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vergrößern 800x500Die Innenstadtsperre in Salzburg gehe auf Kosten der Wirtschaft, erklärt der Altstadtverband.
Salzburg - Die Wirtschaft in Salzburgs Altstadt habe durch die fünfwöchige Durchfahrtsperre der Innenstadt im Sommer Umsatzeinbußen von knapp 3,5 Millionen Euro hinnehmen müssen, erklärte der Altstadtverband am Montag. Das seien 1,5 Prozent des Jahresumsatzes. Sollte sich das Szenario wiederholen, würden langfristig aber die Umsätze um 33 Millionen Euro zurückgehen, was Auswirkungen auf die gesamte Struktur in der Altstadt brächte. Das ergab eine Studie, die der Altstadtverband in Auftrag gegeben hatte.
Fünf Wochen lang war im Sommer werktags die Fahrt durch Salzburgs Innenstadt von 10.00 bis 14.00 Uhr verboten, wobei es Ausnahmen für Bewohner, Arbeitnehmer, Hotelgäste, Lieferanten, Gehbehinderte oder den öffentlichen Verkehr gab. Die Untersuchung zeigte nun, dass die Auswirkungen für die Stadtbewohner selbst am geringsten waren, weil nur jeder Achte in dieser Zeit mit dem Auto unterwegs war. Die Bewohner aus den umliegenden Bezirken, dem grenznahen Oberösterreich und aus Bayern kommen aber mit dem Auto, und dies werde auch so bleiben, sagte Studienautor Roland Murauer.
Gerade dieses Klientel ist laut Studie für die Altstadt-Wirtschaft unverzichtbar, denn 70 Prozent des Umsatzes werde mit Kunden und Gästen aus diesen Gebieten und der Stadt Salzburg selbst erwirtschaftet. Laut der Befragung würden etwa zwei Drittel der Bayern im Falle einer Wiederholung der Aktion weniger oft kommen oder die Altstadt überhaupt meiden (24 Prozent). Bei den Oberösterreichern wäre es nahezu jeder Zweite, und auch aus den Salzburger Bezirken würden 14 Prozent weniger oft und acht Prozent gar nicht mehr die Altstadt besuchen.
Inga Horny, Geschäftsführerin des Altstadtverbandes, wehrt sich nicht grundsätzlich gegen Verkehrsmaßnahmen. Allerdings müsse zunächst einmal klar definiert werden, welche Ziele man überhaupt erreichen wolle. Schon in den nächsten Wochen wird daher unter Federführung eines früheren Verkehrsplaners aus Zürich ein dreistufiger Workshop zum Thema "Vision Verkehr Altstadt" durchgeführt, in den Experten aus allen möglichen Bereichen eingebunden werden. Das Ergebnis dieses Prozesses soll Basis für Verhandlungen mit der Politik sein, um ein langfristiges Modell zu erarbeiten. Parallel dazu überprüft der Altstadtverband mit Unterstützung externer Verkehrsexperten all jene Vorschläge, die zurzeit von der Stadtpolitik zum Thema Verkehr einlangen.
Die Studie wurde von der Cima Austria Beratung + Management GmbH durchgeführt. Dazu wurden 1.511 Haushalte in der Stadt Salzburg, in den Landbezirken und in den angrenzenden bayerischen und oberösterreichischen Regionen telefonisch befragt. Weiters wurden 1.347 Passanten interviewt sowie Fragebögen an die Wirtschaftstreibenden verschickt, von denen 356 (42 Prozent) beantwortet zurückkamen. (APA/red, 17.9.2012)
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verdrängst du den individualverkehr aus dem stadtgebiet, kann die wirtschaft gleich mitwandern in die shopping centers - sonst siehts müde aus in der kassa. ich hatte letztes jahr das salzburg-vergnügen, macht keinen spaß - und ein parplatz für 4€/Stunde -na gut - dann seh ich die stadt eben nie mehr-es wird uns beide nicht umbringen.
Dann kam: die A7, die Innenstadtsperre mit Dauerbaustelle, Arbeitsplätze draußen im Industriegebiet, die Märkte folgten und zuletzt das Internet.
Ergebnis: Innenstadt ist geschrumpft, Leerstände und zur Zeit 2400 freie Wohnungen.
