Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Das Skelett des Dinosauriers Dysalotosaurus lettowvorbecki im Museum für Naturkunde Berlin.
Berlin - Dysalotosaurier waren eine Gattung von Vogelbeckendinosauriern, die vor etwa 150 Millionen Jahren im Gebiet des heutien Afrika lebten. Sie liefen auf zwei Beinen, wurden mit einer Länge von einem bis fünf Metern nicht sonderlich groß und dürften sich in erster Linie von Pflanzen ernährt haben. Als kleiner, nicht gepanzerter Pflanzenfresser musste der Dysalaotosaurus sich vor Räubern hüten - und sein Gehör war auch ganz darauf angelegt, wie deutsche Forscher im "Journal of Vertebrate Paleontology" berichten.
Ein vollständiges Skelett eines Dysalotosaurus lettowvorbecki ist im Berliner Museum für Naturkunde ausgestellt und das dortige Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung hat sich zuletzt insbesondere mit dem Schädelaufbau des Tiers befasst. Dabei ging es den Forschern darum herauszufinden, ob die Struktur des Innenohrs Hinweise auf die Hörfähigkeit und das Verhalten des Tiers geben kann.
Vor 100 Jahren führte das Museum Grabungen in den mehr als 150 Millionen Jahre alten Jura-Schichten des Tendaguru-Bergs im heutigen Tansania durch - zur Ausbeute zählte unter anderem das gigantische Skelett eines Brachiosaurus brancai. Um einen besseren Einblick in die jurassische Lebewelt des Tendaguru zu erhalten, griffen die Forscher Gabriela Sobral, Christy Hipsley und Johannes Müller für ihre Studie auf Computertomographie zurück. Dieses Verfahren ermöglicht es, sogar versteinerte Schädel mittels Röntgenstrahlen zu untersuchen und das Innere des Schädels in dreidimensionaler Form sichtbar zu machen.
Die Untersuchung ergab eine Kombination aus ursprünglichen und modernen anatomischen Merkmalen im Innenohr von Dysalotosaurus. So enthält die für die Verbindung zum Trommelfell wichtige Seitenwand der Hirnkapsel statt einer einzigen Öffnung zwei Fenster. Ein solches Merkmal ist üblicherweise mit einer erhöhten Hörfähigkeit verbunden, da dadurch der Energieverlust bei der Schallübertragung verringert wird. Im Gegensatz dazu ist die Schnecke des Innenohrs vergleichsweise kurz, was auf eine nur schlecht ausgebildete Unterscheidungsfähigkeit zwischen hohen und niedrigen Frequenz-Tönen hindeutet. "Wir haben das Hörspektrum und die durchschnittliche Hörfrequenz von Dysalotosaurus berechnet", sagt Sobral, "und es ergab sich eine Position mehr oder weniger zwischen den Fähigkeiten moderner Krokodile und Vögel, den beiden nächsten lebenden Verwandten der Dinosaurier. Dysalotosaurus konnte in etwa so gut hören wie heutige Strauße und Reiher."
