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Wien - Die Luft scheint fürs Erste draußen. Zwölf Jahre hat der Hype bei wichtigen Industrierohstoffen gehalten und zu Höhenflügen bei Metallen und Mineralien geführt. Es war insbesondere China mit seinem gewaltigen Nachholbedarf, das den gewohnten Zyklus zu einem Superzyklus wachsen ließ. Ein solcher erstreckt sich in der Regel über zehn bis 20 Jahre.
Der Bauboom und der Aufbau der Infrastruktur im Reich der Mitte, die über die Jahre den Bedarf an Eisenerz, Nickel oder Zink sowie an Energieträgern wie Kohle und Öl in die Höhe getrieben haben, ist einem etwas vorsichtigerem Agieren gewichen. Die maue Konjunktur in Nordamerika und Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Zukunft Europas wirken sich ebenfalls dämpfend aus. Die Folge davon sind sinkende Preise bei wichtigen Rohstoffen.
Symptomatisch war der Halbjahresbericht, den der weltgrößte Minenbetreiber, die australische BHP Billiton, gelegt hat. Der Gewinn ist bis Ende Juni 2012 um gut ein Drittel auf 15,4 Milliarden Dollar eingebrochen. Mit ein Grund: höhere Kosten, niedrigere Rohstoffpreise. Milliardenprojekte wurden sicherheitshalber zurückgestellt.
Experten wie Australiens Rohstoff- und Energieminister Martin Ferguson sehen in der jüngsten Korrektur der Rohstoffpreise Vorboten für ein Ende des Superzyklus. Ferguson hatte dieses vor dem Hintergrund der drohenden globalen Rezession bereits im Sommer ausgerufen. (stro, DER STANDARD; 15./16.9.2012)
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