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Wien - Der Gesetzesentwurf der Europäischen Kommission, der zu einer Kehrtwende in der Biosprit-Politik führen könnte, spricht eine deutliche Sprache. Wie berichtet, sollen die Subventionen für Treibstoff aus Getreide, Mais, Raps und anderen Rohstoffen bis 2020 völlig gestrichen werden. Ihr Anteil an den Biokraftstoffen soll im Verkehr auf fünf Prozent des Energieverbrauchs reduziert werden.
Im Oktober soll der Entwurf veröffentlicht werden. Dem Standard liegt das Dokument vor: Es anerkennt, was bisher offiziell gern abgestritten wurde: dass die Produktion von Agrosprit dem Anbau von Lebensmitteln Konkurrenz macht und dem Klima Schaden droht.
Wo Agrarflächen nicht mehr für Nahrungsmittel, sondern für Biosprit genutzt werden, müsse entweder der Bedarf an Lebensmitteln durch intensivere Landwirtschaft gedeckt oder bisher nicht genutzte Fläche in Ackerland umgewandelt werden, heißt es in dem EU-Papier. Letzteres könne zu starken CO2-Emissionen führen und positive Effekte des Biosprit teils oder gänzlich zunichte machen.
Um diese Emissionen zu reduzieren, müssten Rohstoffe wie Ölsaaten, Getreide und Zucker klar von anderen stärkehaltigen Pflanzen unterschieden werden. Es gehöre in diesem Kontext etwa die Benzinproduktion aus Algen und Müll angekurbelt. Bis 2017 sollte die EU-Kommission einen Bericht vorlegen, der die Effekte der eingeleiteten Maßnahmen bewertet.
Ob der Entwurf in exakt dieser Form erhalten bleibt, ist offen. Die Agrana sieht für sich jedenfalls keine ernsten Folgen. Sie ist Österreichs einziger Biosprit-Erzeuger und verarbeitet dafür in Pischelsdorf jährlich 550.000 Tonnen Getreide, vor allem Mais und Weizen, die Hälfte für den Export.
Werde der Kraftstoff E10 - Benzin mit zehnprozentigem Ethanolanteil - verspätet eingeführt oder gar nicht, dann bleibe der Agrotreibstoff eben nicht in Österreich, sondern der Überschuss gehe weiterhin ins umliegende Ausland, sagt eine Agrana-Sprecherin.
Seit 2010 existiert in Österreich eine Beimengungsquote für biogene Kraftstoffe von 5,75 Prozent. Im Vorjahr wurde sie laut Statistiken des Umweltbundesamtes mit 6,75 Prozent übererfüllt. Im Sinne des EU-Entwurfs müsse es nun eine Diskussion über eine Senkung des Biodieselanteils geben - und nicht über eine Anhebung durch die E10-Einführung, meint Johannes Wahlmüller, Energieexperte der Umweltorganisation Global 2000. Er hält von sturen Beimengungsquoten generell wenig. Der echte Hebel für Klimaschutz liege darin, die Fahrzeugindustrie dazu zu bewegen, effizientere Modelle auf den Markt zu bringen.
Eine EU-Richtlinie verpflichtet bisher alle Mitgliedsländer dazu, bis 2020 zehn Prozent des Sprits aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Dass die Kommission in der Bewertung des Biosprits nun umdenkt, ist für Stefan Schleicher vom Wirtschaftsforschungsinstituts nicht überraschend: Seit zwei Jahren sei die Euphorie darüber verpufft. Er gehe davon aus, dass die höhere Beimischung zumindest aufgeschoben werde.
Als ökologischen Wahnsinn bezeichnet Thilo Hofmann, Umweltgeowissenschafter der Uni Wien, den Ausbau der Biosprit-Produktion. Teure Agrarflächen für Sprit zu verwenden gehe in die falsche Richtung. Damit seien hohe Pestizideinsätze verbunden, Monokulturen, eine Verarmung der Böden und verseuchtes Grundwasser.
VP-Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich hält am 1. Oktober als Starttermin für die Einführung des E10 fest. Der EU-Gesetzesentwurf sei ein nicht autorisiertes Dokument. (Verena Kainrath, DER STANDARD, 15./16.9.2012)
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oh mein gott, wie dumm muss man denn noch sein um ein ministeramt zu bekommen???
viehfutter dient ja nicht zufällig der erzeugung von fleisch, das eine wahnsinnige ökobilanz aufweist....na dann lasst uns das getreide das wir eh nicht brauchen in unsere motoren fliessen und lasst die millionen armen hunde in afrika und südamerika weiter hungern und sterben wie die fliegen...hauptsache unser tägliches fleisch schenkt uns der herr und unsere wochenendeausflüge mit dem auto sind gesichert!
... in jeder Hinsicht wäre Hanf. Er wächst auf schlechten Böden und verbessert sie, ist für viele Produkte nutzbar und man hat auch noch einen Sauerstofflieferanten. http://de.wikipedia.org/wiki/Hanf
Zu Sauer soll er nicht sein, Staunässe ist ganz schlecht, und wenn Sie wirklich Ertrag wollen brauchts auch richtige Mengen an Stickstoff und Phosphor. -Der Dünger muss aber nicht wie beim Getreide in einer besonders milder Form ala künstlichem Harnstoff verabreicht werden, Vogel- oder Kuhscheiße sind sehr gut geeignet!
