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Tel Aviv/Washington - Im Atomkonflikt mit dem Iran hat US-Präsident Barack Obama die Ziehung einer roten Linie, wie sie der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu fordert, erneut abgelehnt. Auch Netanyahu selbst würde die Bedingungen eines militärischen Eingreifens nicht nennen wollen, weil "kein Staatsmann sich die Hände binden lässt", sagte Obama nach israelischen Medienberichten vom Samstag in einer Telefonkonferenz mit 1200 amerikanischen Rabbinern aus Anlass des kommenden jüdischen Neujahrsfestes Rosh Hashana.
Angesichts der Spannungen zwischen Israel und den USA über die richtige Strategie im Atomkonflikt mit dem Iran betonte Obama, er habe klar gesagt, dass "wir den Iran daran hindern werden, Atomwaffen zu erlangen". Hier gebe es "nicht die geringste Differenz zwischen der Haltung Israels und der der USA", sagte Obama.
Israel stehe selbstverständlich das Recht auf Selbstverteidigung zu, und ein Militärschlag könne durchaus irgendwann notwendig werden. "Aber nicht, bevor wir nicht alle anderen Möglichkeiten genutzt haben", sagte Obama und fügte hinzu: "Es bleibt noch Zeit und Raum für Diplomatie". Die Führung in Teheran solle sich aber keinen Illusionen über die Entschlossenheit Amerikas hingeben. (APA, 15.9.2012)
Politologe Oliver Borszik über das iranische Machtkarussell unter den Augen des Revolutionsführers
Mehr als 50 Millionen Iraner waren am Freitag dazu aufgerufen einen Nachfolger für Präsident Mahmud Ahmadinejad zu wählen. Der Andrang war groß, die Wahllokale blieben länger geöffnet.
Irans neuer Präsident Hassan Rohani unterzeichnete einst als Atomunterhändler das "Pariser Abkommen"
Der iranische Menschenrechtsanwalt Mohammad Mostafaei kämpft seit Jahren gegen die Todesstrafe und musste deshalb ins Exil flüchten
Der gemäßigte Kandidat Hassan Rohani wurde im ersten Wahlgang zum iranischen Präsidenten gewählt. In Teheran und anderen Städten wurde in der Nacht zum Sonntag groß gefeiert
Teheran spricht von "großem Schritt nach vorn"
Moderater Geistlicher erhält knapp 51 Prozent der Stimmen - Rohani: "Sieg der Mäßigung über den Extremismus" - USA zu direkter Zusammenarbeit bereit
Geistlichkeit in Ghom ist "höchst unzufrieden" mit der Entscheidung des Wächterrats - Abgeordneter spricht von "historischem Fehler"
Der iranischen Führung schien es am wichtigsten, eine respektable Wahlbeteiligung zustande zu bringen - das hat sie geschafft. Es geht um die Wiederherstellung der Legitimität dieser Wahlen
"Wollen Wurzeln des zionistischen Regimes austrocknen"
Der gemäßigte Geistliche konnte die Stimmen des Reformlagers auf sich vereinen
Oberster Führer Ali Khamenei will jegliche Unruhen im Keim ersticken
Wirtschaftslage, Atomstreit und Menschenrechte als große Brocken auf der Arbeitsagenda des gemäßigten Klerikers
Ali Akbar Hashemi Rafsanjani, einer der Gründerväter der Islamischen Republik, darf nicht zu den Präsidentenwahlen antreten. Als Begründung wird seine altersbedingte Schwäche angegeben. Viel eher aber war seine Stärke als Kandidat der Reformer der Grund für den Ausschluss
Mahmud Ahmadi-Nejad darf nach zwei Amtsperioden nicht mehr zur Präsidentenwahl antreten. Weg vom Fenster ist er damit aber nicht
Ausschluss Rafsanjanis sorgt im Iran für einen tiefen Riss innerhalb der Führungskrise
Vor der Präsidentenwahl am Freitag hat die iranische Führung umfangreiche Maßnahmen getroffen, um Massenproteste wie vor vier Jahren zu verhindern. Das Reformlager rückt zusammen und unterstützt den früheren Atom-Chefverhandler Hassan Rohani.
