SPD will ihren Kanzlerkandidaten schon früher küren

17. September 2012, 21:19

Entscheidung zwischen Steinbrück und Steinmeier spätestens auf Bundesparteitag Anfang Dezember

Berlin - Die deutschen Sozialdemokraten wollen die Frage, welche SPD-Politiker Angela Merkel im Bundestagswahlkampf 2013 direkt herausfordern soll, nun doch schon früher klären als ursprünglich geplant. In deutschen Medien wird spekuliert, dass der Kanzlerkandidat am SPD-Parteitag Anfang Dezember bekanntgegeben werden soll.

Ursprünglich war die Kür für Ende Jänner vorgesehen gewesen. Doch in der SPD wird das Zögern der Troika zunehmend kritisch gesehen. Laut Leipziger Volkszeitung gibt es nun ohnehin nur noch zwei Kandidaten: Peer Steinbrück, der in der großen Koalition von 2005 bis 2009 unter Merkel Finanzminister war, und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, der in derselben Zeit als Außenminister diente.

Parteichef Sigmar Gabriel hingegen soll keinen Anspruch mehr stellen. Laut Umfragen hätte der impulsive und gelegentlich sprunghafte Gabriel im direkten Duell gegen die pragmatische Merkel auch die schlechtesten Chancen. Doch auch die beiden "Stones" - Steinmeier und Steinbrück - lässt Merkel hinter sich.

Die Bundeskanzlerin betonte am Montag in Berlin, sie wolle auch nach 2013 mit der FDP regieren. Eine große Koalition mit der SPD könne sie " nicht ausschließen", sie werde "aber auch nicht darauf hinarbeiten". Auf die Frage, was denn in der schwarz-gelben Koalition besser laufe als zuvor in der großen Koalition unter ihrer Führung, antwortete Merkel: " In einer großen Koalition gibt es immer noch einen Partner, der auch gern den Kanzler stellen möchte." (bau, DER STANDARD, 18.9.2012)

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24 Postings

Die Deutschen würden am ehesten Kraft wählen, aber das SPD Herrschaftsgefüge ist zu starr, um nicht Steinbrück zum Kandidaten zu machen.

Ich wünschte mir,...

... Hannelore Kraft ginge noch mal in sich.
Mit der Power, die sie in NRW entwickelt, könnte sie im Bund viel bewirken.
Sie ist noch Sozialdemokratin!

Ich stimme Ihnen zu, aber Kraft kann jetzt NRW nicht den Rücken kehren. Das ist einfach zu wichtig!

Eigentlich ist es völlig wurscht welcher SPD Zwerg unter Merkel dienen wird!

Ärgerlich ist, dass die SPD und Grünen mit ihrer Trotzhaltung gegenüber den Linken, seit Jahren einen echten Politikwechsel verweigern.

Die SPD ist so wichtig wie ein Kropf

Wer die wählt, kann noch nicht alt sein oder leidet unter Gedächtnisverlust.

Zum letzten Absatz der APA-Meldung:

"Demnach kommt die Union auf 38 Prozent (plus zwei Punkte), die SPD auf 26 Prozent (minus zwei Punkte)"

Ich weiß nicht, wo die APA diese Zahlen her hat. Laut Wahlrecht.de hatte bei der Bundestagswahl im September 2009 die CDU 33,8%, die SPD 23,0%

http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm

Emnid weist also derzeit für die CDU gegenüber der Wahl 2009 ein Plus von 4,2 Prozentpunkten aus, für die SPD en Plus von 3,0 Prozentpunkten.

Das bezieht sich auf die Umfrage der letzten Woche und nicht im Vergleich zur letzten Wahl

Die beiden "Steinis" vom rechten Parteiflügel...

... könnten es untereinander ausmachen, wer von ihnen die SPD als Spitzenkandidat in die nächste Niederlage führen wird (Steinmeier hat ja sogar schon praktische Erfahrung darin). Dasselbe gilt für den Dritten im Bunde, Gabriel.

Alle drei könnten jederzeit in der CDU quer einsteigen, ohne irgendwelche Änderungen an ihren Ansichten vornehmen zu müssen.

