Ergebnisse für ÖH "schockierend"

14. September 2012, 12:34

Töchterle fordert Studiengebühren - Studienautor Martin Unger tritt für eine Valorisierung der Beihilfen ein

Die stellvertretende Vorsitzende der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH), Angelika Gruber (Verband Sozialistischer StudentInnen/VSStÖ), sieht durch die Erhebung "ganz klar belegt, dass die soziale Lage der Studierenden nicht ganz so rosig ist, wie man es sich wünschen würde". "Schockierend" sei etwa, dass nur 15 Prozent der Studenten Studienbeihilfe erhalten, so Gruber bei einer Pressekonferenz am Freitag. Es sei auch nur schwer vorstellbar, dass man mit der Höchststudienbeihilfe von 674 Euro pro Monat - die außerdem nur ein Prozent der Studenten erhielten - auskommen könne, geschweige denn mit der durchschnittlich ausbezahlten Beihilfe von 272 Euro monatlich.

Gruber forderte außerdem ein Grundstipendium für alle Studenten unabhängig vom Elterneinkommen, eine regelmäßige Inflationsanpassung der Beihilfen sowie einen Ausbau der Sachleistungen wie etwa durch den Bau neuer Studentenheime. Außerdem plädierte sie für die Einführung eines Teilzeitstudiums und die Möglichkeit, direkt bei der Inskription auch einen Antrag auf Studienbeihilfe zu stellen. Auch Studienautor Martin Unger vom Institut für Höhere Studien (IHS) hielt am Rande der Pressekonferenz eine Valorisierung der Beihilfen für überfällig, außerdem müsse man auch die Altersgrenzen für die Förderungen überdenken.

Töchterle will "das Mögliche tun"

Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) sah durchaus auch positive Resultate der Erhebung: Einerseits gebe es wesentlich mehr Studierende, mehr internationale Studierende sowie mehr Studenten, die etwa über Berechtigungs- oder Externistenprüfungen den Zugang an die Hochschulen schaffen. "Schatten" würden allerdings die sehr lange Verweildauer an den Unis sowie die "verbesserungsfähige" soziale Durchmischung werfen. In diesem Zusammenhang setzt er auf einen Ausbau der Fachhochschulen (FH), wo der Zugang egalitärer ist.

Für einen Ausbau der Studienförderung werde er "das Mögliche tun". Dies sei allerdings abhängig vom Budget. Erneut bedauerte Töchterle, dass sein Vorschlag eines Ausbaus der Beihilfen im Gegenzug zur Einführung von Studiengebühren von der SPÖ abgelehnt worden sei.

Den Rückgang der Anträge auf Studienbeihilfe in den vergangenen Jahren erklärte der Leiter der Studienbeihilfebehörde, Gottfried Schlöglhofer, hauptsächlich mit dem weitgehenden Entfall der Studiengebühren. Damit sei ein Anreiz verlorengegangen, sich um eine Förderung zu bemühen, da die Beihilfenbezieher von den Gebühren befreit waren. Nach seiner Schätzung stellen derzeit rund zehn Prozent der eigentlich Berechtigten keinen Antrag. (APA, 14.9.2012)

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die ÖH darf sich nicht beschweren

Eine Organisation die Tausende von Euros in ein sinnloses Café investiert, monatlich noch immer (!) 3500 € Miete für ein leeres Objekt bezahlt, hat meiner Meinung nach kein Recht, in Bezug auf Wirtschaft und Finanzierung der Universitäten mitzusprechen. Wollt ihr wirklich etwas für Studenten machen, dann unterstützt sozial schwache Studenten durch die Mitgliedsbeiträge. Aber wäre dann ja doch wieder ZU sozial und transparent!

FH ausbauen?? Den UNI's mal Geld geben!

Geb den UNI's mal so viel Geld je Student wie eine FH für ihre Studenten bekommt und nicht 1UNI = 1FH -.-

Würden die UNI's nach Studenten bezahlt werden, hätten wir keine überfüllten Hörerplätze, jeder darf Prüfungen machen, der Stoff würde nicht so scheiße rübergebracht werden, dass Leute durchfallen müssen, und man könnte sich endlich auf den Inhalt konzenterieren und wirklich studieren!!!!

FH's haben leicht reden, wenn ich das Gleiche Geld auf 800 Studenten (siehe Burgstaller.. *hust*) oder auf 80.000 Studenten (zB BOKU Wien) aufteilen muss?? - Das kann irgendwann nicht gehen.

