Europas Pkw-Markt beschleunigt Talfahrt

18. September 2012, 12:03
  • Den größten Rückgang an Pkw-Neuzulassungen verbucht Italien.
    foto: www.pixelio.de, katharina scherer

    Den größten Rückgang an Pkw-Neuzulassungen verbucht Italien.

In den ersten acht Monaten wurden 6,6 Prozent weniger Autos in Europa zugelassen - eine Ausnahme bildet Großbritannien

Frankfurt - Der europäische Automarkt ist im August den elften Monat in Folge geschrumpft und hat seine Talfahrt noch beschleunigt. In der EU wurden im vergangenen Monat mit rund 688.000 Fahrzeugen 8,9 Prozent weniger Autos zugelassen als im Vorjahreszeitraum, wie der europäische Herstellerverband ACEA mitteilte. In den ersten acht Monaten 2012 summiert sich der Rückgang auf 7,1 Prozent.

Nachfrageeinbruch in Südeuropa

Vor allem in den südeuropäischen Ländern schlug die Finanzkrise voll auf die Kauflaune durch: In Italien brach die Nachfrage im August um 20 Prozent ein, in Portugal um 33 Prozent und in Griechenland um knapp 47 Prozent. Eine Ausnahme bildete Spanien, wo der Trend mit einem Plus von 3,4 Prozent bei den Neuzulassungen wieder nach oben zeigte. In Deutschland ging die Zahl der neuen Autos auf der Straße um 4,7 Prozent zurück. In der Europäischen Union und den EFTA-Staaten Island, Norwegen und Schweiz betrug der Rückgang 8,5 Prozent.

Massenhersteller wie Peugeot, Renault, Fiat oder Opel verbuchten im August Rückgänge der EU-Neuzulassungen im zweistelligen Prozentbereich. Besonders schlecht verkauften sich Autos der Marke Ford - hier brachen die Neuzulassungen um 29 Prozent ein. Auch BMW verzeichnete ein Minus von 13 Prozent. Ansonsten schlugen sich die deutschen Premiummarken recht tapfer: Die Neuzulassungen von Daimler sanken um 1,3 Prozent, Audi kletterte sogar um 6,6 Prozent - damit lag auch der VW-Konzern mit 1,3 Prozent im Plus.

Weltweit betrachtet wird das Minus auf dem europäischen Markt durch das Wachstum in anderen Regionen aber mehr als ausgeglichen. In den USA wuchs der Automarkt nach den Zahlen des deutschen Verbands der Automobilindustrie (VDA) im August um fast 20 Prozent, in China lag das Plus bei 12,8 Prozent, in Brasilien dank staatlicher Unterstützungsprogramme bei 31,6 Prozent.  (APA/Reuters, 18.9.2012)

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21 Postings

Dann dürfen sie nicht vergessen stoßweise zu Bremsen sonst verglasen die Beläge.

Durchaus Positiv. So können immerhin die CO2-Klimaziele leichter erreicht werden.

Und als Alternative kann man auch zu Fuss gehen, mal mit dem Rad fahren oder auch mal Öffis nutzen.

Und wenn man 50km oder mehr jeden Tag pendelt und das Wohnhaus irgendwo weit weg in der Pampa steht sollte man eben seinen Wohnsitz verlegen.

Stimmt, der brave Arbeitssklave von heute soll gefälligst seinen Lebensstil seiner Arbeitsstätte anpassen

Jawohl Frau Merkl und die Herren in der EU,

ihr müsst noch viel mehr sparen und den kleinen Leuten Geld wegnehmen. Vor allem muss die Politik der FDP fortgesetzt werden, denn dann könnt ihr und die Automobil-Konzerne die erzeugten Autos zum Nachtisch selber fressen. Genau diese Politik hat in den 80 ziger Jahren 6 Millionen Arbeitslose in D erzeugt, von denen heute noch ein Heer von 3 Mio übrig geblieben ist. Stopft nur alles schön den Reichen und Begüterten in die Taschen, die werden dann für den nötigen Umsatz (oder auch nicht) sorgen!

Komisch

Die Spritpreise wurden nicht erwähnt.
Bietet doch endlich E-Autos zu normalen Preisen an.
Das einzig teure daran ist die Wucher- und Kunden-Vergraul-Kalkulation

E-Auto kann man nicht zu "normalen" Preisen anbieten. Maximal kann man massiv subventionieren, womit sich die Frage stellt warum andere Leute Ihr E-Auto zahlen sollen?

Überlegen Sie mal, warum E-Autos seit rund 130 Jahren am Markt sind und sich gegenüber den Verbrennungsmotoren nicht durchsetzen können.

Und was das Teure am E-Auto ist.