Und bitte auch möglichst hochwertige Produkte daraus machen: Fasern für Textilien und Industrieanwendungen, Dämmstoffe, hochwertige Papiersorten, das Zeug zu verbrennen ist definitiv zu schade! -Und auch nicht Kostenenffizient: Sie müssen ja z.b. (teures) Saatgut kaufen und den Boden vor jedem Säen aufbereiten. -Wenn man nur Brennstoff will oder was das man zu sowas wie OSB-Platten pressen will ist Miscantus besser geeignet
Jetzt noch mit hohen Einführungskosten schnell noch was durchdrücken das in spätestens 8Jahren wieder eingestellt werden muss. -Wie kann ein Mensch alleine nur sooo deppert sein? Und wie hält des der Spindelegger mit so einer Nulpe in seiner Mannschaft aus? -Brauchen die den zur Ablenkung damit die Fekter und der Spindi selbst nicht ganz so viel Haue abkriegen?
Biospritgetreide und Grundstoff aus Ländern wo die landarbeiter kaum was zu essen haben und in den Märktn der neuen Landbesitzer einkaufen müssen, schulden machen müssen und dadurch zu Arbeitssklaven werden wie in der guten alten Kolonialzeit.
Danke lieber Herr Berlakowic!! Sie sind sicher kein sozialer Roter, das merkt man gleich!
ja, ich finde es auch äusserst unverantwortlich, dass man Grundnahrungsmittel!!! in Sprit verpuffen lassen will.
Liebe EU-Kommission, diese Subventionen?? für Treibstoff aus Getreide, Mais, Raps und anderen Rohstoffen sollen ERST 2020!!! völlig gestrichen werden ?
Müssen danach wieder Entwicklungsländer herhalten, um billigst zu Rohmaterialien zu kommen?
Obwohl man weiss, dass dort alle fünf Sekunden ein Kind unter zehn Jahren verhungert?
So leid es mir auch tut, aber mehr Essen führt in Entwicklungsländern nur temporär zu weniger leid. Langfristig sogar zu mehr.
Je mehr Nahrung in einigen dieser Länder zur Verfügung steht, umso mehr Menschen leben und vermehren sich dort. Und zwar solange bis wieder alle hungern - nur diesmal noch mehr.
Das einzige was gegen Hunger tatsächlich hilft ist Bildung und Verhütung (wenn es denn die Religion zulässt).
na dann redens mal mit dem stellvertreter christi im vatikan wieso er im jahr 2012 verhütung immer noch ablehnt......lieber scheint es wir warten bis die afrikaner an aids dahinkrepieren und die kinder an hunger sterben.... hauptsache wir haben unser feines schnitzl und unseren vollen tank..... da sollen ruhig die anderen sparen anfangen, am besten die, die wegen unserer weltwirtschaftsordnung eh schon nichts haben und von uns als arbeitssklaven ausgenutzt werden, damit wir ja billig bei kik, takko und lidl einkaufen können.....
dafür hochwertigere Lebenmittel daraus als garkeine! -Schon alleine deshalb weil man den Verkauf des Fleisches nicht umbedingt auch noch zusätzlich subventionieren muss. -Im Fall von Sprit wird das Produkt Getreide ja nicht zu was höherwertigen Upgegradet sondern zu was niederwertigerem Downgegradet, und wir zahlen auch noch Steuergeld dafür, dass das passiert. -Steuergeld das der niedrigverdienende Pendler an der Zapfsäule zahlen muss oder im Bildungs und Gesundheitsbereich fehlt, also schon für unseren eigenen sozialen Frieden ein Wahnsinn ist!
Wir haben einen ÖVP (!!!)-UMWELTMINISTER (Nikolaus Berlakovich), der FÜR die beimengung von biosprit zum treibstoff eintritt !!!
ALLEIN DAFÜR, in anbetracht der hungernden in der welt, gehört der typ mit einem nassen fetzen aus dem amt gejagt.
Biosprit wäre erst dann moralisch vertretbar, wenn die weltbevölkerung so abgenommen hat, dass niemand mehr hungern muss.
Da das gegenteil der fall ist, ist eine katastrophe unausweichlich. Es soll bereits jetzt alle 5 sekunden ein kind den hungertod sterben !
Aber das Problem ist nicht der Nahrungsmangel, sondern die Verteilung. Was die sog. 1. Welt verschwendet, könnte den weltweiten Hunger stillen.
Hunger ist ein politisches Problem, aber keine Frage eines globalen Mangels.
Momentan mag es noch richtig sein, dass es nicht zu wenig nahrung gibt (bei steigender weltbevölkerung wird das bald nicht mehr stimmen).
Dennoch ist es moralisch nicht vertretbar, speziell in einer partei, die wert darauf legt "christlich" zu sein, nahrungsmittel zu verspriten.
Um den hunger in den armen ländern zu stoppen, wäre eine strikte geburtenregelung nötig. Doch dagegen ist der "christliche PAPST", der verhütung verbietet. Wie der ISLAM dazu steht, weiß ich nicht.
In einem teil der welt sterben leute, weil sie sich "überfressen", im anderen an hunger.
Obwohl wir, im gegensatz zu den tieren, mit verstand ausgestattet sind, reicht dieser nicht aus, um das zu erreichen, was in der tierwelt (ohne verstand) funktioniert.
von der Globalstrahlung nutzen Pflanzen nur ca. 1-2% für die Photosynthese.
Besser wäre es, Photovoltaikzellen auf den derzeitigen Biospritfeldern aufzubauen und die Autos elektrisch zu betreiben. Ein Elektromotor hat auch einen höheren Wirkungsgrad als ein Verbrennungsmotor.
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