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Erste Neuwahlgerüchte durchdringen das Land. Für Politologen wäre ein vorgezogener Urnengang jedoch nicht logisch.
Kaum sinken die Temperaturen, wird der Ton in der österreichischen Innenpolitik rauer. ÖVP-Klubchef Karlheinz Kopf vergleicht die Genossen des Koalitionspartners SPÖ indirekt mit "Dieben" und will diese Überspitzung auch nicht zurücknehmen. Das will der rote Bürgermeister Michael Häupl nicht hinnehmen und droht den Schwarzen kurzerhand mit Neuwahlen. Doch ist ein vorverlegter Urnengang tatsächlich realistisch?
Politologen: Wenig Sinn
"Vorgezogene Neuwahlen hätten für beide Parteien wenig Sinn", sagt Kathrin Stainer-Hämmerle, Politologin an der FH Kärnten im Gespräch mit derStandard.at. Die SPÖ könnte kaum etwas verbessern, sie sei unangefochten an der Spitze und profitiere ohnehin vom "stark geschwächten Koalitionspartner". Höchstens darauf, dass sich Rot-Grün ausgeht, könnte die SPÖ hoffen. Die ÖVP würde durch vorgezogene Neuwahlen ein großes Risiko eingehen: "Das voraussichtlich schlechte Bundeswahlergebnis würde der ÖVP bei den Landtagswahlen in Niederösterreich und Tirol sehr schaden", so Stainer-Hämmerle. Sie könne sich nicht vorstellen, dass etwa der in der ÖVP gewichtige Landeshauptmann Erwin Pröll vorzeitigen Neuwahlen zustimmen würde. Ob die Regierung tatsächlich noch ein Jahr bis zum Herbst 2013 zusammen arbeiten kann würde sich im Oktober/November zeigen. Dann stehen nämlich die Budgetverhandlungen an. Und: "Bis zum Herbst kann noch viel passieren." Fraglich sei aus ihrer Sicht etwa, ob die ÖVP-interne Obmanndebatte tatsächlich abgeschlossen sei.
Stronachs falscher Fuß
"Logische Szenarien für Neuwahlen sehe ich im Moment nicht, weil das Image der Regierungsparteien noch mehr leiden würde", meint auch der Politologe Peter Filzmaier. Wenn jemand Interesse an einem vorzeitigem Urnengang haben könnte, dann noch am ehesten die SPÖ, bei der man sich auf Grund der Umfragen als Nummer 1 fühle. Auch eine Zusammenlegung der Volksbefragung über die Wehrpflicht mit der Nationalratswahl erscheint Filzmaier nicht plausibel. Das Antreten von neuen Konkurrenz-Parteien wäre noch das einzige Motiv, das die etablierten Parteien haben könnten, um nicht wie geplant erst im Herbst 2013 wählen zu lassen. Beim Thema Wehrpflicht könnte man Stronach noch am ehesten auf dem falschen Fuß erwischen, weil das nicht das Thema des Milliardärs sei. Hier könnten sich SPÖ und ÖVP einen Zweikampf liefern, es wäre allerdings "ein Wettbewerb auf sehr niedrigem Niveau". Strategisch Sinn macht eine Neuwahl für Filzmaier also nicht, aber 2008 habe gezeigt, dass Logik nicht immer zähle.
Der diebische Ton macht nicht die Musik
Der Politologe Wolfgang C. Müller vom Institut für Staatswissenschaft der Universität Wien denkt nicht, dass sich der Ton in der österreichischen Politik verschärft hat. In Bezug auf den Vergleich der Sozialdemokraten mit Dieben, erklärt Müller, dass es "nicht immer Neuwahlen gegeben hat, wenn einer so etwas gesagt hat". "Wenn man Neuwahlen will, dann findet man einen Anlass", sagt Müller. "Der stärkste Triebmoment für das Motiv nach Neuwahlen sind die Umfragedaten", erklärt Müller. Dieses Triebmoment wird laut Müller gebremst durch die Frage was nach der Neuwahl ist. Etwa ob man nach den Wahlen noch einen Partner hat, und ob ein glaubhafter Ausstieg aus der aufrechten Koalition möglich ist: "Glaubhaft, um vor den Wählern bestehen zu können und glaubhaft, um die eigenen Leute für die Wahl vor der Zeit motivieren zu können".
