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Maria Saal - Rund 300 Teilnehmer sind am Sonntag zum umstrittenen "Heimkehrertreffen" am Kärntner Ulrichsberg in Maria Saal gekommen. Sie pilgerten zur Gedenkstätte, um dem Ende des Zweiten Weltkrieges zu gedenken. Das Treffen begann mit einiger Verspätung, weil es Schwierigkeiten mit dem Transport zur Gedenkstätte gab. Überraschend durfte das ehemalige Mitglied der Waffen-SS, Herbert Belschan von Mildenburg, doch eine Ansprache halten.
Der Obmann der Ulrichsberggemeinschaft, Hermann Kandussi, hatte am Donnerstag nach öffentlichen Protesten noch erklärt, von Mildenburg werde nicht sprechen. Am Sonntag begründete er die Nominierung von Mildenburgs als Redner damit, dass man sich von niemandem vorschreiben lasse, wer bei der Gedenkveranstaltung reden dürfe. Laut Mitgliedern des "Arbeitskreises gegen den Kärntner Konsens" soll Kandussi von einer Finte gesprochen haben, um die Medien zu beruhigen, die "von da an still" gewesen waren.
Kandussi teilte dann kräftig aus, so übte er scharfe Kritik am Fehlen des Bundesheeres, das ja seit 2009 nicht mehr teilnehmen darf. Scharfe Worte gab es auch in Richtung Medien wegen der Kritik an dem Treffen. Kandussi betonte, dass das Treffen "trotz immerwährender Angriffe der Systemmedien" Zukunft habe und unterstrich, dass das Motto "Nie wieder Krieg" laute.
Herbert Belschan von Mildenburg betonte, er spreche als "simpler Heimkehrer", der als Jugendlicher als Mitglied der Waffen-SS in den Krieg gezogen sei und nach vier Jahren Krieg und Gefangenschaft wieder nach Hause gekommen sei. Auch zwei weitere Heimkehrer hielten Ansprachen, dazu trat auch ein Vertreter der Gedenkgemeinschaft für Walter Nowotny ans Rednerpult.
Am Rande des Treffens waren einige junge Männer zu sehen, die offensichtlich der Neonazi-Szene zumindest nahestehen. Die Veranstaltung selbst verlief aber ohne jegliche Zwischenfälle, wie seitens des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung auf erklärt wurde.
Das Treffen, das 2009 nach dem Aussteigen des Bundesheeres abgesagt worden war, hatte in den vergangenen zwei Jahren nicht am Berg stattgefunden, sondern einmal in Maria Saal und vergangenes Jahr im Klagenfurter Konzerthaus, heuer wurde es wieder an die alte Stätte zurückverlegt. Der Zulauf entsprach nicht ganz den Erwartungen der Veranstalter, Kandussi hatte im Vorfeld erklärt, er rechne mit bis zu 1.000 Teilnehmern. (APA/red, derStandard.at, 16.9.2012)
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Erschreckend:
Offensichtlich haben die viel Freude mit der Verherrlichung und Verharmlosung der Wehrmacht, der SS und des 3. Reiches, siehe:
http://www.facebook.com/Ulrichsbergtreffen
Kommentare offensichtlich zum Großteil aus der Neo-N***i-Szene
Wer selber so einen gehabt hat, weiß, dass das auch nur Menschen sind. Meiner war ein zerstörter Mensch - unfähig, über irgendwas zu reden. Anfangs aber schwer kriegsbegeistert.
Ich kann mir absolut vorstellen, dass es kränkend ist, sich als Veteran und ehem. "Held" plötzlich i.d. Öffentlichkeit pauschal als Verbrecher anfeinden lassen zu müssen. Es kann gut sein, dass man als solcher seine Kameraden trifft, um mit Erlebtem umzugehen usw. Das Szenario heißt dann "Naziopatratscherl" und wenn der Ulrichsberg so ein Treffen von alten, kaputten Männern wäre, würde mich das nicht stören. Schlimm u absolut inakzeptabel ist, dass da JUNGE Menschen zuhören und den Schaß glauben!
Warum setzen diese alten Männer immer noch auf ein braunes Image, haben die nichts, rein gar nichts, in Kärnten dazugelernt???
Was aber noch viel erschreckender ist, dass die "Freiwillige Feuerwehr" sich bereitwillig in den Kreis der Gestrigen einfandt
Das können viele Menschen einfach nicht mehr nachvollziehen und werden auch zukünftig die Feste der blaubraunen Florianijünger meiden ...
als in den 1970er jahren die freiwilligen feuerwehren zu körperschaften öffentlichen rechts erhoben wurden träumte doch gleich so ein feuerwehrhäuptling bei uns von der bewaffnung der feuerwehren!
denken sie nach, spinnen sie den gedanken weiter und sie brauchen sich gar nicht wundern!
