"Neapel lebt für den Fußball"

Gökhan Inler, Kapitän der Schweizer Nationalmannschaft, über das Gedränge der Fans und seine Rückennummer 88

Wir treffen Gökhan Inler in der Napoli-Geschäftsstelle in Castel Volturno. Das ganz in Himmelblau gehaltene Zentrum macht einen neuen Eindruck, das Besprechungszimmer ähnelt einem Provisorium. In der Ecke steht ein Kopierer, an der Wand sind Trophäen ausgestellt, die auf den ersten Blick bekannt wirken: der WM-Pokal, der UEFA-Cup, der Goldene Ball, der Champions-League-Pokal. Es sind allerdings Nachbildungen, Trophäen, die die Jugendmannschaften des Vereins gewonnen haben. Vor der Nachmittagstrainingseinheit ist Inler entspannt. Den ballesterer kenne er vom Hörensagen, sagt er. Gelesen habe er ihn aber noch nicht. Bei der Verabschiedung muss er sich mit Paolo Siravo aus der Pressestelle um die aus Wien mitgebrachte Maradona-Ausgabe streiten. Mit den Worten »Maradona ist Maradona« gewinnt der Spieler den Kampf ums Heft.

ballesterer: Als Sie noch bei Udinese waren, haben Sie 2011 ein Traumtor gegen Napoli geschossen und nicht gejubelt. Warum nicht?

Gökhan Inler: Das bleibt mein Geheimnis. Das habe ich damals gesagt, und dabei bleibe ich auch.

Die Napoli-Fans haben das sehr positiv aufgenommen.

Ja, sie haben gedacht, dass der Wechsel schon unter Dach und Fach sei. Aber damals war noch nichts entschieden.

Sie haben vor Ihrem Wechsel auch schon Sympathien für Neapel bekundet. Woher kommt diese Nähe zu der Stadt?

Ich kenne viele Neapolitaner, sie sind ein bisschen wie die Türken. Die Leute geben hier alles für den Fußball, die Stadt lebt für den Verein, daher habe ich mich hier sofort wohlgefühlt.

Was war schlussendlich ausschlaggebend für Ihren Wechsel?

Das ist ähnlich wie bei einer Frau: Wenn du sie gewinnen willst, musst du um sie kämpfen - und der Verein hat sich sehr um mich bemüht. Der Trainer und der Präsident wollten mich unbedingt holen. Deshalb habe ich mich für Napoli entschieden.

Sie gelten als sehr ruhiger Mensch, Neapel ist alles andere als ruhig. Wie passt das zusammen?

Neapel ist so herrlich lebendig. Im Vergleich zu Udine oder der Schweiz ist das ein großer Unterschied. Neapel lebt jede Minute sehr intensiv und dynamisch, aber für mich ist das gar kein Problem. Ich weiß, wie ich damit umgehen muss.

Warum gerade Italien?

Italien hat immer noch eine der besten Ligen der Welt. Ich habe in der Schweiz zwei Meistertitel gewonnen und wollte danach den nächsten Schritt gehen. Ich habe mich für Udinese entschieden, weil das ein sehr seriöser Verein ist, der die jungen Spieler fördert. Ich habe in Udine eine sehr schöne Zeit gehabt und die italienische Mentalität kennengelernt. Letzten Sommer wollte ich den nächsten Karriereschritt wagen. Wie gesagt, die Verantwortlichen von Napoli haben sich sehr um mich bemüht, und der Klub hatte sich für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert. Es war immer mein Traum, in diesem Wettbewerb zu spielen.

Ihre Präsentation war außergewöhnlich: Sie haben eine Löwenmaske getragen. Wie haben Sie die Idee aufgenommen?

Das war sehr spontan. Ich hatte gerade die medizinischen Tests absolviert. Der Präsident hat sich währenddessen überlegt, wie er mich möglichst originell präsentieren könnte. Dann ist er plötzlich mit der Maske aufgetaucht und hat gesagt: "Das ist es." Er wollte das unbedingt. Ich bin ja nicht der Typ für solche Aktionen, aber er war so begeistert von der Idee, dass ich ihm seinen Wunsch nicht abschlagen konnte.

Das Trainingszentrum hier in Castel Volturno ist sehr abgelegen und gut bewacht. Trotzdem stehen direkt vor dem Eingang der Geschäftsstelle 20 Fans, vor der ersten Absperrung an der Straße noch mehr. Haben Sie irgendwo Ihre Ruhe?

Ich wohne außerhalb, weil ich ein bisschen abgeschirmter sein wollte. Sobald wir Spieler hinausgehen, werden wir von den Fans belagert. Die Spieler sind hier absolute Stars, in diesem Ausmaß gibt es das selten. Ich kann mit den hohen Erwartungen aber gut umgehen. Wenn ich meine Arbeit auf dem Platz gut mache, sind die Fans zufrieden. Ich habe auch abseits des Spielfelds ein sehr gutes Verhältnis zu den Fans.