Rafsanjani wird Wahlausschluss durch Wächterrat hingegen nicht anfechten
Die meisten Kandidaten geben sich im Wahlkampf moderat, sagt Iran-Experte Walter Posch. Einzig Saeed Jalili vertrete radikale Positionen, fehlendes Charisma könnte ihn aber trotz Regime-Unterstützung den Sieg kosten
Nur acht der insgesamt 686 Kandidaten dürfen bei der Wahl im Juni antreten
Konservativer Haddad Adel kündigte am Montag Rückzug an - Moderater Rohani nun einziger Kandidat der Reformbewegung
Männer wurden in Teheran gehängt - Vorwurf der Spionage für die USA und Israel
Keine Angaben über Art und Auswirkungen des Vorfalls
Netanyahu greift damit unverhohlen in den US Wahlkampf zugunsten der Republikaner ein. In dieser Offenkundigkeit hat es sowas bisher noch nicht gegeben. Die Zusammenarbeit mit Washington erleichtert er damit bestimmt nicht, denn mit grosser Wahrscheinlichkeit wird Obama auch nach dem 21.1.2013 Praesident bleiben.
dass auch für Israel das Völkerrecht Geltung hat.
Auch Israel kann nicht auf Verdacht hin ein fremdes Land bombardieren und einen Krieg vom Zaum brechen.
Die rote Linie gehört Israel aufgezeigt anstatt ihm ein Recht auf einen Angriffskrieg zuzugestehen.
Klingt zwar erstmal beruhigend, wenn Obama sich nicht auf diese "Rote-Linien-Diskussion" einlassen will, aber ob das wirklic beruhigend ist, weiß ich auch nicht. Denn was es wirklich heißt, wenn man den "Iran an der Atombombe hindern" will, kann ja keiner wissen, diese Einschätzung ist völlig willkürlich.
Bisher hat noch niemand wirkliche Beweise gegen Iran vorgelegt. Und die IAEA weigert sich, dem "Angeklagten" die belastenden Berichte vorzulegen. Wenn man den neuesten IAEA Bericht liest, steht auch nichts Aufregendes drin.
es kann nicht sein dass mit der selben lügerei wie schon unter bush wieder ein krieg vom zaun gebrochen wird wo wieder nur unschuldige sterben während die kriegstreiber in ihren bunkern sitzen
und bekam abschlägigen Bescheid - an dem Tag ist Obama Gast bei David Letterman in der "Late Night Show".
Richtig so.
Lieber ein Wahlauftritt im TV, als sich das ewige Gesudere eines kriegsgeilen Likkudniks anzuhören.
Und der Bibi kocht. Keinen Hummus, sondern vor Wut.
Aber sonst wird sich nicht viel ändern.
AIPAC hat Reps und Dems am fest am Gängelband.
raped, killed and dismembered at least 800 civilians, while Israeli flares illuminated the camps’ narrow and darkened alleyways. Nearly all of the dead were women, children and elderly men.
...
Dennoch käme keiner auf die Idee Juden oder Christen allgemein und unreflektiert wegen dieser Verbrechen zu verurteilen ...
Bei Moslems hat man kein Problem, ein paar tausend Demonstranten - repräsentativ für die 1,5 Milliarden Moslem zu sehen.
Wenn ich (als Moslem) höre - dass in Pakistan bei Demonstrationen Menschen sterben - dann frage auch ich mich - wie Dumm müssen diese Menschen sein, um sich provozieren und vereinnahmen zu lassen. Ich fühle mich weder durch diese Demonstranten noch durch irgendwelche Muftis in Ägypten repräsentiert...
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