ihnen machen und in jeglicher Form und unter jeglichem Kontext veröffentlichen und Geld damit machen dürfen)?

- was meinen sie mit "einem öffentlich einsehbaren platz"? Die Fotos wurden nicht in der Öffentlichkeit gemacht.
Fast jeder Platz ist für Paparazzis irgendwie einsehbar. Dann dürften sie aus ihrem Keller nicht mehr herauskommen.

Und wieder einmal....

Aurelien Hamelle ist der Anwalt von Kate und William und nicht deren Verteidiger.

der Link zu den Fotos fehlt.
Was macht der Artikel sonst für einen Sinn?

Irgendwie versteh ich die ganze Aufregung nicht...

Wenn sie nicht will, dass es oben ohne Fotos von ihr gibt, dann soll sie hat das Oberteil anlassen?

Wenn sie will, dass sie oben ohne fotografiert wird, legt sie sich in aller Öffentlichkeit oben ohne an den Strand von Nizza.

Doch sie wollte nicht, denn sie hat ganz privat auf einem abgeschirmten Balkon die Hüllen fallen lassen. Ich gehe davon aus, dass sie nicht im Traum daran dachte, es könnte eine Linse in der Nähe sein.

Und daher ist es sehr wohl gerechtfertigt, dass das Paar die Zeitung und den Fotografen verklagt.

blödes argument

von dir darf in österreich ja auch keine zeitung nacktfotos bringen ohne deine zustimmung. auch wenn du am fkk-strand nackt fotografiert wirst.

blödes argument

Ich bin auch keine Person des öffentlichen Interessens!

noch nicht !

der schutz der privatphäre gilt auch für personen des öffentlichen interesses, wenn sie sich nicht in der öffentlichkeit aufhalten. und die terasse eines urlaubsquartiers ist wohl kein öffentlicher ort.

Na hallo? Die waren privat hinter Mauern und ein Fotograf hat von einer Anhöhe mit nem riesen-Teleobjektiv aus > 2km fotografiert

Auch damit müssen öffentliche Personen...

...rechnen und leben!

Und grad die Royals wissen das doch nur zu gut...also bitte!

Privatsphäre wird in der Verfassung garantiert ...

... und die Verfassung darf - wie wir aus dem 20. Jahrhundert noch wissen - nie aus niederen Gründen außer Kraft gesetzt werden!

In welcher? Quellenangabe bitte?

Zur Hilfestellung:

http://www.verfassungen.eu/gb/

über die österreichische rechtslage kannst du hier etwas lesen.
http://www2.argedaten.at/php/cms_m... s=33769vhh

Wir sprechen aber von F bzw. GB und nicht AT

Nein, damit müssen sie nicht rechnen. Und wenn dann müssen die Zeitungen mit saftigen Klagen rechnen

Ich würde die Schadensumme mit dem doppelten der Ausgabe mit den Fotos verrechnen. Gespendet dann natürlich.

Wie wir sehen, müssen sie damit rechnen!

Wer sagt denn,

dass die damit leben müssen?
Ich würd's ja verstehen, wenn die ständig mit ihrem sex appeal werben würden. Tun sie aber nicht.

Der Hausverstand!

Sorry, aber die Vergangenheit hat doch auch W&K gezeigt, dass dem so ist.

Wie war das mit Diana?

Auch beim Duschen - oder beginnt ist die Grenze der Privatsphäre?

Wenn ich weiß, dass mir die...

...Fotografen so nahe kommen können, dann unterlasse ich das einfach.

ad: ...oder beginnt ist (sic!) die Grenze der Privatsphäre?

Sicherlich nicht am Hotelbalkon oder Pool!

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