Nach Trainingsende fahren die Spieler in ihren Autos an den Fans vorbei, und fast keiner bleibt stehen. Warum nicht? Müssten Sie den ganzen Tag Autogramme schreiben?

Ich würde gerne jedem Einzelnen ein Autogramm geben, aber bei der Menge an Leuten würden wahrscheinlich nicht einmal zwei, drei Stunden reichen. Bei zehn, 20 Fans ist das möglich, aber bei 100, 200 hat man keine Chance. Deswegen interagiere ich über meine Website und Facebook-Seite mit den Fans, aber auch da kann ich nicht alle Anfragen beantworten. Ich hoffe, die Fans verstehen, dass es schwierig ist, alle Wünsche zu erfüllen.

Brauchen Sie da Angestellte?

Ja. Mein Management, die FPA Fairplay Agency, kümmert sich komplett darum.

Können Sie bei der Fanbegeisterung in der Stadt überhaupt frei herumspazieren oder essen gehen?

Das ist sehr schwierig, weil wir dann sofort von den Fans umringt sind. Deshalb bin ich eher zurückhaltend. Wenn ich einmal ausgehe, organisiere ich alles, dass es nicht so ein Gedränge gibt.

Müssen Sie sich im Privatleben also auch maskieren?

(lacht) Die Fans würden mich trotzdem erkennen.

Wenn Sie in der Stadt unterwegs sind, welche Orte gefallen Ihnen am besten?
Der Vesuv - da liegt mir Neapel zu Füßen. Der Blick ist großartig: Pompeji auf der einen Seite, die Stadt auf der anderen. Der Königspalast von Caserta gefällt mir auch sehr gut. In Neapel und Umgebung gibt es immer etwas zu bewundern.

Neapel ist nicht nur schön, sondern auch eine sehr schwierige Stadt - die soziale Situation, die organisierte Kriminalität. Inwieweit ist das ein Thema?

Ein Thema ist das weniger, schließlich sind wir auf den Fußball konzentriert, und mit den Vor- und Nachteilen der Stadt müssen wir genauso wie alle anderen leben und umgehen.

Die Medien suchen hier oft den schnellen Skandal. Gibt es da spezielle Vorgaben von der Presseabteilung, etwa: "Macht keine Fotos, es kann sein, dass die Person, die mit euch auf dem Foto ist, bei der ­Camorra ist"?

Das ist schwer zu kontrollieren, aber ich bin gut auf meine Aufgaben vorbereitet worden. Die Kollegen aus der Medienabteilung unterstützen uns auch sehr, damit wir ein bisschen geschützter sind.

Ist das der Preis, den man zahlen muss, wenn man für Napoli spielt? Man kann Neapel gar nicht so erleben, wie man es gerne würde?

Man kann die Stadt schon erleben und genießen, man muss es nur genau planen. Aber daran gewöhnt man sich. Ich habe mich hier gut eingelebt und komme mit dem Rhythmus und dem Druck gut zurecht.

Wie würden Sie das letzte Jahr sportlich bilanzieren?

Für mich war es eine sehr intensive Saison, ich habe inklusive der Nationalmannschaft 56 oder 57 Spiele absolviert. In der Meisterschaft haben wir die Champions-League-Plätze leider knapp verpasst, aber die Saison mit dem Coppa-Italia-Sieg würdig beendet. Für mich war es ein gutes erstes Jahr, in dem ich sehr viele positive Erlebnisse hatte.

Sie waren mit dem FC Zürich zweimal Meister und haben jetzt die Coppa Italia gewonnen. Was ist wichtiger? Was ist stärker gefeiert worden?

Ich war Teil der Mannschaft, die den FC Zürich nach 25 Jahren zum ersten Mal wieder zum Meister gemacht hat. Wir haben den Titel in der Folgesaison erfolgreich verteidigen können. Das waren schon sehr spezielle Momente. Aber auch der Coppa-Italia-Sieg mit Napoli war etwas Besonderes. 22 Jahre nach der Maradona-Ära war es wieder höchste Zeit, einen Pokal in die Stadt zu holen. Die Feierlichkeiten waren hier sicher größer als in Zürich. Ich möchte die Erfolge aber gar nicht vergleichen. Wenn man etwas gewinnt, hat man das für immer.

Bringt Gökhan Inler Glück?

(lacht) Wenn man korrekt ist, kommt das Glück automatisch.

Ist der Meistertitel dieses Jahr möglich?

Ich will noch nicht über den Titel reden, wir müssen einfach Spiel für Spiel unser Optimum herausholen. Wir haben eine sehr gute und routinierte Mannschaft. Wir glauben an unsere Stärke. Abgerechnet wird dann am Ende der Saison.

Wie unterscheidet sich das Spiel hier, wo Leute wie Marek Hamsik und Edinson Cavani neben Ihnen am Platz stehen, von der Nationalmannschaft, wo Sie der große Star sind?

