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Sydney - Die gewaltsamen Proteste gegen das Schmäh-Video über den Propheten Mohammed haben auch Australien erreicht. In Sydney setzte die Polizei am Samstag Tränengas gegen mehrere Hundert demonstrierende Muslime ein, die vor das US-Konsulat in der Millionen-Metropole ziehen wollten. Es habe auf beiden Seiten Verletzte gegeben, berichtete der Fernsehsender ABC.
Einige Teilnehmer trugen schwarze Jihad-Fahnen sowie Transparente mit der Aufschrift: "Enthauptet all jene, die den Propheten beleidigen." Auch Parolen gegen Kopten seien zu hören gewesen. In dem auf YouTube veröffentlichten Schmäh-Video aus den USA wird der Prophet als Mörder, Kinderschänder und Frauenheld dargestellt.
Die radikal-islamische Al-Kaida hat die Muslime weltweit zu weiteren Angriffen auf Botschaften und Diplomaten der USA aufgerufen. Die Attacken wütender Muslime gegen Botschaften der USA und anderer westlicher Länder in den vergangenen Tagen seien die "natürliche Antwort auf eine enorme Beleidigung" gewesen, teilte die Organisation Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel am Samstag auf ihrer Internetseite mit. Der in den USA veröffentlichte Schmähfilm gegen den Propheten Mohammed sei Teil eines Kreuzzugs gegen den Islam. Der Vorfall sei so groß, dass alles darauf konzentriert werden sollte, "die Botschaften Amerikas aus muslimischen Ländern rauszuwerfen". Wer immer auf amerikanische Botschafter oder Diplomaten treffe, sollte dem Beispiel der Libyer folgen, die den US-Botschafter getötet hätten.
Die Ausschreitungen in islamischen Ländern halten seit Tagen an. Am Dienstag wurden zum Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 bei einem Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi (Benghazi) der amerikanische Botschafter und drei Mitarbeiter getötet. Bei Übergriffen auf westliche Botschaften wurde am Freitag unter anderem die deutsche Vertretung in der sudanesischen Hauptstadt Khartum gestürmt und in Brand gesetzt. In Tunis drangen Demonstranten in die US-Botschaft ein und legten Feuer an der amerikanischen Schule in der tunesischen Hauptstadt. Dabei wurden zwei Menschen getötet, wie das tunesische Innenministerium am Samstag mitteilte. Am Freitag war zunächst von drei Toten berichtet worden. In Kairo wurde Sicherheitskreisen zufolge ein Demonstrant bei Zusammenstößen mit der Polizei in der Nähe der US-Botschaft getötet.
Der jemenitische Al-Kaida-Zweig, der von den USA als der gefährlichste eingestuft wird, rief zudem die Muslime in den westlichen Ländern auf, auch dort Schlüsseleinrichtungen der jeweiligen Staaten anzugreifen. (APA, 15.9.2012)
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Ich neige ja üblicherweise nicht so sehr zu Radikallösungen, aber evtl. sollte man auf lange Sicht doch ins Auge fassen, die moslemischen Staaten diplomatisch, wirtschaftlich und physisch (Mauer) ihrem eigenen Wunsch entsprechend völlig zu isolieren, die wichtigsten Erdölquellen unter einer multinationalen Streitmacht militärisch zu erobern, von dort sämtliche Moslems zu deportieren, für die Nutzung des Erdöls den isl. Staaten jährlich eine Entschädigung zu überweisen und gut is'...
Falls sich die Gesellschaften dort dann in 100 oder 200 Jahren soweit entwickelt haben, dass sie zur Bildung laizistischer Systeme in der Lage sind, kann man ja eine Öffnung wieder überlegen.
dass die gewaltvollen Unruhen nur von der verarmten und unterdrückten islamischen Bevölkerung - die soziale Schicht, die ja bekanntermaßen am ehesten zu gewaltbereiten und extremistischen Aktionen neigt (bzw. instrumentalisiert wird) - ausgeht, wird durch eine Ausweitung in die westlichen Länder widerlegt. Man wird sehen, was da noch kommt, bzw. inwiefern sich die gewaltbehafteten Proteste noch weiter in Richtung westliche Staaten ausweiten. Noch traue ich mich nicht, eine Prognose zu stellen...
Einen radikalen Rand gibts quasi in jedem Land. Beispiel Deutschland: Christlicher Hassprediger in Köln mit 800 - 1000 Anhängern.
http://www.spiegel.de/politik/d... 16304.html
Bei Demonstrationen mischen sich dann kleine militante Gruppen unter die Menge, wie eben die al-Qaida Sympathisanten in Australien. Auch die Militanten gibts überall.
http://www.theaustralian.com.au/national-... 6475406735
Das Ganze muss auch nicht zwingend religiös motiviert sein. Jede Weltanschauung gibts auch in "radikal".
