Griechischer Premier will mehr Zeit für Sparpläne

15. September 2012, 12:37

Samaras möchte vier statt zwei Jahre aushandeln

Athen - Griechenland will für die Erfüllung seiner neuen Sparpläne im Umfang von rund 11,5 Milliarden Euro zwei Jahre mehr Zeit als bisher geplant aushandeln. Er fände es "am besten", wenn vier statt zwei Jahre vereinbart würden, sagte Regierungschef Antonis Samaras der US-Tageszeitung "Washington Post" vom Samstag. "Wir reden über eine Ausweitung bis zum Jahr 2016", führte er aus.

Die Finanzminister der Eurozone hatten bei einem Treffen im zypriotischen Nikosia am Freitag über den weiteren Umgang mit Griechenland beraten. Konkrete Ergebnisse gab es nicht, jedoch schien die Bereitschaft durch, Athen bei den Zeitplänen für die geforderten Spar- und Reformmaßnahmen entgegenzukommen. Dabei geht es auch um bereits vereinbarte Maßnahmen. Entscheidungen über das weitere Vorgehen werden beim EU-Gipfel am 18. und 19. Oktober in Brüssel erwartet.

Nach dem ersten Hilfsprogramm in Höhe von 110 Milliarden Euro aus dem Jahr 2010 sieht das zweite Paket von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Eurozone Notkredite im Umfang von 130 Milliarden Euro bis Ende 2014 vor. Im Gegenzug muss Athen Spar- und Reformauflagen erfüllen, deren Umsetzung jedoch wegen der Neuwahlen im Frühjahr ins Stocken geriet. Um eine weitere Hilfstranche von 31 Milliarden Euro zu erhalten, muss das neue 11,5-Milliarden-Euro-Sparpaket stehen.

Griechenlands Finanzminister Giannis Stournaras sagte in Nikosia, das Paket solle in etwa "zehn Tagen" geschnürt sein. Derzeit werde noch über darin enthaltene Maßnahmen mit einem Volumen von vier Milliarden Euro verhandelt. Verhandlungspartner Griechenlands sind die Experten der sogenannten Troika aus EU, IWF und Europäischer Zentralbank (EZB) , die sich derzeit zur Überprüfung der Fortschritte in Athen aufhalten. (APA, 15.9.2012)

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Die Eurorettung wird immer mehr zum Sargnagel Europas. In Spanien, Portugal und Griechenland lautet die Parole der Bevölkerung: "Zum Teufel mit der TROIKA". Scheitert das Friedensprojekt Europa daran, dass man vergessen hat die Bevölkerungen mit ins Boot zu holen?

http://www.wienerzeitung.at/meinungen... chtet.html

diese kleine Griechen a..... verarscht uns schon wieder!

in 4 Jahren sind wieder Wahlen, es sei denn das Militär übernimmt das Kommando in diesem Chaosstaat - Griechenland ist auf der selben Ebene bereits wie Somalia angekommen ... es ist ein failed state!!

Woher hast du dein Unwissen

und deinen fremdenhass?

vielleicht weil GR nie entschädigt wurde?

http://www.greece.org/blogs/wwi... age_id=583

Er will nicht mehr Zeit zum Sparen,

sondern mehr Zeit zum Nichtsparen und Rausschmeißen unseres Geldes an seine Parteigänger, die untätig auf von uns bezahlten Staatspfründen sitzen. Dreht denen bloß den Geldhahn ab, sonst werden sie nie für sich selbst sorgen.

Sehr gescheit!

Dann steht schon die nächste Wahl ins Haus. So sind sie halt die Politiker. In Athen genauso wie anderswo.
Nur in Österreich nicht;)

Griechen

Zahlts einfach eure Steuern, meldet die Toten ab, reduziert den öffentlichen Dienst auf ein Mittelmass incl. Heer, friert alle Auslandskonten ein bis zu Zahlung der Steuern rückwirkend 10 Jahre,
Finger weg von Wiener Innstadt - Hr. Benko
Jagd eure Politker ins Meer, die meisten haben die Situation mitverursacht und profitiert.

Dan ist euer Problem bis Dezember 2012 erledigt und Ihr könnt nach vorne schauen.

... wie zu erwarten war: Kaum ist der weitere Geldfluss gesichert,

wird schon wieder auf Machterhalt gezielt und in 4 Jahren hat es sich halt leider nicht ergeben .... und die nächsten paar hundert Milliarden sind fällig.
js

Fakt ist,

dass man durch Sparmaßnahmen keine Volkswirtschaft sanieren kann.
Volkswirtschaften werden durch Sparmaßnahmen ins wirtschaftliche und politische Chaos gestürzt.
Solange man die Ursachen für diese angebliche Schuldenkrise ignoriert - solange treibt man die Menschen den Rattenfängern zu!

