Wo die Nixen wohnen

Eva Biringer, 18. September 2012, 16:06
  • Sänger Quakadu und die Donauauen singen ihren Hit Quakalulubaby, begleitet 
von den Sumpftröten.
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    foto: lilarum

    Sänger Quakadu und die Donauauen singen ihren Hit Quakalulubaby, begleitet von den Sumpftröten.

Mit Christoph Bochdanskys bezauberndem "Quakalulubaby" eröffnet das Figurentheater Lilarum seine fünfzehnte Spielzeit

Wien - Psst! Viele wissen es vielleicht nicht: In der Donau wimmelt es vor Nixen. Zwar sind sie scheu und verstecken sich gut, aber wer will, der kann sie entdecken. Eine von ihnen ist Dini. Obwohl es verboten ist, verliebt sie sich in den Fischersohn Hans. Kann das gut gehen?

Mit Quakalulubaby, geschrieben und inszeniert von Christoph Bochdansky, eröffnet das Lilarum die neue Saison. Schauplatz des Stücks ist "Wienn" mit zwei "n" - ein augenzwinkerndes Identifikationsangebot an die kleinen Zuschauer. Quakalulubaby ist der Titel eines schmissigen Rock'n Roll-Songs, dargeboten vom Froschtrio Donauauen, deren Sänger auffällige Ähnlichkeit mit einem gewissen Elvis hat (Musik: Klemens Lendl und David Müller als Die Strottern). Andrea Gergeley (Puppen und Bühne) betreibt herrliche Kulissenschieberei, lässt Hochwasser steigen und Tiefseewelten auferstehen. Spätestens wenn der strenge Nixenvater lospoltert, gruseln sich auch die älteren Zuschauer.

Seit nunmehr 32 Jahren bereichert das Lilarum die Wiener Theaterlandschaft. Gegründet 1980, zog Österreichs größtes Figurentheater 1997 in die Göllnergasse im dritten Bezirk. Jährlich besuchen rund 35.000 Zuschauer die cirka 360 Eigenproduktionen und Gastspiele aus dem In- und Ausland.

Obwohl sich das Angebot des Lilarums in erster Linie an Kinder richtet, sind auch Erwachsene herzlich willkommen. So lag der Altersdurchschnitt am Premierenabend wesentlich höher als bei den vier Jahren, für die Quakalulubaby ausdrücklich empfohlen wird. So viel sei verraten: Es geht gut aus, das Märchen vom Donauweibchen und dem Menschensohn. Die schöne Botschaft: Regeln sind da, um gebrochen zu werden.

Und noch ein Geheimnis: Auch heute noch schwimmen Nixen in der Donau. Von Zeit zu Zeit kommen sie an Land. Sie sind sehr scheu, aber wer sie sehen will, der wird sie auch sehen. Man erkennt sie übrigens an ihren langen Röcken, deren Saum immer nass ist. (Eva Biringer, DER STANDARD, 18.9.2012) 

Bis 30.9.

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