Streiks legen öffentlichen Verkehr in Madrid lahm

Staus und Verspätungen in Spanien: Die Gewerkschaften befürchten eine Bahn-Privatisierung und den Verlust Tausender Arbeitsplätze

Madrid - Eine Reihe von Eisenbahn-, U-Bahn- und Bus-Streiks haben am Montag den öffentlichen Verkehr in Spanien teilweise lahmgelegt. Auf den Zufahrtstraßen zu Madrid und Barcelona bildeten sich kilometerlange Staus, weil viele Menschen mit dem Auto zur Arbeit fuhren. Bei der U-Bahn in beiden Großstädten kam es zu erheblichen Verspätungen.

Die spanischen Bahnangestellten streiken 24 Stunden aus Protest gegen die von der Regierung angekündigte Liberalisierung des Personenverkehrs und die Aufteilung der Eisenbahngesellschaft Renfe in vier Unternehmen. Die Gewerkschaften befürchten eine Privatisierung und den Verlust Tausender Arbeitsplätze.

Die Angestellten der U-Bahn in Madrid und Barcelona legen die Arbeit morgens und nachmittags jeweils vier Stunden nieder. Sie protestieren gegen eine Verletzung des Tarifvertrags, Lohnkürzungen und eine "exzessive" Anhebung der Fahrkartenpreise.

In Madrid sind weitere U-Bahn-Streiks am 21. und 28. September sowie am 1. Oktober geplant. Nach Angaben der Gewerkschaften wurde der Streikaufruf sowohl in Madrid als auch in Barcelona von nahezu 100 Prozent der Beschäftigten befolgt. In der Hauptstadt Kataloniens wurde außerdem der öffentliche Busverkehr bestreikt. (APA, 17.9.2012)

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