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Falsche Richtung: Motivation und Commitment von Mitarbeitern sinken weltweit - besonders stark in Europa.
"Sobald sich der Arbeitsmarkt entspannt, wird es zu vielen Kündigungen kommen", prognostiziert Thomas Gruhle, Mitglied der Geschäftsleitung von Hay Group (DACH). "Frustrierte Mitarbeiter werden kündigen, wenn sie ein gutes Marktumfeld finden, das ihnen bessere Jobmöglichkeiten bietet", sagt er. Und es sind meist die besten Mitarbeiter, die den Arbeitgeber wechseln. In zwei Sätzen sagt der Berater das, womit sich Mitarbeiter rund um den Globus auseinandersetzen müssen - mit Ängsten um den Arbeitsplatzverlust, mehr Druck im Job, weniger Zeit zum Ausgleich und vielem mehr, was unter dem Schlagwort der aktuellen wirtschaftlichen Umfeldbedingungen Platz findet. Das allein aber wäre als Argument für das stark gesunkene Mitarbeiterengagement (weltweit) zu wenig.
Die internationale Unternehmensberatung legt nun Ergebnisse einer weltweit durchgeführten Mitarbeiterbefragung zum Thema Engagement vor, die unter 1610 Unternehmen in 46 Ländern durchgeführt wurde. Europa schneidet dabei, wie es heißt, "unterdurchschnittlich" ab. Nur knapp zwei Drittel (63 Prozent) der Mitarbeiter in Europa seien laut Hay-Umfrage engagiert - weltweit sind es 66 Prozent. Überdurchschnittlich engagiert seien die Südamerikaner: 73 Prozent der Angestellten gehen dort motiviert zur Arbeit.
Seit fünf Jahren sinke das Mitarbeiterengagement stetig - Europa gebe den Trend vor. Einen zentralen Grund dafür sehen die Hay-Group-Berater darin, dass es Unternehmen nicht gelingt, ihre Mitarbeiter so zu unterstützen, dass diese ihr gesamtes Potenzial entfalten können. Nur 64 Prozent der befragten Europäer gaben an, in ihrem Umfeld produktiv arbeiten zu können. In Südamerika klagt jeder Dritte (31 Prozent) über mangelnde Unterstützung, heißt es weiter.
Nicht selten zwingen knappe Ressourcen dieser Tage dazu, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen, ganze Bereiche mit zu betreuen - kein Wunder also, dass damit auch Motivation und auch Leistung sukzessive geringer werden. Und nachlassende Motivation ist gleichbedeutend mit sinkendem Commitment. Gruhle: "Mitarbeiter zeigen dann Commitment, wenn sie stolz darauf sind, gerade für ihr Unternehmen zu arbeiten, ihre Firma als Arbeitgeber weiterempfehlen würden und beabsichtigen, dort zu bleiben."
Seit fünf Jahren stand es mit diesem noch nie so schlecht wie heute. Weltweit liegt das Commitment von Angestellten bei 57 Prozent. In Asien zeigt nur jeder Zweite Commitment. Sollte die These der Hay-Berater, bezogen auf den Arbeitsmarkt, stimmen, ist dann die Frage, ob die Unternehmen auf Zeiten einer Arbeitsmarktentspannung vorbereitet sind. (haa, STANDARD, 15./16.9.2012)
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Da laufen Shopleiter rum, die ich bei mir nicht mal als Lehrling einstellen würde!
Man hat den Eindruck, die haben Vorgaben, dass sich die MA´s ja nicht in irgendeiner Art und Weise wohl fühlen könnten. Ich kenne das von 2 Shops in der Gegend von und in Wien. Entweder werden die so geschult oder die sind wirklich so deppert.
Führungsqualitäten sind dort so ungern gesehen wie Steuerprüfer
wichtigste regel: jeder hat es selbst in der hand
1. finanzielles polster von 5 monatsgehältern aufbauen. dies dient als puffer.
2. wenn man merkt dass man in der firma nicht gut behandelt wird dann drosselt man schön langsam die arbeitsleistung (das lässt man sich aber nicht anmerken) und meckert weiterhin über den stress in der firma (den man aber eh nicht mehr hat)
3. hat man nun weniger stress dann genießt das und wenn man im schlimmsten fall raus geworfen wird dann hat man immer noch einen finanziellen polster und kann sich in ruhe um einen neuen job umsehen
das ganze klingt einfach und das ist es auch.