Laura Rudas legt die Hand ins Feuer
Bei der Klausur der SPÖ hat Bundeskanzler Werner Faymann betont, dass wie geplant erst im Herbst 2013 zu den Urnen geschritten werde. Auch SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas zeigte sich "ganz sicher", dass die Wahl nicht vorverlegt wird. Die Frage, ob sie dafür die Hand ins Feuer lege, bejahte Rudas. Klubchef Josef Cap meinte, jede Eskalation schade nur. Die ÖVP-Bundespartei wollte Häupls Aussagen vorerst nicht kommentieren, auch Parteichef Michael Spindelegger wollte sich nicht dazu äußern. FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl ist der Meinung, die SPÖ suche eine Neuwahl als Flucht aus der "sich abzeichnenden Berufsheer-Schlappe".
Umfragen: SPÖ vorne
Sollten die Reibereien in der Koalition zur vorgezogenen Nationalratswahl führen, wäre die SPÖ klarer Favorit. Sie liegt seit einiger Zeit in den Umfragen unangefochten vorne, mit ziemlich demselben Wert wie 2008. Die ÖVP müsste hingegen um den damals verteidigten zweiten Platz fürchten. Der Konkurrent FPÖ leidet allerdings unter der neuen Stronach-Partei. Für das BZÖ ginge es bei einer Wahl ums Überleben im Nationalrat, die Grünen dürften mit einem Zuwachs rechnen, ergibt ein Überblick über die aktuellen Sonntagsfrage-Ergebnisse.

Dass die Wahl vorgezogen wird, würde von einem guten Teil der Wähler goutiert. 30 Prozent wünschten sich dies in einer Market-Umfrage für DER STANDARD. In einer anderen Market-Umfrage war die größte Erwartung an die nächste Wahl - genannt von 46 Prozent -, dass der Regierung ein Denkzettel verpasst wird. Dies wäre laut den Umfragedaten - wegen der Schwäche der ÖVP - wohl auch der Fall. Denn Rot-Schwarz liegt aktuell bei 49 bis 54 Prozent, also unter den 55,24 Prozent des Jahres 2008. Die Fortsetzung der Großen Koalition wäre nach derzeitigem Stand auch die einzige Zweierkoalitions-Variante mit einer Mehrheit. Weder Rot-Grün noch Schwarz-Blau ginge sich aus. Eine satte Mehrheit mit deutlich über 60 Prozent hätte Rot-Schwarz-Grün. Schwarz-Blau gemeinsam mit Stronach kommt, rechnet man die Sonntagsfrage-Werte zusammen, derzeit auf 51 bis 53 Prozent. (burg, rasch, liw, APA, derStandard.at, 17.9.2012)
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erinnere mich, dass dort kompetent Meinungen ausgetauscht wurden; wären die Parteien flexibler und gescheiter, würden sie Leute ausschicken, um die Volksmeinung einzuholen und zumindest hinhören. Die kann mit dem Gefassel der "Politikwissenschftler" allemal mithalten, denn das, was die sagen, ist eine Art geistige Onanie, gleiches gilt für die Meinungsforscher...kosten Unmengen Geld, und was passiert???
ob der häupl wegen schlechten gewissen so heftig reagierte? seltsam ist seine reaktion schon: http://www.ots.at/presseaus... germeister
Was ist mit einem Sozialminister, welcher auch noch Ruhegenüsse bis über 100.000.- EUR pro Jahr unter "Soziales" bucht und schon mehr als 1 Mio. armutsgefährdete Menschen schlecht administriert?
Was ist mit einem Infrastrukturminister, welcher zur Bekanntmachung seines Gesichtes, und in eigener Sache, auf das Volksvermögen zurückgegriffen hat?
Was ist mit der "staatlichen Privatstiftung" der Stadt Wien, wo mehr als 1 Mrd. an Volksvermögen verzockt wurde?
