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Berlin - EADS macht einem Zeitungsbericht zufolge der Politik Zugeständnisse für die geplante Megafusion: Für den Zusammenschluss mit dem britischen Rüstungskonzern BAE Systems bietet der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern der deutschen Regierung entscheidende Mitspracherechte an, wie die "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe) vorab unter Berufung auf Branchenkreise berichtet. Erstmals solle Deutschland ein Vetorecht erhalten. Dieses Privileg hat bisher nur die französische Regierung.
Die geplante Satzung von EADS-BAE Systems sieht dem Blatt vor, dass kein einziger Aktionär - ob privat oder staatlich - künftig mehr als 15 Prozent am Konzern halten darf. Andernfalls könnten Deutschland, Frankreich oder Großbritannien widersprechen. Zudem müssten Vorstand und Verwaltungsrat mehrheitlich von EU-Bürgern besetzt sein. EADS sei offenbar auch zu einer weitgehenden Arbeitsplatz- und Standortgarantie für Deutschland bereit.
Die beiden Unternehmen hatten am Mittwoch überraschend mitgeteilt, dass sie sich zu einem neuen Megakonzern in der Luft-, Raumfahrt- und Rüstungsindustrie mit einem Umsatz von rund 72 Milliarden Euro zusammenschließen wollen. 60 Prozent in dem neuen Unternehmen, das Boeing als Weltmarktführer ablösen würde, sollten die EADS-Aktionäre halten, 40 Prozent entfielen auf BAE. Dieses Kräfteverhältnis wird von vielen Experten als Benachteiligung der EADS-Seite gesehen. (APA, 16.9.2012)
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