Unsere kapitalistische Wirtschaftsweise hat sich allzu weit abgekoppelt von den Bedürfnissen der Menschen als produktive und soziale Wesen. Die übersteigerte Zurichtung der Menschen als Konsum-Maschinen kann das allmählich nicht mehr kompensieren. Sieht man in den Erziehungs-, Bildungs- und sozial- und familienpsychologischen Bereich, so sieht es noch viel schlimmer aus: Die gegenwärtige Wirtschaftsweise zerstört unsere Kultur mittelfristig total. Bald werden nur mehr ein Bruchteil der potentiell arbeitsfähigen Menschen infolge ihrer psychischen und sozialen und gesundheitlichen Entwicklung arbeitsfähig sein - sie werden ohnehin nicht von der Wirtschaft gebraucht werden, aber erhalten wird man sie müssen.
und für die meisten menschen auf der welt sind die durchschnittlichen arbeitsbedinungen bei uns in österreich wie die vorstellung vom paradies.
frag mal ein indisches kind das in einem bergwerk mit 8 jahren schon 14 stunden am tag marmorblöcke hurumtragen kann ob seine arbeitsbedinungen schlechter sind als unser normaller büroalltag.
die gesamte gesellschaft wird nur immer verweichlichter bei uns sobald jemand leistung sehen will...
Sie benutzen den Verweis nur, um die Ausbeutungsverhältnisse bei uns hier durch Ihren (Pseudo)Moralismus verschärfen zu können (während es nur einer faschistoiden Gesellschaftsentwicklung dienen soll).
Denn: Wenn wir hier in Europa härter arbeiten würden, die Arbeitnehmer noch mehr geschröpft würden - was würde es jenen in den Schwellenländern dienen, mit deren harten Arbeitsbedingung, Sie ach wie sehr mitfühlen?
Die Diskussion ist unter diesen Vorzeichen müßig - und dass Ihre rein beobachtende Aussage über Arbeitsbedingungen und Ausbeutung und Menschenrechtslage ändert nichts daran.
Sie verschaffen den Eindruck, Sie wünschen daran vor allem auch keine Änderung.
weder daheim (putzen usw.) noch in der arbeit.
aber das ist halt notwendig um einen gewissen lebensstandard zu haben.
nur die arbeitnehmer werden halt bei uns nichtmal annähernd so geschröpft wie noch vor 50,100 oder 200 jahren oder wie sie heute in allen teilen der 3.welt und in großen teilen der 2.welt geschröpft werden.
vielleicht sollte man mal wirklich alle österreicher mit 18 jahren statt des bundesheers zwingen in einem 3.welt-land zu leben und die leute dort zu unterstützen .... dann würden sie nämlich kapiern wie ausgezeichnet es uns geht und daß sich die hälfte der menschheit das paradies so vorstellt wie der durchschnittsösterreicher lebt.
ich bin absolut zufrieden so wie es ist.
und wenn ich mir (mittlerweile arbeite ich in der vierten firma) so ansehe wie die leute arbeiten, dann muß ich sagen, daß ich noch fast keinen getroffen habe der auch nur annährend mit 100% energie arbeitet.
komischerweise sind die büroarbeiter nämlich immer die, die sich am meisten aufregen bzgl. druck dabei ist der druck bei jedem arbeiterIn höher...da sind nämlich objektive ergebnisse gefragt am ende.
p.s.arbeite selbst als softwareentwickler.
noch schlechter geht, sollen wir mit dem immer schlechter werden Status Quo hier zufrieden sein? Ist es das was Sie sagen wollen? Maul halten und weiter zu einem Chef arbeiten gehen, der Führungsqualitäten nicht mal aus der Ferne kennt?
niemand hat gesagt alle chefs sind sch...ße, aber ein großteil davon gibt einfach durch druck weiter, will immer mehr und mehr und mehr, 25% umsatz mehr und man wird dämlich von der seite angequatscht - da soll man noch freundlich lachend arbeiten, und sich auch noch mit einem dreckslohn zufriedengeben - weil es einigen auf anderen kontinenten noch schlechter geht.
man sollte sich nicht immer nach unten orientieren, sondern sich mit dem was man hat NICHT zufrieden geben - sonst wird man genauso dumpf wie manche AG das wollen - nicht alle, gibt auch genug positive ausnahmen.
