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Tankwarte sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Nicht einmal die italienischen, die es bisher mühelos schafften, die mürrischen Grün- und Blaumänner in unseren Breiten locker auszustechen. Supernett, hilfsbereit und charmant hätten sie bei 35 Grad vermutlich sogar Heizdecken verkaufen können.
Als wir uns in den Abruzzen aus dem Auto gesperrt und nicht einmal Münzen für die Telefonzelle bei uns hatten, stellte uns einer dieser freundlichen Zeitgenossen gar sein Büro als Telefonzentrale zur Verfügung. Wir revanchierten uns mit saftigem Trinkgeld.
Anhaltende Wirtschaftskrise, ausbleibende Kundschaft und natürlich die billigeren Selbstbedienungszapfsäulen dürften allerdings aufs sonnige Gemüt drücken. Oder sonst wohin, denn einige Tankwarte entwickelten ungewohnte Geschäftstüchtigkeit. Wer sich mit einem lässigen "pieno" den Tank bis zum Anschlag befüllen lässt, wird nicht selten überrascht.
Unter Garantie wird nämlich nicht herkömmlicher Diesel oder Superbenzin eingefüllt, sondern eines dieser verheißungsvollen Premiumprodukte, das dem Motor besonders guttut. Angeblich, denn sicher ist angesichts der versprochenen Wohltaten von mit Schnickschnack angereicherten Treibstoffen nur eines: Sie schaden dem Konto. Denn weniger Abgase, stärkere Performance, reduzierter Verbrauch und eine ominöse "Premium-Biokomponente" schlagen mit ein paar Euro zu Buche.
Ob der Tankwart für den Ökoschmäh Provision bekommt, ist nicht überliefert. Aber was tut man nicht aus Liebe zum Auto. (Luise Ungerboeck, Der Standard Printausgabe, 14.9.2012)
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Wohl wurden die legendär mürrischen Amtskappler abgeschafft, getarnt als Straßenbahn-Zugführer kurven sie aber munter weiter
was wollen sie uns damit sagen?
hättens die grünen durchgesetzt würde ich hut ab sagen.
offensichtlich habens aber wieder mal die bösen öl-multis durchgesetzt und die scheichs feiern halli galli.
also wer ist nun erfolgreicher?
leider die scheuchst - somit thumb down für die grünen.
eine echte loser partei eben !!!
Fr. Ungerböck, ich habe eine entsetzliche Nachricht für Sie.
Dazu sollten Sie sich vielleicht hinsetzen, damit Sie der Schock nicht umwirft.
Tankstellenbetreiber sind Kapitalisten, die leben vom Verkauf der Ware.
Schlimm, ich weiß, aber so ist die kalte Realität des Neokaputalismus ;-)
Wirklich sehr schlau! Das ist bei den heutigen Autos wirklich echt eine bemerkenswerte Leistung.
Selbst früher ohne Zentralverriegelung habe ich mir angewöhnt, die Fahrertüre immer von aussem mit dem Schlüssel zuzusperren und niemals mit gedrückten Knopferl zuzuschlagen. Resultat: Man kann den Schlüssel nicht einsperren.
Aber heute mit Fernbedienung und ZV: Wie kann man sich da noch aussperren?!?
Nicht-ZV Auto Kofferraum aufgesperrt, Schlüssel in den Mantel eingesteckt, Koffer rein, Mantel oben drauf und zu... zum Glück hatte die Beifahrerin beim Aussteigen am Vortag vergessen, die Türschnalle gezogen zu halten und die Beifahrertür war die ganze Zeit offen.
Geliehenes ZV Auto aufgesperrt, Zeugs auf den Rücksitz gelegt, dabei Schlüssel aus der Hand gefallen und Tür zu. Auto hat sich dann mit der "Wiederversperrautomatik" zugesperrt weil die Fahrertür nach dem Aufsperren nicht geöffnet wurde. Diesmal musste wer von der Werkstatt mit dem Ersatzschlüssel vorbeikommen...
OK, sowas wie eine "Wiederversperrautomatik" sind natürlich grausame Fallen, die nur eine Art sadistischer Ader der Software-Entwickler zurückzuführen ist. Ich bin sicher, das war der Brüller, als jemand nach ein paar Bier beim Feierabend die Idee vorgebracht hat.
Da ist das Keyless System von Renault den anderen um Welten voraus: Da wird der Autoschlüssel von Sensoren im Innenraum erfasst und das Auto lässt sich gar nicht verschliessen, solange der Schlüssel drin liegt.
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