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Kilian Fischhuber am Weg zur Silbermedaille
Paris - Österreichs Kletter-Asse haben am Samstagabend bei den Weltmeisterschaften in Paris mit Gold, Silber und Bronze groß abgeräumt. Angela Eiter krönte sich dabei vor mehr als 9.000 Zuschauern im ausverkauften Palais Omnisport erneut zur Vorstiegs-Weltmeisterin. Es war bereits der vierte WM-Titel für die 26-jährige Tirolerin nach 2005, 2007 und 2011, damit ist die Imsterin in eine neue Dimension im Klettersport vorgestoßen.
"Hier in Paris Gold zu gewinnen ist ein magischer Moment. Das ist einer der emotionalsten Momente in meinem Leben", betonte Eiter nach ihrem historischen vierten WM-Triumph, der gleichzeitig ihr letzter war, da sie bereits zuvor angekündigt hatte, 2014 nicht mehr an den Weltmeisterschaften teilzunehmen. Eiter stieg als vierte Athletin in die Finalroute ein und drang bis zu einer Höhe von 48+ vor, ehe sie sich wenige Züge vom Top entfernt ins Seil fallen lassen musste.
Neben der Triumphatorin strahlte aber auch ihre Teamkollegin Johanna Ernst (42+), die hinter der Südkoreanerin Kim Jain (44+) Dritte wurde. "Bronze zu holen ist genial", erklärte die gebürtige Salzburgerin, die sich vor drei Jahren als 16-Jährige zur bisher jüngsten Vorstiegs-Weltmeisterin gekürt hatte.
Für die erste ÖWK-Medaille des Abends hatte Kilian Fischhuber mit Silber im Boulder-Bewerb gesorgt. Für den Niederösterreicher, der seit 2005 insgesamt fünfmal den Boulder-Gesamt-Weltcup gewonnen hatte, war es erst die zweite WM-Medaille nach 2005, als er in München ebenfalls Silber geholt hatte. Der große Traum vom Einzel-Gold erfüllte sich für den 29-Jährigen allerdings auch in Frankreichs Hauptstadt nicht.
Boulder Nummer drei brachte im Finale die Entscheidung zuungunsten von Fischhuber. Während der Mann aus Waidhofen an der Ybbs weder die Zonen- noch die Topwertung erreichte, gelang es dem russischen Titelverteidiger Dimitrij Scharafutdinow, diesen Boulder zu lösen und an Fischhuber vorbeizuziehen. Am letzten Boulder machte der Russe dann alles klar und holte sich mit einem "Flash" nach 2007 und 2011 erneut den WM-Titel in dieser Disziplin.
Fischhuber sicherte sich anschließend vor dem russischen Gesamt-Weltcupsieger Rustam Gelmanow noch Platz zwei. "Ich freu' mich natürlich über Silber. Dennoch ist es bitter, dass ich es in meiner langen Karriere nie geschafft habe, Weltmeister zu werden", lautete der erste Kommentar von Fischhuber. Diese anfängliche Niedergeschlagenheit schlug jedoch recht schnell in Zufriedenheit und Erleichterung über eine erneute Weltklasseleistung und die Realisierung des Medaillentraums um.
Im "Windschatten" der Erfolge in den Disziplinen Lead und Boulder nähern sich Österreichs Speed-Damen der absoluten Weltspitze. Stefanie Pichler und Alexandra Elmer, die sich beide für das WM-Achtelfinale qualifizierten, mussten sich in den direkten Geschwindigkeitsduellen in der Runde der letzten 16 nur jeweils knapp geschlagen geben. Damit belegten die 20-jährige Oberösterreicherin Pichler und die erst 16-jährige Salzburgerin Elmer in der Endabrechnung die Ränge 11 bzw. 16.
Die Medaillenentscheidung war dann eine rein-russische Angelegenheit. Julija Lewotschkina siegte vor ihren Landsfrauen Julia Kaplina und Natalja Titowa, auch Platz vier ging durch Xenia Polechina an Russland.
