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Android-Chef Andy Rubin erhebt schwere Vorwürfe gegen Alibaba.
Google und der chinesische E-Commerce-Gigant Alibaba liegen sich weiter in den Haaren wegen einem Acer-Smartphone, dessen Launch vergangene Woche überraschend verschoben wurde. Acer wollte das CloudMobile A800 in China mit Aliyun OS ausliefern.
In der Folge soll Google nach Angaben eines Acer-Managers Druck gemacht haben. Offiziell allerdings nicht wegen dem Konkurrenzverhältnis zwischen Android und dem Alibaba-Betriebssystem, sondern weil dieses ein inkompatibles Derivat von Android sein soll. Dies würde Acer in Konflikt mit den Vereinbarungen der Open Handset Alliance bringen.
Schließlich äußerte sich Alibabas Vizepräsident für den internationalen Geschäftsbereich, John Spelich, zur Lage. "Aliyun OS ist kein Teil des Android-Ökosystems und natürlich muss es daher nicht kompatibel sein", so der Manager laut Wall Street Journal - nicht ohne noch ein Schäufelchen nachzulegen. „Es ist ironisch, dass ein Unternehmen, das so frei über Offenheit spricht, ein geschlossenes Ökosystem unterstützt."
Er sieht keinen Zusammenhang mit Android. „Aliyun ist auf Open-Source Linux aufgebaut. Es kommt mit unseren eigenen Applikationen, etwa E-Mail und Maps. Es wurde gebaut um Cloud-Apps unserer Partner in unserem Ökosystem auszuführen. Es kann ein paar, aber nicht alle Android-Apps ausführen und ist kein Android-Fork.", so Spelich.
Anders beurteilt das Android-Chef Andy Rubin laut AllThingsD. Bei Google hat man Aliyun OS bereits unter die Lupe genommen. Er hält zwar fest, dass das System nicht mit Android kompatibel sein muss, geht aber ansonsten scharf mit dem Konkurrenten ins Gericht. „Aliyun nutzt die Android-Runtime, das Framework und die Entwicklertools. Und euer App-Store enthält Android-Apps, darunter raubkopierte Versionen Google-Programme.", lauten die Vorwürfe.
„Es gibt also keinen Zweifel daran, dass Aliyun auf der Android-Plattform basiert und sich jene Vorteile zunutze macht, die durch die harte Arbeit der Open Handset Alliance entstanden sind."
Spelich konterte kurz darauf. „Aliyun OS nutzt seine eigene Virtual Machine, die sich von Androids Dalvik VM unterscheidet. Dazu verwendet es seine eigene Cloud App-Engine, die für HTML5-Webapps ausgelegt ist. Aliyun nutzt ein paar Teile von Androids Framework und Tools lediglich als Hilfsmittel, um den Usern die Verwendung von Third-Party Apps zu ermöglichen."
Bei Acer hüllt man sicher derweil in Schweigen. Das Schicksal des CloudMobile A800 bleibt ungewiss. (red, derStandard.at, 17.09.2012)
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es geht auch darum die leistungen und investitionen der OHA zu schützen, und das ist richtig so!
kann ja nicht sein, dass einfach einer kommt, sich da frei an der arbeit anderer bedient, um dann ein eigenes proprietäres und geschlossenes system zu erstellen/verkaufen.
eine philosophie hinter open source ist ja auch, dass 'geben und nehmen', und nicht die früchte anderer zum reinen eigennutz/profit ernten.
Ich weiss nicht wo da das Problem ist? Acer gehört der OHA an, Google gehört der OHA an und Aliyun wird sicher nicht ausgeschlossen, wenn es einen Antrag auf Aufnahme stellt. Das Acer jetzt ausschert und sich nicht mehr an Vereinbarungen halten will ist aber deren Problem. In der OHA gibt es klare Richtlinien die eingehalten werden müssen. Das ist ja gerade die Stärke so einer Allianz. Da plärren immer alle dass Open Source so fragmentiert ist und wenns dann eine einheitliche Vorgangsweise geben soll, schreien auch alle. Verträge sind zur Erfüllung da.
omg. google ist ja so toll. und alles offen. kein geschlossenes ökosystem usw usw..
tja für mich sieht das aber nicht so ganz danach aus als würde google den sinn hinter open-source verstehen.
Mit den eigenen Mitteln angegriffen werden ist halt schon eine bittere Pille.
Nur weil es kostenlos ist, heißt das nicht, daß man damit machen kann was man will.
Hausaufgabe: Arbeiten Sie den Unterschied zw. GPL und LPGL heraus.