Ein weiteres Ergebnis der Studie war die Beobachtung, dass der seitliche der drei Bogengänge länger als die übrigen ist und relativ zur Position der Schnauze nach vorne abkippt. Die Ausrichtung der Bogengänge ist von großer Bedeutung für das Gleichgewicht und die Haltung eines Wirbeltiers. "Die relative Verlängerung des seitlichen Bogengangs deutet darauf hin, dass seitliche Bewegungen des Kopfes wesentlich wichtiger für Dysalotosaurus waren als den Kopf auf und ab zu bewegen oder hin und her zu schaukeln", sagt Sobral, "zudem ist die Kippung zur Schnauze hin ein Hinweis auf eine horizontale Kopfhaltung im Alarmzustand, ein typisches Merkmal von Tieren, die sich auf andere Sinne als die Sehfähigkeit verlassen." Wie viele pflanzenfressende Säugetiere war wohl auch Dysalotosaurus ein bevorzugtes Beutetier seiner räuberischen Verwandten und hatte eine Hörfähigkeit entwickelt, die ganz darauf ausgerichtet war, Fressfeinde frühzeitig zu bemerken. (red, derStandard.at, 16. 9. 2012)
Während sie anderswo gefährdet sind, gibt es in den Reservaten Südafrikas zu viele Elefanten - Mittlerweile hat man den Kühen bereits die Verhütung verordnet
US-Forscher entdecken neue Prinzipien der Fortbewegung in Tunnelsystemen
US-Forscher untersuchten Fossilien auf Muskelansätze und schlossen aus diesen auf die bevorzugten Bewegungen der Tiere
Zum Tauchen optimierte Flügel verursachen in der Luft hohen Energieaufwand
Boku-Studie: Würmer im Boden und Artenvielfalt senken Schäden durch Schnecken um bis zu 60 Prozent
Aktuelle Daten zeigen: Worst-Case-Szenarien bei der Erderwärmung in diesem Jahrhundert eher unwahrscheinlich
Sender hat keinen Empfang, vermutlich bewegt sich "Herwig" derzeit in einem Funkloch
Mit dem schnelleren Verfahren lässt sich der genaue Familienstammbaum der Zellen auf einfache Weise rekonstruieren
Knochen waren ein Jahrhundert lang verkannt worden - nun als neue Art identifziert
500 Millionen Jahre alter Gliederfüßer nach Hollywoodstar benannt
Forscher wollten feststellen, ob Regionen mit bedrohten und besonders schützenswerten Populationen auch ausreichend unter Schutz stehen
Die acht eigentlichen Mitgliedsländer nehmen sich der Ölverschmutzungen im Norden an
Moskitos, die keine Plasmodien in sich tragen, lässt der Geruch von Menschen dagegen eher kalt
Maßnahme soll Regenwäldern zugute kommen
Indirekter Effekt: Grizzlybären verschmähen neue Fischart und konzentrieren sich verstärkt auf junge Wapitis - Dies könnte gesamtes Nahrungsnetz verändern
Freiburger Forscher untersuchten Proteine, die in einer Bakterienzelle die Struktur des Erbguts sichern
Pumpende Bewegungen verschaffen den Straußenkorallen entscheidenden Vorteil gegenüber den gefährdeten Steinkorallen
Vorträge, Filmvorführungen, Labor- und Gartenbesichtigungen schon ab Mittwoch in Österreich
Der Soufrière Hills auf Montserrat brach 1995 nach 300-jähriger Ruhephase aus und kommt seitdem nicht mehr zur Ruhe
Symposium über "Synthetische Biologie" am Dienstag in Wien
Wiener Verhaltensforscher untersuchten Untreue und Vaterschaft beim Teichrohrsänger
Tiere wachsen auch dann , wenn CO2-Konzentrationen jenen entsprechen, die wir für das Jahr 2100 erwartet werden
Forscher holten aus 2,4 Kilometern Tiefe Wasser aus dem Präkambrium - Nun hoffen sie auf Nachkommen von Mikroben aus der Anfangszeit des Lebens
Forscher untersuchen Milliarden Jahre alte geologische Formationen auf der Südhalbkugel
"Apothekerfrösche", die einst für Schwangerschaftstests verwendet wurden, verbreiteten den tödlichen Chytridpilz global
Dysalotosaurus lettowvorbecki ist, obwohl auch unter "Dino-Fans" eher wenig bekannt weil "unspektakulär", wahrscheinlich eine der am besten untersuchten Dino-Arten überhaupt.
Obwohl es nur eine einzige Fundstelle gibt sind Reste von Tieren fast aller Altersgruppen vorhanden und die Knochen sind so gut erhalten, daß nicht nur die Entwicklung vom Jungtier zum voll ausgewachsenen nachvollzogen werden kann
http://www.plosone.org/article/i... e.0029958,
sondern sogar pathologische Befunde möglich sind, wie auch derStandard schon berichtet hat:
http://derstandard.at/131500626... nen-Jahren
so funktioniert der link:
http://www.plosone.org/article/i... ne.0029958
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.