Österreich hatte auch am Schlusstag noch ausgezeichnete Medaillenchancen. Jakob Schubert (Vorstieg Herren) und Titelverteidigerin Anna Stöhr (Boulder Damen) wollten am Sonntag für die ÖWK-Medaillen vier und fünf sorgen. (APA, 16.09.2012)
Final-Ergebnisse der Kletter-WM in Paris vom Samstagabend:
Damen, Vorstieg: 1. Angela Eiter (AUT) - 2. Kim Jain (KOR) - 3. Johanna Ernst (AUT)
Herren, Bouldern: 1. Dmitrij Sarafudinow (RUS) - 2. Kilian Fischhuber (AUT) - 3. Rustam Gelmanow (RUS)
Fischhuber bei Herren Fünfter
Dritter Saisonsieg für Ex-Weltmeisterin - Schubert musste Route wiederholen
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David Lama hat als erster Alpinist den 3128 Meter hohen Cerro Torre im freien Stil erklettert. Das lässt selbst Reinhold Messner nicht kalt
Der 20-jährige Tiroler David Lama glaubt fest daran, den Cerro Torre in Patagonien als erster Alpinist frei erklettern zu können. Im Februar gelang schon einmal der Gipfelerfolg - aber noch mit technischen Hilfsmitteln.
http://tinyurl.com/d2b9har
+
http://tinyurl.com/7be2bh6
trotzdem kann man es zumindest kritisch beurteilen, wie manche sportarten (auf wettkampf niveau), den menschlichen körper beeinflussen. oder ist das für sie noch schön?
Jetzt Bouldern Mädels:
Livestream
http://www.ifsc.tv/
ganz tolle leistung in einem tollen sport!
bin als laie zufällig auf die übertragung gekommen und hab sie mir mit meiner freundin (begeisterte hobbykletterin) angeschaut.
sehr beeindruckend! vorallem als ich festgestellt hab dass die kaugummis die auf der wand beim bouldern geklebt haben in wirklichkeit die griffe waren... unglaublich wie die sich dort halten können!
ich hätte meinen Hut verwettet, dass die Standard-Sportredaktion diese Leistungen übersieht. Aber.... sieh an, diese Titel haben es tatsächlich auf die Sportseite gebracht. Respekt - da entschuldige ich mich ja ausdrücklich.
Und - wirklich schade für Kili, dass er den dritten Boulder nicht gelöst hat. So ein WM-Titel wäre schon eine coole Sache gewesen.
Sonst - danke für's die Berichte. Wird ohnehin Zeit, dass dieser wunderbare Sport etwas mediale Präsenz erfährt. Da haben wir auch einen Sommersport, in dem man in Österreich zur Weltspitze zählt. Sowas wie das Schifahren, wenn grad kein Schnee liegt.
Sportklettern steht auf der Shortlist für 2020 zusammen mit Baseball/Softball, Wushu (?), Karate, Rollersports, Squash und Wakeboard.
Problem ist, das warscheinlich nur eine Disziplin zu Zug kommen könnet, also Bouldern Vorstieg oder Speed.
Angeblich ist nun die Mutterdisziplin Vorstieg zu kompliziert zum Zuschauen (klar: "Wer höher klettert gewinnt", das ist z.B. im Gegensatz zu den Regeln bei Judo o.ä. schwer zu begreifen) ebenso Bouldern (so kompliziert, man mag es gar nicht niederschreiben)..
Bliebe Speed, und das hat nun mit dem eigentlichen Klettern wenig zu tun und wäre eine sehr ungeliebte Lösung von Seiten der Aktiven.
Ich fand die Übertragung gestern sehr spannend und verstehe die Einwände nicht. Kletter allerdings selber.
"Klettern und die olympischen Spiele // Ist dabei sein wirklich alles?"
in der vermutlich weltbesten Kletterzeitschrift
http://www.climax-magazine.com/current-issue/
lg
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