Autos stehen im Dauerstau, weil zwei große Parkplätze keine Hinteranbindung haben. Lärm durch "schönes" Kopfsteinpflaster.
Dazu machen Mikropendler, unter 2km, und andere das Chaos perfekt.
Ja, es ist alles nicht einfach.
Aber draußen arbeiten und draußen einkaufen - was soll ich in der Stadt? Trotzdem ist das Zentrum voller Autos und Menschen.
mich haben diese peinlichen protestplakate in den auslagen total abgeschreckt - die schönen auslagen in der schönen altstadt auf diese weise so arg zu verschandeln - geschmacklos und ein echter umsatzkiller - die geschäftsleute mögen vor de eigenen türe kehren, wenn käufer ausgeblieben sind!
Was nützen die schönsten Auslagen, wenn sie keiner mehr sieht, weil man potentiellen KundInnen mutwillig den Zugang erschwert hat? Dem (touristischen) Individualverkehr die Zufahrt zu verweigern bedeutet, dem Handel in der Innenstadt die Lebensader abzuschneiden.
Altstädte sind seinerzeit nicht für den automobilen Verkehr gebaut worden. Würde man dort den Autoverkehr von jeder Schranke befreien wollen, dann wären die Wohn- und Einkaufsqualitäten dieser Viertel mit einem Schlag dahin. Wer würde denn in einem Schanigarten sitzen wollen, der vom Verkehr umtost wird. Die Bewohner der Altstadt besorgen auch noch einiges zu Fuß. Kleine Geschäfte findet man deshalb in Wien, im Gegensatz zur Vermutung meines Voposters, fast nur noch in den Bezirken 1 bis 9. Trotz des faktischen Verbots, sein KFZ in diesen Wohngegenden noch benutzen zu können, sprechen aber die erheblich teureren Wohnungspreise eine deutliche Sprache. Offensichtlich wollen viele Bürger in diesen Stadtteilen wohnen und einkaufen
Möglicherweise sind aber die Preise dieser Altstadtgaragen abschreckend oder es wird dem Besucher sehr schwer gemacht, diese zu finden bzw. sich in ihnen zurecht zu finden und anschließend mit den Kassenautomaten zu kämpfen um sein KFZ auszulösen. Ich meinesteils bin im Ausland als Nichtortskundiger an verdeckt angeordneten Einfahrten, versteckten Fußgängerausgängen sowie unauffindbaren Kassenautomaten beinahe gescheitert bzw. habe aus Furcht vor solchen Kalamitäten auf den Besuch manch durchaus sehenswerter Altstadt verzichtet.
Falls sie wirklich so fußmarod sind, dass sie die Fuzo in der Länge nicht schaffen, gibt es einen Bus, Taxi und vor Allem speziell für sie, die Möglichkeit im Wohnzimmer, vor dem TV sitzen zu bleiben.
Wieso sollten Besucher aus dem Umland in die Stadt mühsam mit Bussen hineinfahren und mit Einkaufstaschen mühsam durch die Gegend hatschen, wenn sie auch am Stadtrand oder überhaupt woanders einkaufen und Lokale besuchen können?!
Den Anrainern und Pendlern bleibt ohnehin keine Wahl, die haben außer Mehrkosten und mehr Zeitaufwand keinen Vorteil. Nun, die direkten Anrainer vielleicht, weil weniger Lärm.
Wirklich? Ist leider zu befürchten, dass Stadtverwaltung und Wirte die Stille mit Getöse, Gedröhne und "Veranstaltungen" auffüllen werden, deren Lautsprecher man noch kilometerweit hört. Wie in Innsbruck - im Zentrum im Sommer jedes Wochenende eine Musikveranstaltung, die man 2 km weit nach Höttig und Sadrach bergauf noch hört!!!
Warum ist es Touristen nicht zuzumuten, mit Bussen oder der Bahn in die Stadt zu fahren? Warum müssen die mit ihren Autos über die Stadt herfallen und den Einheimischen obendrein die Parkplätze streitig machen? Ah, ich weiß schon - damit's auch ja keinen Meter zu Fuß gehen müssen. Ist ja auch völlig unzumutbar, die paar Meter von der Bushaltestelle an der Staatsbrücke in die Getreidegasse zu gehen.
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