Das Problem ist,

dass die griechische Volkswirtschaft auf Bettelei aufgebaut ist und es darauf ankommt, Beziehungen zu den obersten Bettlern zu haben. Mehr ausgeben, als man aus der eigenen Volkswirtschaft erzielt und erzielen kann, ist keine Basis für einen Aufbau, von Sanierung ist da nicht zu reden. Die müsen ihren Staatsapparat aus Bediensteten, die nichts könne und nichts tun, aber ein Parteibuch haben, um mindestens 90% reduzieren. Es geht wohl gemerkt um die Finanzierung des griechischen Staates als solchen, nicht um die griechische Wirtschaft, da könnte man investieren.

Da widerspreche ich gar nicht!

Sparmaßnahmen!? müssen sicher Begleitmaßnahmen einer "Sanierung" darstellen.
Ich bin ein scharfer Kritiker unseres Beamtensystems, da sich der Wasserkopf bereits in Richtung griechische Verhältnisse entwickelt hat. Nehmen Sie nur die neuen Landespolizeidirektoren - da werden neue Gehaltsklassen und Zulagen aufgemacht.

VOLKSWIRTSCHAFTLICH GESEHEN KANN GELD NUR DURCH VERSCHULDUNG GESCHAFFEN WERDEN!!!

Das ist das Problem - der systemimmanente Fehler - würde ich meinen und in Verbindung mit dem Zinsezins ist das Ganze jetzt an seinem Endpunkt angelangt.

Da gibt`s eine interessante Diplomarbeit (ich glaube Hubert Engelke) im Netz - einmal überfliegen!

durch noch mehr schuldenmachen saniert man sie auch nicht!

das können sie gerade wunderbar an den usa und der fed sehen...

Volkswirtschaftlich gesehen schon.
Geld ist nichts anderes als Schuldscheine und das heilige Wirtschaftswachstum lässt sich nur durch neue Schulden erreichen.
Verschuldung ist die Grundlage des Systems. Entweder durch den Staat oder durch Privatpersonen.

das stimmt so nicht

Geld wurde als Tauschmittel erfunden, nur wird es mißbraucht als Schuldverschreibung!

Als Tauschmittel dürfte es allerdings keinen Eigenwert haben, oder müsste seinen Wert nach dem Tauschvorgang wieder verlieren.

jeder Schuld steht ein Vermögen entgegen...

...welches gleich hoch ist!
Darum sollte es in jedem Kopf eingang finden, dass man jene, die für sich das Geld angehäuft haben und es "arbeiten" lassen, so hoch besteuert, dass dieser selbst was leisten muß und nicht die Schulden anderer dafür heranzieht.

Grundsätzlich richtig,

doch sind die Vermögen höher - viel höher, da ja mittlerweile schon ein Gutteil der Wirtschaftskraft in den Zinsendienst fließt und diese Vermögen zusätzlich vermehrt.
Inflation ist da ein untaugliches Gegengewicht, obwohl diese Option jetzt von der EZB mit hoher Wahrscheinlichkeit gezogen werden wird.
Es wird in einem Desaster enden!

grundsätzlich richtig

weil die Vermögen um soviel höher sind, sind auch die Schulden um so höher! Das gleicht sich immer aus!
Ja daher ist das Ende so sicher wie das Amen im Gebet - das Zinseszinssystem geht immer so aus!

... unverschämt ...

... als Nettoempfänger schon Millionen kassiert, wird der ESM Schirm für die Einzahler zu einem Faß ohne Boden, und die Griechen fordern weiter.

na sowas aber auch!

sind sie der Einzahler?

angelopoulos

Danke, wollte auch grad "na sowas aber auch" schreiben, da fand ich Ihren Kommentar. :)

Der positive Nebeneffekt des ESM für alle Euro- Befürworter ist doch zweifellos, dass niemand mehr wissen wird, wie hoch die Summen sein werden, die nach G. Sp. oder wohin immer fließen werden, ob Sparbemühungen tatsächlich fruchten, und ob in G. ein Katastersystem vorteilhaft ist oder doch eher nicht. Die Bürger Europas werden sich abgewöhnen, Fragen zu stellen, und die Europakonstrukteure werden endlich in Ruhe ihr Werk vollenden können.

so einfach wird das nicht...

...denn die Arbeitslosigkeit in den Südstaaten wird steigen und das Wachstum noch weiter schrumpfen.

Aber vielleicht hast recht, wenn die EU-Diktatur ausgerufen wird - auf demokratischen Wege ist der Euroraum mit dem Euro nicht zu retten!

Jetzt hams' jede Zeit der Welt.

Dank Draghi.

Es geht nicht um Griechenland. Weniger als 3% Wirtschaftsleistung... peanuts.

Es geht um die Forcierung der Schuldenunion, wo Österreich an private Institute Geld überweisen muss.

Zugleich wird der Apparat der EU aufgebläht und vergrössert, und die kriminellen Bankster straffrei gestellt, indem zum Beispiel die ESM Verräter immun vor Strafverfolgung gestellt werden.

Die Netzwerke haben gewonnen.

Schmiergelder funktionieren.

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