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Unverbessert: Die Situation der Freien Mitarbeiter des ORF.
Wien - "Rotzig" und "unsensibel" nannte Finanzdirektor Richard Grasl den Protest freier ORF-Mitarbeiter. Die kontern: "Wenn man die Nase voll hat, kann man schon 'rotzig' werden." Sie fänden Verantwortung ihnen gegenüber und "zügige, seriöse Verhandlungen" von ORF-Chef Alexander Wrabetz "konstruktiver", als "nun fieberhaft nach Verantwortlichen für den offenen Brief zu suchen".
Zu Recht habe der Betriebsratschef bisherige Gespräche abgebrochen, sie seien mangels finanziellen Spielraums nicht ernst zu nennen. So sehen sie auch Radiodirektor Karl Amons Angebot, einem Teil der Freien 20.000 Euro Jahresfixum zu zahlen: Pflichten, Arbeitsrechts- und Versicherungsfragen seien da ungeklärt.
Unterdessen berichten Insider vom Auftrag an TV-Sendungsverantwortliche, möglichst keine freien Mitarbeiter mehr zu beschäftigen. (red, DER STANDARD, 17.9.2012)
>>> Auf Seite zwei Stellungnahme der Freien ORF MitarbeiterInnen zur Aussetzung der Honorarkatalogverhandlungen im Wortlaut
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Skurrile Situation: Journalisten in prekären Jobbedingungen gestalten Beitrag über prekär beschäftigte Künstler
Freie sollen vor allem lohnsteuerpflichtige Honorare mit Sozialversicherung erhalten, ihre prekäre Entlohnung etwas verbessert werden
Wrabetz will die engen zeitlichen Limits für freie Mitarbeiter lockern
mir ist der konflikt unverständlich. viele kleinunternehmer werden vom orf in zukunft nicht mehr beschäftigt, weil das unternehmen hofft, die arbeit von angestellten erledigen lassen zu können. das ist doch grundsätzlich eine gute sache!
bitter natürlich für jene, die jetzt keine aufträge mehr bekommen, aber leider das risiko jedes unternehmers.
was wäre die alternative, beide gruppen zu bezahlen? ich denke der orf muss wirtschaftlich geführt werden, hauptsächlich mit dem nutzen für den eigentümer=geführenzahler im blick.
Sie treffen es auf den Punkt! Diese "Freien" hâtten gerne alles: Sicherheit des ORF UND trotzdem überall anders auch arbeiten können. Eine feste Anstellung haben viele von ihnen jahrelang abgelehnt. Jetzt, wo es dem ORF schlecht geht, schauen sie blöd und treffen auf einen Finanzdirektor, der eben nicht vor dem Zentralbetriebsrat in die Knie gehen will.
Warten wir das Ende ab, noch leben ja die Absurditäten im ORF, vielleicht bekommen die Freien noch ihr sorgenlose Auskommen.
...denn gerade im kreativ-gestalterischen Bereich arbeiten viele Menschen lieber "freier", schon allein weil dieser Bereich einer völlig anderen Arbeitsweise entspricht. Das ist doch legitim! Und nur weil sie "frei" arbeiten, müssen nicht gleich zu "Freiwild" werden und schlechter bezahlt und ausgenutzt werden....
Die ORF-Führung verdeutlicht mit ihrem Debattenbeitrag den Stellenwert öffentlicht-rechtlicher Inhalte im neu-ausgerichteten ORF.
Langfristig wird sich die Politik ohnedies einer Debatte über die gebührentechnische Neuorganisation öffentlich-rechtlicher Medien-Inhalte im Zeitalter des Internets nicht entziehen können. An deren Ende könnte eine Kulturflat-Rate (in etwa gleicher Höhe) stehen, von der auch Künstler oder österreichische Qualitätstageszeitungen profitieren, die ihr Angebot kostenlos im Internet anbieten.
ist es denn so unvorstellbar, eine Gebühr gänzlich zu streichen und die Haushalte zu entlasten?
Ist es so unvorstellbar, dass auch Kultur und Kunst einer Marktnachfrage gehorchen (und nicht auch von jenen zwangsbezahlt werden, die dafür freiwillig nichts geben)?
da kommen sva und fa weg, bleibt netto nicht mehr viel. aber mensch wäre dann weisungsgebunden. nach wie vor kein urlaubsanspruch. aber nacht- und wochenendarbeit als normalfall. und again: kein anspruch auf krankengeld, arbeitslose, ect. und noch immer: eine umgehung eines legalen dienstverhältnissen mit rechten und pflichten für beide seiten. eine schande.
Kein Geld für freie Mitarbeiter aber 400000 Euro für die Übersiedlung der GD sind also vorhanden???
Selbstredend sind diese Übersiedlungskosten auch schon überzogen?
Und der Superalex hat wieder ein Badezimmer in seinem Büro welches eh ned braucht wird???
... wirkt Richard Grasl auf mich, mit seinen Ansagen. Was die Freien wollen ist eine faire Entlohnung!! Schon auch deshalb, weil sie im Vergleich zu den ORF MitarbeiterInnen der Verwaltungs- und Adminstrativposten minimalst verdienen. Stichwort Pelinka: Da wurde in den Medien ein Einstiegsgehalt von 5.270,65 Euro brutto monatlich kolportiert. Auch wenn Pelinka gestoppt wurde, würde mich interessieren wie Hr. Grasl die krasse Schere im ORF Verdiensteinkommen rechtfertigt! Kreativposten werden im Vergleich zu Verwaltungsposten offenbar geringer geschätzt, warum?!
Wie kann ich als ZuhörerIn die Freien unterstützen?!
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