Studenten und Studiendauer

Eine Frechheit sind auch die unüberprüfbaren und oft sehr undurchschaubaren Prüfungsmethoden! Der eine Student bekommt eine einzige leichte Frage und ist durch! Ein anderer wird vom Professor k.o. geprüft! Ich hatte schon alles durch, bis auf 2 Prüfungen (Privat- und Strafrecht). Ich habe immer viel gelernt und immer eine 2 oder 3. Dann auf einmal die 1. k.o.-Prüfung beim allseits bekannten Prüfungskaiser von Linz (Reischauer). 2 x jeweils über 1 Stunde! Mit süffisantem Grinsen jeweils eine 5. Beim 3. Mal, ich habe mich fast angesch....., eine Frage, und ich war durch. In Strafrecht dasselbe. Ich hatte einfach nur das Gefühl, die wollten mich abschießen!
Die Professoren bekommen ja für jede Prüfung eine Gebühr, also ein Zusatzeinkommen!

Naja, Prüfung 1 Stunde mündlich. Alleine oder mit anderen Studenten? Da müssten schon sehr viele Studenten drin sitzen damit sich das für Professor finanziell lohnt.

Studenten und Studiendauer

jedes Mal über eine Stunde, und alleine, aber mit 2 Zuhörern als Zeugen. Nun ja, die Zeit holt er dann ja wieder ein, wenn er bei seinen Lieblingen nach 2 Minuten fertig ist. Er hat mich k.o.-geprüft, bis zur 1. Frage, die ich nicht mehr beantworten konnte, weil ich auf einmal ein Blackout hatte. Dabei wäre die Frage leicht gewesen.
Er meinte kurz vorher zu mir, ich studierte ja nebenbei, weshalb ich studieren würde, ich hätte ja eh einen Job und würde den anderen Studenten nur den Platz wegnehmen. Außerdem kreidete er mir an, ich wäre nie in seiner Vormittagsvorlesung gewesen. Ich ging ja immer nur in die Übungen am Nachmittag und in die Reps am Abend, aber so ist das halt, wenn man berufstätig ist. Und auch sonst redete er blöd herum.

Hat mit dem Thema nix zu tun. Denoch Gratulation zum Studienabschluss.

Jedoch muss ich Ihre Aussage ein wenig korrigieren, da nicht alle Professoren (nämlich nur die älteren) solche Verträge haben. Neuere bekommen ein Fixgehalt, egal ob sie 5 oder 1 Vorlesung anbieten und egal wie viele Prüfungen sie abhalten.

zum Thema

Es hat schon etwas mit dem Thema zu tun, weil man auf diese Art ja länger studieren und das Geld für diese Zeit ja auch verdienen muss. Und wer neben dem Studium arbeiten gehen muss, der hat dann abends oft nicht die Kraft, intensiv und konzentriert zu lernen. Man muss sich jeden Tag zusammenreißen. Und dann muss man sich auch noch von so einem Heini von Professor verarschen lassen, weil ihm dein Gesicht nicht passt.
Aber ich muss zugeben, bei anderen Professoren hatte ich es deswegen wieder leichter. Mit dem Arbeitsrechtler habe ich zB 10 Min nur über meinen Job geredet, ein Sehr Gut bekommen, dabei hat er mir keine einzige Frage gestellt. Im Handelsrecht war es ähnlich.

So ist das Leben.
Mal gerecht, mal ungerecht.
Solange ich mit ganzem Hirn und allen Extremitäten auf die Welt gekommen bin, fühle ich mich eher den gerecht-Behandelten zugehörig.

Prüfungskaiser

Ich sagte es ja, er war der berüchtigte Prüfungskaiser von Linz. Über ihn hat sogar der ORF damals berichtet, weil er angeblich an S 700.000,-- jährlich an Prüfungsgebühren nebenbei bezogen hat. Er hat dem ORF auch das Interview verweigert.
Ich bin 1992 fertig geworden. Wegen ihm und anderen hat man dann auch des Gehaltsgesetz geändert.

Ich hatte auch kein Stip, weil ich durch PR Jobs (Wesser) zu viel gecasht habe. Durch den Job ist mir mein Erststudium entglitten und ich habe abgebrochen.

Dann hab ich wie Faymann Jus inskribiert, aber nichts gemacht. Hab auch nicht für Stip angesucht. War ein Fernstudium, den Lernkoffer konnte ich zum Glück verkaufen.