Die Überlegung dazu ist nicht so schwer, schafft jeder Grundschüler. Tipp: Der E-Motor ist nicht das Teure!

Will mal ergänzen

http://www.elektro-auto-umbau.de/index.php5?weiter=7
Die Preise in der Tabelle unten sind doch spannend. Rund 4000 Euronen für Teile.
Rechenbeispiel:
Neues Auto, ab 10000,00 E, minus Motor, Getriebe usw., etwa -5000E.
Bleibt Karosse etwa 5000 + 4000 Elektro-Umbaupreis = 9000E. Sogar 1000 E gespart und das zu Endkundenpreisen.
Teurer ist natürlich immer möglich.
Die 5000 für Motor und Getriebe kann jeder mit Motorschaden nachvollziehen.
Zu diesen Preisen geliefert würde der Verkauf wie geölt laufen. Ist aber vermutlich nicht gewünscht. Mann denke nur an die Steuerausfälle, wenn jeder seine Auto-Energie aus Sonne und Wind selber gewinnen würde.

Eine Kabeltrommel mit ein paar Metern Verlängerungskabel hinten draufgeschraubt und das Batterieproblem ist auch gelöst :o)

und wen wunderts, dass die leute im süden nichts mehr kaufen, wenn sie massenweise entlassen und arbeitslos sind.....glaubt denn da wirklich jemand man kaufe sich in so einer situation in GR, ESP oder ITA ein 15.000 euro auto????
so isses halt in der rezession,liebe fachleute und auch wir werden bald opfer unseres eigenen wirtschaftssystemes werden, das uns allen ja stets wohlstand und unendlichen konsum predigt.

Besteuern wir die Radfahrer

die sollen jetzt mal für Steuereinnahmen sorgen, mittels Radzulassungsabgaben, Radsteuern, Radwegabgaben, Radversicherungsabgaben, etc.

obwohl ironisch - ned wirklich zum lachen...

man weiß ja nie

zerst wird alles dafür getan, dass leut neue autos kaufen und ihre alten los werden, und jetzt, wo sie neue haben, kaufen sie keine neuen mehr?

hm...komisch.

Schlecht, oder gut?

Für die CO2-Erderwärmung-Gläubigen ist das doch eine gute Nachricht, die haben doch jahrelang behauptet, dass die Autos für alles Schlechte in der Welt verantwortlich sind.

Abwrackprämie 2.5! Ohne geht es nicht! Es müssen mehr Autos verkauft werden, sonst beginnt die Krise am Automarkt wieder, und Opel und sonstige Autobauer müssten wieder zusperren, und die ganze Zulieferindustrie auch ...

Oder anders, Steuerzahlerdeppen zahlen anderen Steuerzahlerdeppen neues Auto 2.5, diesmal mit höheren Förderungen. Auf dass der Automarkt auch bis zur nächsten Anmelde-Delle prosperiere, und die Jobs gesichert werden.

Intelligente Version 2.0 - Ursache - vielen Leuten geht das Geld aus, sie können sich dank Bankenumverteilungs Wahnsinn 1.0 keine neuen Autos mehr leisten, und die Märkte brechen weg.

Das wäre aber zu Zeitaufwändig, und Entscheidungen müssen schnell getroffen werden, also Abwrackprämie 2.5! ;-)

Gut so.

Ist doch super!

Da werden wieder jede Menge der so dringend gesuchten Fachkräfte frei!

vorziehkäufe. klar, jeder kaufte noch schnell ein neues auto bevor die katastrophe kommt. hört euch nur ein wenig um.

und wie sollen die armen pendler aus dem speckgürtel und die böse schmutzige stadt kommen, der sie einst entflohen?

meine kristallkugel sieht ein paar verschrottungsprämien, um den niedergang der branche ein wenig einzudämmen.

Habe ich irgendwo ein Naturgesetz verpasst, dass man sich alle zwei bis drei Jahre ein neues Auto kaufen muss?

Nachdem uns allen das Gefühl gegeben wird wir zahlen die Rechnung für die Party, die E27 (minus Malta) bevölkerungstechnisch eher stagniert, die technologische Entwicklung Richtung eMobilität unsicher ist und wir mit Fahrzeugen ja nicht gerade unterversorgt sind, steht ein Auto nicht gerade auf der Prioritätenliste ganz oben. Unter diesen Rahmenbedingungen wird eh noch gut verkauft.

Das "Gesetz" des Wirtschaftswachstum

Wenn wir nicht in immer kürzeren Abständen neue Autos kaufen, funktioniert das alles irgendwann nicht mehr.

Wobei es natürlich auch nicht lange funktioniert, in immer kürzeren Abständen neue Autos zu kaufen.

fake statistik

da helfen nichtmal die unzähligen händler anmeldungen

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