es ist einfach unverständlich, so was von letztklassig, dass einige uniformierte ff männer stellvertretend für die "freiwilligen feuerwehrn" hier ganz willentlich und stolz mitmarschieren und damit ihre ehrenbekundung - gegenüber einem verbrecherischen system - deklarieren, und dies in einem reigen von leuten - die die braunen gräultaten anscheinend nicht tragisch finden und ihre "kriegs-helden", auch jene der ss, offenkundig betrauern. aber dass jener rote kandussi - es als ganz legetim empfindet, ohne jegliche unrechtserinnerung an die vielen millionen verbrechen - die seine "kameraden" im ausland verübten und auf dem gewissen haben. und eine kärntner spö hier dem treiben eines kandusis fast lautlos zuschaut, ... einfach nur traurig :(
Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt meinte, dass Dörfler „über keine juristische Ausbildung verfüge“ und „die strafrechtliche Tragweite seiner Handlungen nicht einzuschätzen vermochte“.
das ist kärnten, war ja zu k.u.k. zeiten auch nicht besser. da galten die auch schon als hinterwälderisch
Der Tattergreis hat vor grad 300 Personen (von denen man annehmen kann, dass er sie nicht bekehren musste) gesprochen. Ist das nicht blunznwurscht?
Der wahre Schaden wird durch die Medien angerichtet, indem man solchen Schneebr*nzern mehr Aufmerksamkeit zukommen lässt, als ihnen zusteht!
Das Problem erledigt sich ohnedies durch Zeitablauf. Ich glaub kaum, dass man in 5 Jahren noch so einen Alten findet, der in der Lage ist, beim Ulrichsbergtreffen eine Rede zu halten!
Nachdem der ORF seine Mikrofone dort hatte, müsste es ja auch Aufzeichnung der diversen Ansprachen geben. Weiss wer, wo man die bekommen kann? Würde mich interessieren, was die da so von sich geben. Oder wird dies geheim gehalten, damit es nicht Anzeigen hagelt?
Die Chefredakteurin vom Standard, Frau Föderl-Schmid, verfasste kürzlich einen Kommentar zu dem verbalen Übergriff auf einen Rabiner in Wien, bei dem Polizisten aktiv wegschauten.
Am Ulrichsberg kann ein SS-Mann die Aussage bringen, dass doch an der SS nichts schlimmes gewesen sei.
Und die Medien? Der ORF, zum Beispiel? Der ORF berichtet weder kritisch noch sonst wie über diese Vorgänge und widmet sich stattdessen dem Skandal um Rechtsradikale in Deutschland. Das ist in der Tat ein Skandal, der gerade intensiv aufgearbeitet wird, mit einem sehr gut funktionierendem U-Ausschuss, bei dem die dort vertretenden Politiker den Behörden und der Politik einheizen.
Wenn hierzulande, auch von den Medien, aktiv weggeschaut wird, ist etwas faul!
... den adolf auf einem wolkerl ...
http://www.flickr.com/photos/ma... otostream/
... so glückselig wie der dreinschaut
erstaunlich und zugleich erschreckend, wie viele jüngere und junge Leute dort im Publikum zu finden sind. Sogar eine "Abwehrkämpfer Jugend" gibt es in diesem komischen Verein. Irgendwie sollte sich diese Vereinigung von alten und auch zukünftigen Ewiggestrigen einfach von selbst in Luft auflösen...
Nach jahrzehntelangem Quellenstudium hat der alte herr sicherlich dort gesagt, dass die WaffenSS von verbrecherischen Generälen geführt wurde, die völlig zu Recht, leider zuwenige, nach 1945 als Kriegsverbrecher bingerictet wurden. Auch verstehe er jetzt, wie sie, die Kameraden damals verblendet und getäuscht wurden.
Noch nachträglich verspürt er Genugruung, dass der ches des RSHA, HEYDRICH, im Rang eines Generals der Waffen SS VOM tschechischen Widerstand eliminiert wurde.
So, kameraden und jetzt lasst uns auf die Republik anstossen, auf dass nie mehr ajugendliche , wie wir, füs so ein verbrecherisches Regime eingespannt werden.
Unsere naechste Reise wird Auschwitz sein, wo wir in Demut und Scham eine Kranz niederlegen werden.
"eliminiert"? Sie verwenden für die Ermordung des Verbrechers Heydrichs wirklich die selben Worte wie für den Mord an Millionen Menschen aus rassistischen, antisemitischen, sexistischen usw. Gründen?
Das zeigt welches Geistes Kind sie sind.
Hoch lebe der tschechische Widerstand! Hoch lebe der italienische Widerstand, die Mussolini dran gekriegt haben! Hoch lebe der Widerstand in ganz Europa und der ganzen Welt für jeden Faschisten, den sie erwischt haben!
Bellschan von Mildenburg in seiner U-Berg-Rede über sich: "...simpler Heimkehrer, der als Kriegsfreiwilliger der Waffen-SS in den Krieg zog und (...) zu den letzten noch lebenden Altsoldaten der so genannten Erlebnisgeneration zählt.“
Hermann Kandussi, Präsident der Ulrichsberggemeinschaft im O-Ton: „Was soll denn Schlechtes an der SS sein?“ (ORF) sowie "Sagen Sie mir ein Verbrechen, das die Waffen-SS begangen hat." (Kurier)
Naja, der Rest der Reden wird wohl ähnlich gewesen sein...
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