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Marcos Nader geht seinen Weg.

Sprott protestiert.

Hernandez jubelt.
Bamberg/Las Vegas - Österreichs bester Boxer Marcos Nader ist als Profi weiter unbesiegt. Der 22-jährige Mittelgewichtler besiegte am Samstag in Bamberg den Franzosen Damien Bertu einstimmig nach Punkten und feierte damit in seinem 16. Profikampf den 16. Sieg. Nun winkt dem Wiener, der in der europäischen EBU-Rangliste auf Rang zwölf aufscheint, ein Titelkampf. Am 2. November könnte es in Österreich um einen EM-Titel gehen.
Nader, der mit dem Falco-Lied "Vienna Calling" einmarschierte, gewann seinen zweiten Kampf über zehn Runden klar. Die Punkterichter sahen ihn zweimal mit 99:91 und einmal mit 98:92 als Sieger.
Im Cruisergewicht verteidigte Yoan Pablo Hernandez aus dem deutschen Sauerlandstall seinen IBF-Weltmeistertitel Der 27-jährige Exil-Kubaner bezwang Samstagnacht in Bamberg den Kanadier Troy Ross in zwölf Runden einstimmig nach Punkten (114:113, 115:112, 116:112). "Respekt für Troy. Er war ein großer Gegner. Mir war klar, dass er einen harten Punch hat. Ich musste immer aufpassen", sagte Hernandez.
Für Hernandez war es der 27. Sieg im 28. Profikampf, Herausforderer Ross verlor in seinem 28. Kampf zum dritten Mal. In seiner ersten Pflichtverteidigung war der Titelverteidiger nur in der Anfangsphase der dominierende Boxer. Der elf Zentimeter kleinere Kanadier nutzte in der Folge aber Deckungsschwäche von Hernandez immer wieder zu klaren Treffern, so dass das schlagstarke Gefecht bis zur letzten Runde auf des Messers Schneide stand. Am Ende war Hernandez glücklich der Sieger.
Für Aufregung sorgte ein Eklat mit österreichischer Beteiligung: Der österreichische Ringrichter Gerhard Sigl wurde von Schwergewichtler Michael Sprott tätlich angegriffen, nachdem der Brite zum K.o.-Verlierer des Kampfes gegen den Deutschen Edmund Gerber erklärt worden war.
Sprott war von Sigl nach einem Wirkungstreffer Ende der vierten Runde ausgezählt worden. Der Brite war mit der Entscheidung jedoch nicht einverstanden und attackierte den Referee zunächst verbal, ehe er ihn zu Boden schubste. Der 37-jährige Profiboxer habe sich umgehend bei allen Beteiligten entschuldigt, teilte die Sauerland-Promotion mit. Dennoch dürfte der ehemalige Commonwealth-Meister nicht um eine Strafe herumkommen.
In Las Vegas überstand Sergio Martinez im WBC-WM-Kampf im Mittelgewicht einen schweren Niederschlag in der letzten Runde und kürte sich zum neuen Champion. "Er hat bis zum Ende Herz gezeigt", sagte der Argentinier über den mexikanischen Titelverteidiger Julio Cesar Chavez Junior. Bis dahin war der 37-Jährige allerdings zu schnell für Chavez, dem er nicht nur eine blutige Nase verpasste, sondern auch noch dessen linkes Auge arg in Mitleidenschaft zog. "Ich war 20 Sekunden davon entfernt, ihn auszuknocken. Ein Retourkampf ist gerechtfertigt", lautete die unmittelbare Kampfansage des Mexikaners. (APA/Reuters/AFP/Si, 16.9.2012)
Ergebnisse von Box-WM-Kämpfen am Samstag: In Bamberg, IBF-WM im Cruisergewicht: Yoan Pablo Hernandez (CUB) s. Troy Ross (CAN) nach Punkten
In Las Vegas: WBC-WM im Mittelgewicht: Sergio Martinez (ARG) s. Julio Cesar Chavez Junior (MEX/TV) nach Punkten; Superwelter: Saul Alvarez (MEX/TV) s. Josesito Lopez (USA) Abbruch in der 5. Runde
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Hut ab, Marcos. Hast sehr gut geboxt und weiter so. Bin gespannt ob es am 2.11 tatsächlich zu einem Titel-Fight kommt. Wäre ein Hit, in Schwechat einen EM Gürtel zu ergattern, vor deiner Fam. und Freunde. Bin auf jedenfall live dabei.
Finde es echt Schade das insb. ATV den Kampf nicht übertragen hat, da es um viel ging. Für unseren Box nachwuchs wäre eine Live-Übertragung ein hit. Also atttackke und weiter so!!! ;)
Ross war gestern der klar bessere Mann, die Punktewertung für Hernandez ein klares Fehlurteil.
Der Eiertanz von den ARD Kommentatoren "ein Unentschieden wäre eventuell gerechtfertigt gewesen" war mehr als peinlich.
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