Gold bei Sechseinhalb-Monats-Hoch

Die Furcht der Anleger vor einer anziehenden Inflation hat den Goldpreis gestützt. Das Edelmetall notiert bei 1.769,45 Dollar

Frankfurt - Gold notierte mit 1.769,45 Dollar (1.370,60 Euro) am Freitag keine zehn Dollar unter seinem Sechseinhalb-Monats-Hoch vom Freitag. Analystin Lynette Tan von Phillip Futures hält einen baldigen Sprung über das bisherige Jahreshoch von 1.790,30 Dollar für wahrscheinlich.

Auch die Experten der Deutschen Bank sagten weitere Kurssteigerungen voraus. Zum einen machten die weltweit meist extrem niedrigen Zinsen Gold attraktiv. Darüber hinaus kauften die Notenbanken wieder verstärkt Edelmetall. In Indien, dem weltgrößten Gold-Markt, zog die Nachfrage der Juweliere zum Auftakt der Festival-und Hochzeitssaison an. Auf dem Subkontinent werden Brautleute traditionell mit Goldschmuck beschenkt. (APA/Reuters, 17.9.2012)

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(Forts.) Spekulationsobjekt, etwa nördlich von Wien.

Bernankes Ankündigung, auch nach 2015 die Notenpresse auf Volldampf zu betreiben, verhallt nicht ungehört auf den Märkten

Die (Geld-)Schulden Amerikas mag man damit weginflationieren, die Vermögen der Bevölkerung aber ebenso. Rohstoff-Erzeuger, Händler und Spekulanten lassen sich damit aber nicht blenden. Nimmt man den Goldpreis als Indikator, so wird deutlich, um wieviel das Anwerfen der Gelddruckmaschinen bereits die Vermögen zusammenschrumpfen liess. Auch in Europa, das durch die sog. "(Baken-)Schuldenkrise", indirekt von den USA auf den gleichen geldmarktpolitischen Kurs gezwungen wurde. Damit entledigten sich die Dollar-Hüter seines einzig realistischen Konkurrenten am Währungsweltmarkt und zwangen den Euro unter ihr Regime des Schuldenmachens und Weginflationierens. Ähnliche Werte zeigt auch der Realitätenmarkt. Stichwort Ackerböden als Spekulationsobjek

Gold ist keine Blase. Gold ist ein langfristiger Trend.

Nachdem Gold auch als Flucht- bzw. Ersatzwährung gilt, könnte man dies auch so sehen, dass die Anleger kein Vertrauen in die Eurostabilisierung haben.

http://www.wienerzeitung.at/meinungen... chtet.html

Eigenartig

Hatte doch noch vor wenigen Tagen im Standard ein Experte verlautbaren lassen, der Rohstoffboom sei vorbei.

Andere Experten behaupten, es gäbe eine Goldblase. Und diese sei am Platzen, oder sie sei bereits geplatzt.

Und schon wieder ein neues ATH in Euro. Bitte mich zukünftig auch als "Experten" interviewen. Verkaufe sogar Glaskugeln. Im Dutzend wirds auch billiger.

Jetzt wissen Sie, dass alle diese "Experten" genauso viel "Experte" sind wie Sie es schon immer waren.

Sie fragen sich vielleicht: Wozu brauchen wir dann alle diese "Experten"? Schliesslich kann jeder für sich selbst auch "Experte" sein.

Das ist zwar richtig, aber der wahrhaftige "Experte" versteht es im Gegensatz zum "Experten" andere über's Ohr zu hauen. Das ist der eigentliche Zweck eines "Experten": Betrug.

Aber kein Betrug ohne eine einfache Abhilfe: Wir sind alle "Experten". Dann klappt das natürlich nicht mehr.

Also, sind sie Willkommen, Herr "Experte". Wie lautet Ihre Prognose? ;-)

Verlinken Sie doch mal die "Expertenmeinung" zur "Goldblase".

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