Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Raphaël Enthoven (36) gilt in der deutschen Wikipedia als "Philosoph", in der englischen als "professor of French philosophy" und in der französischen schlicht als "animateur de radio et de télévision". Bei uns ist er als Gastgeber der Arte-Sendung Philosophie bekannt, die jüngst ihre neue Saison begann.
Als Feschak ist das ZDF-Pendant zu Enthoven seit Anfang des Monats Richard David Precht (47). Mit seinem monatlichen Talk Precht ersetzt der Autor populärwissenschaftlicher Bücher das Philosophische Quartett von Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski.
Enthovens Kunst der Konfrontation
Spritzig moderierte Enthoven am Sonntag eine Traumdeutung mit Psychoanalytikerin Anne Dufourmantelle, für die er allzu freudig mit offenherzigen Begriffen jonglierte und ihr dann mit der Bemerkung aus dem Mantel half: "Machen Sie sich frei, wenn Sie gestatten, dass ich das so sage." Über Freundlichkeit hatte er in der Woche zuvor mit dem Philosophen Emmanuel Jaffelin weniger fettnapfig, dafür aber gepfeffert diskutiert. Jaffelin, ironisch: "Sie sind ja generell nicht so streng." Enthovens Rache: "Sie haben eine kantianische Auffassung von Freundlichkeit." Jaffelin, empört: "Einspruch!" Enthoven, milde: "Darüber reden wir später weiter."
Diskutiert wird stets hocheloquent im Gehen auf der Straße und in mehreren Räumen. Es gibt große Fotos als Hilfsmittel, Inserts rekapitulieren das Gesagte. Jedes Mal eine perfekt inszenierte halbe Stunde. Dagegen wirkte der erste Precht im Gespräch mit dem Neurobiologen Gerald Hüther über "Skandal Schule. Macht Lernen dumm?" unter einem gestylten Studio-Lampenkranz und mit penetranten Gesichter-Close-ups peinlich gestelzt: optisch wie inhaltlich. (Helmut Ploebst, DER STANDARD, 17.9.2012)
Link
Kein Interview, Frank, bei dem nicht Fragen dein Reden torpedieren
Ehe es so weit ist und Andi oder Alex - oder beide - den Kochlöffel aus der Hand legen, muss man den ORF loben
"Puls 4"-Reportage über Helden der Spaßgesellschaft und solche die es noch werden wollen
Noch bevor fünf Minuten vorüber sind, ist es mit der Geduld der Zuschauer zu Ende
Satiresendungen, wo Kabarettisten wie Süß angriffig sein dürfen, gibt es auch anderswo. Auch Fernsehmagazine, die sorgfältig recherchieren
Die freie Adaption des Homer-Klassikers auf Arte kann mit Vergleichsgrößen wie der Rom-Serie allenthalben beim Sex mithalten
Es ist auf dem Planeten Erde in der mitteleuropäischen Zeitzone Dienstag, 22.25 Uhr
FPÖ-Chef Strache klopfte das Austroschnitzel mit der Konzentration eines Chirurgen
Das Studiopublikum beklatschte ausgiebig Frank Stronachs populistische Aussagen
Die neue Serie begleitet ab Montag drei Herren über 66 bei ihrer Seereise von Chicago nach Wien
Eine unglückliche Verquickung des Themas Hochwasserhilfe mit der Anpreisung von Eigenwerbung
Britische Topsetzung für das Drama einer unglücklichen Ehe vor dem Ersten Weltkrieg
In der Doku ging es viel um Zucht und Ordnung, was Väteridentitäten offenbar nachhaltig prägt
Beim Kombinationsslalom aus Kochen und Antworten fädelte Eva Glawischnig nicht ein
Katey Sagal, bekannt als Peggy Bundy aus "Eine schrecklich nette Familie", führt eine blutrünstige Bikergang ins Staffelfinale
Danke ORF: Man sah Bundes- und Vizekanzler (verkühlungsverhütend verpackt) zu Wagner und Verdi durchhalten
In seiner Sendung auf ZDF diskutiert R.D. Precht nicht und moderiert auch nicht, sondern führt ein vertiefendes Gespräch mit einem Wissenschafter.
Ich finde das ZDF-Sendeformat mit R.D.Precht sehr informativ und gar nicht peinlich und gestelzt.
ich hab mal eine dieser "philosophie"-sendungen gesehen, da ging's um den begriff "zeit", & sie haben es geschafft, 1/2 stunde über die zeit zu plaudern, ohne ein einziges mal den namen kant zu nennen.
das ist in etwa, als würde man 1/2 stunde über die evolutionstheorie reden, ohne ein einziges mal den namen darwin zu erwähnen.
"animateur de radio et de télévision" ist treffend:
ist eine reine quassel-sendung.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.