In Napoli haben wir sehr gute und bekannte Spieler, das stimmt. Das heißt aber nicht, dass Spieler, die vielleicht weniger prominent sind, weniger wichtig sind. Die Nationalmannschaft ist ein sehr junges Team, vielleicht mit weniger Erfahrung aber hungrig auf Siege und Erfolge. In der "Nati" bin ich in der neuen Generation Kapitän, was mich auch sehr stolz macht. Ich helfe den jungen Spielern, sich zu integrieren und wohlzufühlen. Jetzt beginnt die WM-Qualifikation, in der wir an die guten Ergebnisse aus den Vorbereitungsspielen anknüpfen müssen.

Qualifiziert sich die Schweiz für Brasilien?

Alles andere wäre eine große Enttäuschung.

Sie haben 2006 erstmals für die Schweizer Nationalmannschaft gespielt, davor haben Sie überlegt, für die Türkei anzutreten. Wie haben Sie die Entscheidung getroffen?

Am Anfang war die Türkei ein Thema. Ich habe zweimal für die türkische U21-Auswahl gespielt, aber danach folgten keine weiteren Aufgebote mehr. Als ich noch für den FCZ gespielt habe, hat mich der damalige Nationaltrainer Jakob Kuhn kontaktiert, er wollte mich für die Schweizer Nationalmannschaft gewinnen. Herr Kuhn und auch der Verband haben sich sehr um mich bemüht, daher habe ich mich für die Schweiz entschieden.

Kommen wir zu Ihrem Hobby: Sie waren beim Olympiasieger Patrizio Oliva im Boxunterricht. Trainieren Sie noch?

Ja, der Meister kommt einmal die Woche fürs Boxen zu mir. Wir machen ein technisches Training, nichts körperliches. Maximalkraft, Koordination und gute Reflexe brauche ich auch auf dem Feld. Es soll auch eine kleine Ablenkung sein.

Sie haben bezüglich Ihrer Rückennummer einmal gesagt, 8 sei Ihre Lieblingsnummer. Kennen Sie die Diskussionen um Ihre jetzige Nummer? Haben Sie jemals überlegt, sie zu ändern?

Meinen Sie die 88?

Ja, sie ist schließlich immer wieder im Gerede, weil das in der Neonazi-Szene der Code für Heil Hitler ist. Gianluigi Buffon wollte 2000 auch mit der Nummer 88 spielen, hat das dann aber aufgrund der Diskussionen gelassen ...

Die Nummer 8 ist meine Lieblingsnummer, war aber in Udinese wie jetzt in Napoli schon vergeben. In Italien ist die Doppelnummer erlaubt, deswegen habe ich die 88 gewählt. Wieso sind die Leute nur so auf diese Nummer fixiert? In Asien bringt die 88 Glück, und in Neapel ist das ein Käse. Für mich ist das eine ganz normale ­Nummer.

Wenn Sie einmal gesperrt sein sollten, würden Sie sich ein Spiel auf der Tribüne ansehen? Beim FC Zürich waren Sie auch in der Kurve und ein Idol der Fanszene. Wäre das hier möglich? Oder schauen wir einfach, dass sich die Frage nicht stellt, weil Sie nicht gesperrt werden?

(lacht) Genau das wollte ich gerade sagen. Ich hoffe, dass ich immer spiele. Wenn ich einmal nicht dabei sein sollte, kann ich wieder darüber nachdenken. In Udine habe ich das einmal gemacht. Hier bin ich mir nicht sicher, ob das nicht zu viel werden würde. (dreht sich zu Paolo Siravo von der Presseabteilung) Haben schon einmal Spieler die Kurve besucht, als sie gesperrt waren?

Paolo Siravo: Ja.

Inler: In der Kurve? Also bei den Fans?

Siravo: Ja.

Inler: Napoli-Spieler? Wer?

Siravo: Ja, da waren schon einige.

Inler: Maradona?

Siravo: Nein, Maradona ist nie in die Kurve gegangen. Aber da waren mehrere Spieler, Gianluca Grava zum Beispiel.

Inler: Da hat es sicher ein ordentliches Gedränge gegeben.

Siravo: Nein, die Capos haben sie immer gut abgeschirmt.

Inler: Du wirst vielleicht abgeschirmt, aber da geht es sicher trotzdem ziemlich zu. (Jakob Rosenberg; 17.9.2012)

Gökhan Inler (28) begann seine Profikarriere 2004 beim FC Aarau, im Winter 2006 wechselte er zum FC Zürich, wo er unter Trainer Lucien Favre zweimal die Schweizer Meisterschaft gewinnen konnte. Danach ging er zu Udinese in die Serie A. Im Sommer 2011 wechselte Inler um kolportierte 17,7 Millionen Euro zu Napoli. Er ist damit der bisher teuerste Schweizer Spieler aller Zeiten. In Neapel konnte er die Coppa Italia gewinnen. Der türkisch-schweizerische Doppelstaatsbürger spielte in der U21-Nationalmannschaft beider Länder, entschied sich danach aber für die Schweiz. Mit der Nationalmannschaft nahm Inler an der EM 2008 und der WM 2010 teil, seit dem Rücktritt von Alexander Frei 2011 ist er Kapitän.

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