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Um des Einkaufens willen gehen heute nur die wenigsten noch auf den Naschmarkt.
Schon klar: Um des Einkaufens willen gehen heute nur die wenigsten noch auf den Naschmarkt. Zu eintönig ist das Angebot, zu selten sind jene Standler, die - wie Gemüsegärtner Karl Kuczera im hinteren Teil - wirklich herausragendes Obst und Gemüse anbieten.
Wobei: Der Bauernmarkt, der samstags ganz hinten bei der Kettenbrückengasse mehr geduldet als gefördert wird, ist ein Lichtblick. Was aber genauso traurig macht, ist die Verdrängung guter Wirte aus der Gastromeile. Wer sich nicht als kryptoasiatische Fastfood-Bude, als Döner-Outlet oder als sonst ein Schnitzelfritter für die Touri-Abteilung hermascherlt, hat offenbar keinen Platz mehr.
Anfang September machte Chi, der wahrscheinlich kleinste und zweifelsfrei wunderbarste Vietnamese, dicht (soll aber zum Glück in absehbarer Zeit in der Leopoldstadt neu aufsperren). Umso tragischer, dass diese Woche mit dem Phô Saigon auch der nächste und somit letzte Vietnamese am Markt samt dem angeschlossenen (und wirklich ganz herausragend sortierten) Asia-Geschäft das Handtuch warf - trotz gut gehender Geschäfte.
Was die Betreiber nicht mehr wollten, war der rüpelhafte Ton, der hier zusehends herrscht. Dass es damit (bis auf den unbeugsamen Indian Pavilion!) kein einziges authentisches Asia-Standl am Markt mehr gibt, spricht freilich auch Bände über die Kundschaft, die hier mittlerweile verkehrt. (Severin Corti, DER STANDARD, 15.9.2012)
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bitte einmal zu hinterfragen, welche rolle das marktamt beim niedergang des naschmarktes und anderer märkte spielt!
das ist nämlich eine bei weitem unterschätzte rolle!
diese herrschaften bedürfen m.e. einer massiven kontrolle !
und: nicht zu unterschätzen ist auch der rubel, der da rollt, wenn standln übernommen werden....da gibt es listen, mit reihungen der standlsuchenden, etc.
der quadratmeterpreis für die miete der standln ist sehr, sehr niedrig, der bewegt sich pro m² unter 10 euro, ABER.....
Die Nähe zur STadt und zum Naschmarkt kommt man mit der Ubahn, nach Grinzing mit der Straßenbahn.
Man könnte aber den 38er bis zum Karlsplatz verlängern, dann brauchen die Touristen nicht umsteigen
nicht daß es am nachmarkt keine bobos gäbe, aber der inder sperrt leider am frühen abend.
die entwicklung des naschmarkts stimmt traurig: die standler von vor 20 jahren wurden durch schlitzohrige russen oder grindige möchtegernitaliener (prosciutto und rotwein, aus der ukraine) abgelöst.
was bleibt sind die fischgeschäfte, mister joseph, das kraut-rüben-gurkenstandl, der poehl, das käseland und ein paar standln im oberen teil. sehr schade.
...weil ich irgendwas Ausgefallenes kochen wollte.
Heute? Das letzte mal war es nichtmal möglich getrocknete, rote Chilischoten zu bekommen. In irgendeinem Asialaden hatten sie dann gekühlte (!?), vakumverpackte (!?) Frische.
Und was das Essen betrifft: Großteils Fast-Food Mist oder hoffnungslos überteuert. Fischlokale vielleicht mal ausgenommen.
Zusätzliche Mankos: Taschendiebe, Dealer und Betrüger.
Alles zusammengenommen ist der Naschmarkt einfach keine Fahrt mehr wert.
die tendenz zur verklärung ist verständlich, kommt mit dem alter ganz automatisch. "früher" war der naschmarkt voll von fetzen-standeln und zwar atmosphärisch erfreulichen marktschreiern, die aber halt ihre paprika und paradeiser zu verkaufen suchten. eh super und authentisch. so ein angebot wie derzeit gab es jedenfalls am naschmarkt bisher noch nie (wenngleich der verlust von herta gruber empfindlich schmerzt). aber wenn alle nur nörgeln und eh beim billa einkaufen, anstatt zum markt zu gehen, dann bitte nicht schimpfen, dass nur mehr schoko-boutiquen und schnitzelfritter für touris da sind, okay?
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