Ein Jahr Occupy: Groll auf die Banken hält an

Ansichtssache17. September 2012, 13:16
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New York - Die schweren Eisengitter vor der Börse waren verschwunden; die Banker konnten wieder ungehindert zu ihren Arbeitsplätzen gehen. Heute jedoch sollten die Finanzjongleure etwas mehr Zeit einplanen, wenn sie aus dem Wochenende kommen: "Occupy Wall Street" ist wieder da. Ein Jahr nach dem ersten Protestzug durchs New Yorker Finanzviertel bäumt sich die Bewegung noch einmal auf.

 

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Selbst Bankchefs wie Jamie Dimon von JPMorgan Chase und Vikram Pandit von der Citigroup äußerten so etwas wie Verständnis für den Groll der Occupy-Demonstranten. Direkte Auswirkungen auf die Finanzwelt hatten die Proteste am Ende aber kaum. Den Bankern machten vielmehr die Schuldenkrise in Europa, der maue Wirtschaftsaufschwung in den USA und schärfere gesetzliche Auflagen infolge der Finanzkrise das Leben schwer. Dieses Jahr dürften die Boni deshalb eher mager ausfallen. Es wäre zumindest eine kleine Genugtuung für die "99 Prozent". (APA, 17.9.2012)

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