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Die ÖVAG ist ein Sanierungsfall, der auflagengemäß schrumpfen muss.
Wien - In der seit April teilstaatlichen ÖVAG (Volksbanken AG) gibt es wieder einen Abgang. Wolfgang Perdich hat seinen Vorstandsposten mit 30. September zurückgelegt. Diese Vorgangsweise sei "mit den Vorstandskollegen und dem Aufsichtsratspräsidium abgestimmt", teilte die Bank mit.
Perdichs Vertrag wäre noch bis zum Frühjahr 2014 glaufen. Sein Mandat wird nicht nachbesetzt, damit bleibt es nun bei vier Köpfen im Vorstand. Die ÖVAG ist ein Sanierungsfall, der auflagengemäß schrumpfen muss. Der Staat ist mit 43 Prozent am Aktienkapital beteiligt und hat auch noch Partizipationskapital in der Bank stecken.
In der Bank wurde betont, dass Perdichs Abgang mit der Verkleinerung der ÖVAG zu tun hat. Er war bisher unter anderem für Beteiligungen und Immobilien zuständig und diese wurden zuletzt größtenteils schon verkauft. Die Retailbanken Volksbank Wien, Ärztebank, Immobank oder Volksbank Linz-Mühlviertel wurden vor längerem an die regionalen Volksbanken verkauft, die Immofirma Europolis ging an die CA Immo und zuletzt heuer im Frühjahr schlug die ÖVAG ihre Osteuropatochter VBI an die russische Sberbank los.
Mit dem Wegfall dieser Sparten wird auch das ÖVAG-Vorstandsgremium abgeschlankt. Der scheidende Beteiligungsvorstand Perdich schrieb in der Bankmitteilung, nachdem sich das Profil seiner Aufgaben deutlich verändert habe, sei für ihn der Zeitpunkt erreicht, an dem er sich gern neuen Aufgaben stellen wolle.
Am 27. September tagt der ÖVAG-Aufsichtsrat, wo es um die neuen Zuständigkeiten unter dem seit zweieinhalb Wochen amtierenden neuen Vorstandschef Stephan Koren geht.
In dieser Aufsichtsratssitzung wird es voraussichtlich auch um das seit August ausgeschriebene Mandat des Treasury-Vorstands gehen. Der Vertrag des bisherigen Treasury-Chefs Martin Fuchsbauer läuft zu Jahresende aus. In der Branche wird derzeit gemunkelt, dass er nächste Woche schon verlängert werden dürfte.
Alles beim Alten bleiben dürfte jetzt auch beim "Vize-General": Nach dem Abgang des glücklosen Gerald Wenzel als Vorstandschef (Ende April) hatte bis Anfang September der langjährige Vizechef Michael Mendel interimistisch die ÖVAG geführt. Bis Koren kam. Zunächst sah es so aus, dass Mendel nach der Kür von Koren zum neuen Vorstandschef enttäuscht, aber gut dotiert den Abgang wählen könnte. Das sei nicht der Fall, hieß es zuletzt zur APA. Es habe gute Gespräche gegeben. Mendel werde bleiben. Der gebürtige Deutsche war in der kritischen Phase der ÖVAG heuer im Frühjahr der maßgebliche Ansprechpartner der Ministerien und Behörden in der Bank gewesen.
Mit dem Verkauf ihres Containerleasing-Geschäfts an die Fortress Investment Group hat die ÖVAG 174 Mio. Dollar (134,8 Mio. Euro) eingenommen, hieß es aus informierten Kreisen. Die Finanzierung des Deals habe die Deutsche Bank in New York übernommen.
Die ÖVAG hat ihr Containerleasing-Geschäft in der Immoconsult Asset Leasing zusammengefasst, die weltweit zu den Top 15 der Branche gehört. Der Verkauf der Sparte war Teil der Restrukturierung des Volksbanken-Spitzeninstituts. Ziel ist die Reduktion der risikogewichteten Assets. (APA, 17.9.2012)
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Auch diese Bank hätte man in Konkurs gehen lassen sollen.
Der Schaden soll bei den Eigentümern, bei den Anleihezeichnern und dem Vorstand bleiben.
Warum die SPÖVP-Koalition den Steuerzahlerinnen die Bankenverstaatlichungen auflastet ist vollkommen unverständlich.
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