Und fürs BWL Studium bekam ich dann trotz Ansuchen keine Beihilfe, weil das halbe Semester Jus als Zweitstudium gerechnet wurde. Habe unter Mindestzeit studiert, aber immer arbeiten müssen, im Studentenheim gelebt und bin mit 8000 EUR Schulden fertig geworden. Dann durfte ich mal 3 Jahre zum Psychiater und hab eigentlich noch immer einen ziemlichen Schaden.

kenn das nur allzu gut,

durfte durch Todesfälle mich zum Arzt schleppen, nachdem mir auf der FH die Abmeldung zur Prüfung untersagt wurde mit dem Kommentar: Sie hätten im April wissen müssen, dass ihre Mutter im Juni plötzlich stirbt.
Daraufhin wurde mir das Leben dort zur Hölle gemacht.

Tja hätte ich das schon gewusst, wäre ich nie und nimmer studieren gegangen, sondern wär im Radio als Hellseher.

Ich erlaube mir, gute Besserung zu wünschen!

Kenn das mit dem "was aus der Ausbildung mitnehmen" - nicht lustig, außer man hat verdammt guten Humor...

armer. ich kannte früher auch schon leute, die mit dem studium fertig wurden und dann schulden hatten. traurig.

Ja, find ich auch!

Ergebnisse für ÖH "schockierend". Daß ist es, was mich so schockiert!

Es zeigt nämlich einmal mehr, wie abgehoben vom den Studierenden die ÖH mittlerweile agiert.
Als Studienrichtungsvertreter hat mich das Ergebnis in keiner Weise erstaunt.

Ich weiß, daß eine Verdoppelung der Stipendien weder realistisch ist, noch diese Zahlen wesentlich verändern würden.

Wichtig wäre es daher gewesen, die Studienarchitektur an die Bedürfnisse der Studenten anzupassen, aber das Gegenteil ist passiert:

Im Zuge von Bologna wurde der Anteil von Veranstaltungen mit Anwesenheitsimmanenz massiv erhöht, in manchen Masterstudien auf 100% der Veranstaltungen!

Solche Studien sind für Werkstudenten nicht mehr studierbar. Entweder man hat heute reiche Eltern, oder man bleibt Bachelor!

Und die ÖH hat dabei, wie üblich, zugesehen.

Als Studienrichtungsvertreter sind sie Teil der ÖH und haben anscheinend auch zugesehen.

studienrichtungsvertreter haben aber bei den Abstimmungen keine Möglichkeit einen Studienplan zu kippen.
Abgestimmt wird durch Profs aus dem Mittelbau, den Studienleitern und den Stv's...

Das Kollegialorgan Curriculumskommission hat wiederum nichts mit der ÖH zu tun, außer dass die Studienvertreter drinnensitzen.

Doch, gerade diese

haben die Möglichkeit dazu.

Aus was besteht denn eine StV (Studienvertretung), wenn nicht aus Studien(richtungs)vertretern?

In der Curriculumskommission sitzen aber je zu einem Drittel Professoren, Mittelbau und Studienvertreter.

Das ist mit bekannt.

Gerade weil ein Drittel der Personen Studienvertreter sind, besteht ja die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen.

Ist es Ihnen schon mal gelungen den Mittelbau dazu bewegen gegen die Professoren zu stimmen?

An meiner Uni stört da immer ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis.

Bei einer Kampfabstimmung stehen die Chancen natürlich schlecht. Aber man kann sich einbringen und versuchen, durch Argumente zu überzeugen. Das geht nirgends so gut, wie auf dieser Ebene.

Mirabeau hat sich im Posting darüber aufgeregt, dass die "ÖH" bei der Erstellung nicht studierbarer Studienpläne nur zugesehen hat. Die einzige ÖH-Ebene, die realistischerweise bei der Erstellung von Studienplänen etwas beeinflussen kann, ist eben die StV.

Studienpläne werden zwar letztendlich vom Senat beschlossen, allerdings ist dort das Übergewicht von Profs/Mittelbau noch eklatanter.

Und die Bundesvertretung hat überhaupt kein Mitbestimmungsrecht bei den Studienplänen.

Mit den Argumenten muss ich aber das ganze Plenum überzeugen nicht nur den Mittelbau.
Meiner Meinung und Erfahrung nach lässt sich gegen die Professoren nichts durchsetzen.
Das führt die Drittelparität dann doch etwas ad absurdum.

"noch eklatanter" - Noch mehr kann man's eh nicht untertreiben.

UG §25 Abs. 3a
Universitätsprofessorinnen stellen 50% der Mitglieder. Mittelbau und Studierende nur jeweils um die 22%.

Den Rest brauchen Sie mir nicht erklären, das wär vielleicht für Mirabeau interessant.

Aber ordentlich mitreden und überzeugen kann man zumindest in der StuKo wenn dort das Klima passt.

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