Die SPD sollte eigentlich schon lange unter die Schröder-Ära einen Schlusstrich gesetzt haben, aber sie will das offenbar nicht. Es war, ist und bleibt ein neoliberales Trauerspiel, was die SPD da bis zum Abwinken aufführt.

Ach wie süß.

Sicher, der Seeheimer Kreis ist - auf die Wirtschaftspolitik bezogen - der CDU-Basis näher als dem linken SPD-Flügel (der auch über keinerlei nennenswertes Personal verfügt).

Aber die Rechte ist in Deutschland durch Parteien mehr schlecht als recht vertreten. Nebst CDU/CSU gibt es doch keine Alternative.

Links-von-der-Mitte-Wähler haben hingegen Auswahl en masse: SPD, die Linke, Bündnis90-die Grünen und die Piraten.

Von daher hält sich mein Mitleid in Grenzen.

Mein Mitleid hält sich auch in Grenzen.

(Abgesehen davon sehe ich die SPD insgesamt schon lange nicht mehr "links der Mitte", wegen des innerparteilich allein bestimmenden rechten Flügels.)

was an den grünen und der spd in D noch links sein soll ist mir ein rätsel, aber scheinbar reicht es in opposition ein paar phrasen zu dreschen, um dann wenn man in regierungsverantwortung ist, genau die gegenteilige politik zu machen - und trotzdem wird man als links bezeichnet

Nicht links-, sondern...

...Links der Mitte.

Stand aber auch so im obigen Beitrag.

ok, aber selbst links der mitte ist völlig daneben beschrieben, amximal mitte - MAXIMAL

Nicht Satisfaktionsfähig!

Die 2 Dicken werden es nicht reißen. Aktuell fahren die schon einen Schmusekurs zu Merkel.
Laberer haben wir schon an der Macht, da braucht D keine neuen Alten!
An Sprachkompetenz fehlt auch noch, allein der Ausdruck "Agenda 2020" läßt mich das schlimmste vermuten.
Ich fordere die Diaspora für Abgeordnete aus Hannover und Umgebung!

die können die Köpfe zusammenstecken so viel sie wollen, ein Merkel wird trotzdem nicht daraus

Laut Emnid ist die SPD derzeit kein Gewinner.

http://www.heise.de/tp/blogs/8/152791

Und das völlig zurecht, solang's den gleichen antisozialen Unsinn wie die CDU als Programm verkaufen.

Jeder dieser beiden Herren könnte mit seinen politischen Ansichten auch ohne weiteres Kanzlerkandidat der C-Parteien werden

Die SPD könnte erwägen mit der CDU zu fusionieren. Dann würde es nicht so sehr auffallen, wenn die SPD Mandatsträger nach der Abwahl in jene Unternehmen einsteigen die in ihr Ressort fielen.

Steinbrück ist ein arroganter Dampfplauderer und Phrasendrecher der übleren Sorte

Sein geistiges Niveau ist beschrankt und man sieht es. Steinmeier ist aalglatt und unserem HBP ähnlich, was sich im Wahlkampf besser verkaufen lässt. Gabriel ist mit der Glühlampengeschichte desavouiert und wird nix.
Meine 2cent Prognose.

Kann es sein,
dass Sie Steinbrück mit Steinmeier verwechseln?

Hm, der eine hatte seine Chance schon und den anderen halte ich schlicht nicht für mehrheits- und gesellschaftsfähig.

DAS sind Luxusprobleme!

2!, nein sogar 3 Kandidaten(mit Gabriel) allein in der SPD zu haben, die allesamt einen respektablen Bundeskanzler abgeben würden.

(egal, wie man jetzt parteipolitisch dazu steht: honorige, ernsthafte und staatsmännische Gestalten sind die 3 allemal.)

Und was haben wir?.....

NOTLÖSUNGEN, EINÄUGIGE unter Blinden, KLEINSTE GEMEINSAME NENNER,
mit einem Wort: NUDELDRUCKER aller Coleur.

Vielleicht könnt man den Cap überreden, Staatsmann zu werden .....bruhahaaaaaaa!

egal, wie man jetzt parteipolitisch dazu steht: honorige, ernsthafte und staatsmännische Gestalten sind die 3 allemal.
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LOL!!!!!!!!!!!

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