druck ist ja für manche schon wenn man einmal 6 von 8 arbeitsstunden wirklich viel tun muß und nur 1/4 statt der hälfte der arbeitszeit faulenzen kann.
und natürlich soll man nicht alles akzeptieren - aber allein die rahmenbedingungen(25 tage urlaub, 10 h max arbeiten - 12h nur in ausnahmefällen, hohe löhne die den meisten mehrmalige urlaube,große wohnungen,2 autos und elektronikschrott en masse ermöglichen)
davon konnten selbst vor 30-40 jahren noch die meisten nur träumen was bei uns standard ist.
wir führen ein leben ds bis vor 100-150 jahren nur den königen und edelleuten möglich war und das als durchschnittsösterreicher.
man muß halt auch mal das positive an unserem leben sehen und nicht immer noch mehr wollen.
Aber ich versuche, so sozial wie nur irgendmöglich zu sein.
Und bevor ich das war, habe ich meine Chefs nie Scheisse gefunden. Ich hab mir diese durch Suggestion immer so gemacht, wie ich es brauchte. Ist aber eine andere Geschichte
Aber ich hab ja auch Freunde und Familie, die so ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern.
Und da kann ich erkennen, dass Führungsqualitäten heutzutage eher im Bereich der Zahlen als in Mitarbeiterzufriedenheit ausgedrückt wird. Zahlen, Zahlen, Zahlen, egal wie.
Wenn mir meine MA´s davon laufen oder nicht gscheit arbeiten kann ich zu sperren. Und davon hat dann keiner was. Und ich ziehe die MAßs nicht so schnell über den Tisch, dass sie die Reibungshitze als Nestwärme empfinden!
glaubst du, du bist die einzige und rühmliche ausnahme in österreich?
ich sage - die meisten vorgesetzten haben einen durchschnittlichen charakter und ihr lebenssinn besteht nicht darin, ihre untergegebenen fertig zu machen.
diese ansicht sieht man in deinem vorposting und in noch viel mehr hier aber nicht - da wird jeder vorgesetzte per se als ekelerregendes psychofoltermonster gesehen und das ist einfach blödsinn.
aber nicht in den postings hier und bei jedem anderem artikel in den letzten 10 jahren den ich hier gelesen habe.
lauter "ich bin ja so arm dran als mitarbeiter"-postings.
wenns den leuten nicht taugt dann macht halt eine eigene firma auf. ... da steht ihnen aber auch wieder die eigene faulhaut im weg.
Im meiner letzten Firma wurde geraunzt, dass sich die Balken gebogen haben (Magna-Betrieb). Wegen Kleinigkeiten. Und die Bereitschaft zu Überstunden war vor allem beim "niederen" Büropersonal verschwinden gering.. Die hatten plötzlich immer Theaterkarten, wenn man mal jemanden länger in der Firma brauchte, der einem zu arbeiten musste.
Aber trotzdem gibt es viele Chefs mit gravierenden Mängeln im Bezug auf Mitarbeiterführung, gerade im mittleren bis oberen Management. Die indischen Kinder sollen doch nicht unser Maßstab sein, eher umgekehrt.
und zwar in der bewertung der eigenen lebenssituation und damit der zufriedenheit.
im vergleich zu den meisten menschen können wir mit unseren lebensbedingungen superzufrieden sein.
die meisten sehen das glas aber in so ziemlich allen fällen als halbleer an weil sie nur das noch bessere als maßstab hernehmen für die bewertung.
Wenn man nicht mehr Personal ist, sondern nur noch eine menschliche Ressource, dann ist die Motivation dahin.
Hinzu kommt, dass die moderne Managementkultur keine Loyalitaet gegenueber den Mitarbeitern zeigt, warum sollen also die Mitarbeiter loyal zum Management sein?
Wie koennen die Mitarbeiter zu mehr Engagement gefuehrt werden? Eine Moeglichkeit waere es, den Betrieb unter Mitarbeiterselbstkontrolle zu stellen und die Verwalter und Organisatoren des Betriebes sind Angestellte der Mitarbeitergemeinschaft. D.h. die Manager sollen den Mitarbeitern Rechenschaftspflichtig werden und nicht umgekehrt. Die Betriebe duerfen nicht mehr des Managers Selbstzweck sein.
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