Was ist mit dem Frühruhestandswahnsinn bei ÖBB und Stadt Wien, welche gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen und so ein Verbrechen gegen die Menschengrundrechte sind.
Ist es Heute nicht so, dass Partei = Verbrechen und Verbrecher, als Grundgesetz gültig geworden ist?
grüne bei 12-15% rechnet man die üblichen abstriche weg, welche dann tatsächlich auch grün wählen, bleiben wieder so knapp um die 10%.
eine ordentliche leistung der obfrau, wenn man bedenkt, dass ihr in der derzeitigen situation ein 11meter nach dem anderen aufgelegt wird und sie absolut unfähig ist auch nur in irgendeiner weise vorteile für die partei daraus zu ziehen. in der EU und at haben banken mehr zu reden als die politik, der sozialabbau steht erst am anfang und die rudern bei 10% rum. soviel zum irrglauben der grünen dass sie von den wählern für sozial kompetent gehalten werden.
Man sollts nicht nur auf die Politik der Grünen schieben. Wenns tatsächlich noch so viele Idioten gibt, die Schwarz bzw. Blau bzw. Stronach wählen, dann ist das wohl ein Zeichen dafür, dass die Intelligenz der Österreicher stark beschränkt ist!!
Vielleicht müssen wir uns damit abfinden, dass die Grünen eine kleine Oppositionspartei bleiben werden!
Das zeigt aber nur, das die Grünen etwas falsch machen müssen.
Wenn ich diese Wählerschicht auch bei diesen Zuständen nicht abholen kann wird es vllt. am falschen Image und Personen liegen.
Gebe Ihnen aber Recht es gibt auch einige die niemals anders wählen würden.
... Gesetzgebungsperiode um ein Jahr verlängert. Wozu? Für ein Jahr mehr Wahlkampf? Gerade Mitglieder der ÖVP sollten nicht über Diebe und Ähnliches sprechen, es könnte sein, dass sich der Wähler diesmal etwas länger an die Selbstbedienungsmentalität der Schwarzen denkt.
Österreich braucht Politiker, die einen frühzeitigen, ergebnisoffenen und ehrlichen Dialog mit der Bevölkerung suchen und auch leben. Politiker, die Visionen haben und die Bevölkerung mit ins Boot holen. Die Tagesordnung morgigen NR-Sitzung ist faktisch leer, was nichts anderes bedeutet als dass wichtige, notwendige Entscheidungen zur Zukunftssicherung Österreichs verschleppt werden.
http://www.wienerzeitung.at/meinungen... chtet.html
häupl hat an schlechten tag ghabt, mehr ned.
rot-schwarz bekommt aus derzeitiger sicht eine mandatsmehrheit und damit sollt die sache gegessen sein.
stronach kann keiner an bord holen, weil sehr unberechenbar und vielleicht in 2 jahren nicht mehr an politik interessiert.
rot-schwarz-grün - demokratiepolitisch sehr bedenklich den rechtsparteien einzig die opposition überzulassen
schwarz-blau - keine mehrheit
rot-grün - keine mehrheit
rot-grün-piraten ev. aber dafür müsstens in den nr und danach schauts nicht aus.
somit bleibt nur mehr rot-schwarz und die hoffnung, dass spö und övp sowohl inhaltlich, als auch personell irgendwann im 21. jahrhundert ankommen.
lol - dazu müsstens aber die stimmen klauen...die sp ordne ich derzeit bei vielleicht höchsten 25% ein - und das bei einer wahlbeteiligung von vielleicht 60%...in wahrheit dann also nur lächerliche 15% der wahlberechtigten...und bei den andern schauts nicht wirklich besser aus! die grünen werden vielleicht ihre stimmen halbwegs halten können, womit bei geringerer wahlbeteiligung dann ein leichter vermeintlicher stimmengewinn rausschaun würd.
notwendig. Faymann wirbt und wirbt und was schaut raus? Faymann ist am untergehen und das ist auch gut so. Zuviel hat sich die SP geleistet. Nicht nur mit Wiener Wohnen - http:wiener-wohnen.de.nr - sondern auch noch in allen anderen Bereichen. Neuwahl? Jetzt! Sofort! Weg mit der SPÖ!
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