UN: Lage im Norden Malis spitzt sich zu

Kommissarin: "Es besteht die dringende Notwendigkeit, national und international zu helfen"

Genf - Wegen massiver Menschenrechtsverletzungen im Norden Malis hat die UN-Kommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, zum schnellen internationalen Eingreifen aufgerufen. In dem westafrikanischen Krisenland seien Folter, Steinigungen, Vergewaltigungen und Verschleppungen an der Tagesordnung, sagte Pillay am Montag in Genf. Frauen seien von bewaffneten Männern zum Sex gezwungen, ein unverheiratetes Paar gesteinigt und zahlreiche Kinder als Soldaten missbraucht worden.

"Es besteht die dringende Notwendigkeit, national und international zu helfen", sagte Pillay. Ansonsten drohe die Gewalt, auf die Sahel-Region überzugreifen. Im Norden Malis haben Islamisten mit Verbindungen zum Terror-Netzwerk Al-Kaida die Macht übernommen. Ungeachtet internationaler Proteste ließen sie in Timbuktu mehrere historische Heiligtümer zerstören. (APA, 17.9.2012)

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