Brennende Autos in Frankreich, Plünderungen in England - das war vor einem bzw. zwei Jahren.
ich seh' schon den von Opus Dei Schergen unterwanderten Mob, der anfänglich friedlich in Wien gegen die Unruhen in der islam. Welt protestieren wollte, mordend und bradnschatzend die islam. Bethäuser ausrauben und die Botschaften von Libyen, Jemen, Ägypten etc. ausräuchern, und dabei das Kruzifix schwingend "Poenitentiam agite!" schreien!
aber ich habe in meinem Posting nicht von "religiös motivierten Unruhen" gesprochen, das haben Sie nur so interpretiert. Und ich muss Ihnen auch widersprechen, wenn Sie davon sprechen, dass die Unruhen, nur von kleinen militanten Gruppen ausgehen. Denn worüber ich eigentlich schockiert bin, ist das Verhalten, der jeweiligen politischen Führung, die eine uneindeutig eindeutige Sprache spricht.
Brennende Autos und Plünderungen mit gezielten Angriffen auf diplomatische Vertretungen, inklusive dem Mord mehrerer Menschen, sind m.E. zwei Paar Schuhe. Und hier spreche ich nicht von der Qualität der Aktionen.
der westen kalmiert, lamentiert und empört sich bestenfalls in seinem komplexgeschüttelten kosmos während weltweit unzivilisierbare horden menschen töten und offen zum massenmord aufrufen. wegen eines frei erfundenen kurzfilms auf youtube.
wo is der ausgang, bin im falschen film wiedermal.
Sie sehen das falsch.
Erstens gibt es eine Generalabsolution für alles das in Zusammenhang mit fernen exotischen Kulturen geschieht. Egal ob es um die Stellung der Frau, Rassismus, faschistoide Tendenzen oder religiöse Intoleranz geht.
Zweites ist immer der "Westen" schuld. Ob es die Piraten vor Somalia sind, die eigentlich nur arme unterdrückte Fischer und Anti-Globalisierungs-Aktivisten sind oder vergewaltigte Frauen gesteinigt werden.
Drittens glaubt man auch hierzulande noch immer, dass man politischen Ideologien, die unter dem Deckmatel der Religion (egal welcher) daherkommen besonderen "Respekt" erweisen müsste.
Tja. Man kann es sich immer leicht machen, oder nachdenken und abwägen.
Rassismus, Frauenverachtung, Faschodenken sind Kennzeichen der tiefen Unterschicht; 20 Jahre lang hat Österreich jedes Verhalten der Gasthackler ignoriert, und jegliche Förderung und Hilfe verweigert, weil "die schick ma eh ham".
Die Piraterie vor Somalia entstand maßgeblich "dank" - angeblich chinesischer und australischer - Großfangflotten. Die Weltmeere sind überfischt, die kriminelle Fischfangindustrie wildert wo sie kann, besonders eifrig etwa Spaniens Flotten. Klar sind die Täter Kriminelle, man kann aber durchaus schauen, was sie dazu getrieben hat.
Drittens *seufz* leider ja.
Es wäre so wichtig diese gewaltsamen Proteste in eine Relation zu setzen, mit jenen Bevölkerungsteilen die dabei nicht mitmachen oder sogar auf die Straße gehen um sich von diesem Verhalten zu distanzieren. In der bisherigen Berichterstattung kommt es nur zur Reproduktion von Feindbildern. Es wird hauptsächlich über negative Ereignisse berichtet, weil davon ausgegangen wird, dass diese einen "Nachrichtenwert" besitzen.
Darum auch ein Danke an:
"Der berüchtigte Kleinhirn-Malstift"
http://derstandard.at/plink/134... id27999333
und
"Geppetto"
http://derstandard.at/plink/134... id27999008
Weiß jemand, wie viele Muslime in Australien leben, woher die kommen, und warum die gerade nach Australien ausgewandert sind ?
Meines Wissens hat das Land eine lange Tradition europäischer Einwanderung und seit 1972 eine kleine Einwanderung aus Süd-und -Ostasien, (Inder, Chinesen, vietnamesische Bootsflüchtlinge).
Ich war 1998 selbst in Down Under und habe die Aussies entspannt und freundlich vorgefunden,
kein Grund also, dem Gastgeber mit Hass zu kommen.
Das Land hat auch eine Geschichte des extremen Rassismus: Du kannst dir vorstellen, dass die Anhänger der White-Australia-Policy es nicht sonderlich super fanden, dass da plötzlich auch Asiaten ankamen.
http://en.wikipedia.org/wiki/Whit... lia_policy
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