Grüne Renate Künast kritisiert Bettina Wulffs freimütige Interviews

"Wer sich mit Privatem auf die öffentliche Bühne begibt, muss damit rechnen, dass er dort nicht nur in guten Zeiten präsentiert wird, sondern auch in schlechten"

Berlin (APA/AFP) - Die deutsche Grünen-Fraktionschefin Renate Künast wundert sich über die freimütigen Interview-Äußerungen der früheren First Lady Bettina Wulff. "Ich verstehe nicht, wie sich jemand über zu viel Öffentlichkeit beklagen kann, der gleichzeitig sein Leben mit intimsten Details nach außen kehrt", sagte Künast der "Welt" (Samstagsausgabe). Sie habe überhaupt kein Interesse an solchen Details aus dem Leben von Wulff. "Das will ich alles gar nicht wissen", sagte Künast. "Wer sich mit Privatem auf die öffentliche Bühne begibt, muss damit rechnen, dass er dort nicht nur in guten Zeiten präsentiert wird, sondern auch in schlechten."

In einem Buch und mehreren Interviews hatte Bettina Wulff in den vergangenen Tagen Auskunft über die vergangenen Jahre gegeben. Dabei hatte sie auch von erheblichen Belastungen ihrer Ehe durch die Vorgänge vor dem Rücktritt ihres Mannes Christian Wulff als deutscher Bundespräsident berichtet - und von Besuchen bei einem Paartherapeuten. (APA, 15.9.2012)

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