Sieben Ausländer bei Anschlag auf Bus in Kabul getötet

Attentäter sprengte sich neben Minibus in die Luft, der auf dem Weg zum Flughafen war

Kabul - - Als Reaktion auf den Mohammed-Schmähfilm hat eine Selbstmordattentäterin in der afghanischen Hauptstadt Kabul einen mit Ausländern besetzten Kleinbus in die Luft gesprengt. Zwölf Menschen wurden am Dienstag getötet, darunter acht Russen und Südafrikaner.

Die radikal-islamische Hesb-e-Islami (HIG) des früheren Premierministers Gulbuddin Hekmatjar übernahm die Verantwortung für den Anschlag auf der Flughafenstraße. HIG-Sprecher Subair Seddiki sagte in einem Telefongespräch, es habe sich um einen Vergeltungsanschlag für das islamfeindliche Mohammed-Video gehandelt. Die Attentäterin sei eine 20 Jahre alte Frau namens Fatima aus Kabul gewesen.

Die HIG kämpft wie die Taliban und das Hakkani-Netzwerk gegen die ausländischen Truppen in Afghanistan. Die HIG hat auch einen politischen Flügel.

Bangladesch sperrte YouTube-Zugang

Bangladesch ist dem Beispiel Afghanistans und Pakistans gefolgt und hat wegen des islamfeindlichen Mohammed-Videos aus den USA den Zugang zur Internetplattform YouTube blockiert. Die Sperre sei auf Anweisung der Regierung erfolgt und gelte für "unbestimmte Zeit", teilte die Telekommunikationsbehörde in Dhaka mit.

In der Hauptstadt des südasiatischen Landes hatte es in den vergangenen Tagen antiamerikanische Kundgebungen gegeben. Aus Angst vor gewalttätigen Protesten hatten auch die Regierungen Afghanistans und Pakistans den YouTube-Zugang in ihren Länden sperren lassen. (APA, 18.9.2012)

Share if you care