Wenn Google hier nicht durchgreifen würde, haben wir in zwei-drei Jahren ein Dutzend kleiner "Öko-Tümpel", von denen keiner so richtig was auf die Beine stellen wird.
Am meisten wird es Apple und Microsoft freuen: denn gegen diesen versprengten Haufen haben sie ein einfaches Spiel.
Die Stärke des Android-Systems ist seine Größe. Schauen Sie doch, wie es Bada, WebOS, MeeGo & Co. ergangen ist: keines dieser Systeme hat eine "Kritische Masse" erreicht, um zu einem ernsthaften Konkurrenten zu iOS zu werden.
Klar will Google davon profitieren. Denn vom Tod des WebOS hat weder Palm noch HP was gehabt.
Und vor allem: die Nutzer nicht.
Demnächst werden Android, iOS und WP8 sich den Markt teilen. Die Schwächung von Android wäre da nicht gut.
WebOS, MeeGo oder Blackberry hätten eine reale Chance verdient!
Im Moment ist es leider so, dass die Größe und Macht Googles die Messlatte für jene "kritische Masse" ziemlich hoch legt...
Oder will man in weiterer Zukunft ein Android-Fast-Monopol mit einem dann vielleicht nur mehr in der Nische allein dahinvegetierenden iOS?
gegen Android, iOS oder WP7 verloren haben: sie hatten keine Chance.
Android ist zurzeit sehr verbreitet: richtig. Aber seine Position Ist noch lange nicht so sicher, wie es vielleicht anhand der Zahlen vermuten lässt.
Und wenn ich zwischen Microsoft mit WP8 und Google mit Android wählen muss, wähle ich aus viele Gründen Android.
Denn es geht nicht um die Frage Alibaba oder Google! Es geht um die Frage Google oder Microsoft.
Alles, was vom Android System an Alibaba und Amazon abfließet, schwächt Android und hilft Microsoft.
Und wenn Redmond einmal die Hälfte des Android Volumens ereicht hat, werden wir uns mit Wehmut an Android-Unwegbarkeiten erinnern.
Glaubens mir!
android läuft heute nicht auf so vielen geräten weils so gut ist, sondern weils millionenfach mit billigen handys hergegeben wird … wie damals auch windows.
dem überwiegenden teil der leute ist es egal, ob auf dem Null-Euro-Telefon android oder sonstwas läuft, solange es bunt ist, man draufklicken kann und es navi, browser und angry birds kann.
die werden auch nie das telefon updaten oder nightly builds draufspielen. die wissen nichtmal welches grapferl oder eistüte installiert ist.
google schreit hier laut, weil jemand falsch spielt und hat selbst gezinkte karten.
Aber dass ein derartiges Verhalten von vielen Google-Verfechtern nicht erwartet worden wäre, muss man der Fairness halber auch dazu sagen. Natürlich lässt sich das alles irgendwie rechtfertigen, aber was wenig überraschend doch klar wird, ist, dass Google auch nur ein auf Gewinn, Marktanteile und Einfluss ausgerichteter Konzern ist.
Was wie gesagt wenig überrascht, aber worin sie sich auch nicht gerade von Microsoft oder Apple unterscheiden. Google zehrt halt - noch - vom guten Image der Anfangsjahre.
Das darf Google keiner Vorwerfen. Google hat sich nie als eine gemeinnützige Organisation eingetragen.
Google hat Android herausgebracht, um damit Geld zu verdienen. Das Geschäftsmodell hieß von Anfang an: "nimmt meine Software umsonst, nützt meine Apps und meine Infrastruktur. Gibt mir dafür aber die Möglichkeit durch die Werbung Geld zu verdienen und damit das Ganze zu finanzieren".
Nicht mehr, nicht weniger.
Man kann es gut oder schlecht heißen: aber immerhin war und ist Android bis dato die einzige erfolgreiche OpenSource Plattform für mobile Geräte.
Dass Amazon sich daraus ein Kindle bastelt, damit Geld verdient, nichts "zurückfließen" lässt war nicht ein Teil der Idee.
Auf diese Art haben wir bald 20 kleine Systeme.
bitte erklären Sie es. ich verstehe es auch nicht. html5 als basis kingt doch gut.
auch alibaba ist wesentlich offener als amazon - lässt die firmen unter seiner flagge ohne identitätsverlust weiter leben, unterstützt sie sogar beim eigenen webauftritt. stellt nur bezahlsystem zur verfügung. mensch, wäre es schön, wenn wir in der EU so etwas hätten!
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