Neue ÖBB-App sorgt für böses Blut bei Kunden

  • Trotz vieler positiver Rückmeldungen sind einige Kunden auch verärgert - hauptsächlich über das Personal.
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    Trotz vieler positiver Rückmeldungen sind einige Kunden auch verärgert - hauptsächlich über das Personal.

  • Assistenzhund, Fahrrad, Rollstuhl: Die Auswahlmöglichkeiten gefallen den Usern.
    foto: twitter.com/manfredschuetz

    Assistenzhund, Fahrrad, Rollstuhl: Die Auswahlmöglichkeiten gefallen den Usern.

Ticket-App der Bundesbahnen verärgert User mit Fehlermeldungen - Probleme mit Schaffnern

Die ÖBB versuchen einmal mehr, ihr Onlineangebot zu verbessern. Seit Mittwoch können die Passagiere der Österreichischen Bundesbahnen ihre Tickets mittels Smartphone-App kaufen. Neu gestaltet wurde auch das Online-Ticketsystem. Ziel sei, die ÖBB "zukunftsfit" zu machen und auf den "Bedürfnissen der jungen Generation aufzubauen", sagte eine Sprecherin.

200.000 Ticketabfragen

Der WebStandard hat Twitter-User gebeten, ihre ersten Erfahrungen mit der neuen App zu beschreiben. Twitter-User @mittermayr hat bereits am Beta-Programm teilgenommen und die App an sich als sehr positiv bewertet: "Es klang so, als hätte jemand bei der ÖBB eine gute Idee durch die Firma boxen können." Auch die Tatsache, dass man Assistenzhunde, Fahrräder und Rollstühle beim Ticketkauf angeben kann, hat vielen Usern gefallen. Die App wurde laut ÖBB-Sprecherin Sarah Nettel bisher 1.000-mal heruntergeladen. 200.000 Ticketabfragen wurden damit durchgeführt und 6.000 Tickets auch gekauft. 

"Utopie des papierlosen Tickets"

Weniger gut kommen allerdings öfters auftauchende Fehlermeldungen an. Einige Nutzer hatten Probleme mit der Vorteilscard, da diese erst bei wiederholtem Eingeben akzeptiert wurde. Ebenso wurde bemängelt, dass die Vorteilscard-Nummer wie auch die Kreditkarten-Nummer nicht gespeichert werden und man sie immer wieder neu eingeben muss.

"Falter"-Chefredakteur Florian Klenk beschreibt auf Twitter (@florianklenk) seine erste Erfahrung, bei der die App viermal vor dem Schaffner abstürzte und der Zugbegleiter daraufhin die Karte ausgedruckt sehen wollte. "Damit war die Utopie des papierlosen Tickets dahin. Kurz: ein Ärgernis", so Klenk. Damit konfrontiert erklären die ÖBB, dass es sich hierbei um Einzelfälle handle. Das Online-System funktioniere einwandfrei, auftretende Fehler und die damit verbundenen Fehlermeldungen würden von Experten bearbeitet und behoben werden. 

Zugbegleiter akzeptieren Tickets nicht

Ein weiterer Erfahrungsbericht erreichte den WebStandard per Mail. In diesem Fall wollte der Schaffner das Ticket nicht akzeptieren und stattdessen in ausgedruckter Form sehen. Die Bestätigungsmail für den Kauf ließ aber das Ticket nicht öffnen, was anscheinend immer der Fall ist, wenn man ein Ticket mit der Smartphone-App kauft. Nach längerer Diskussion mit dem Schaffner und dem Vorweisen der dazugehörigen Pressemitteilung ließ der Schaffner den Fahrgast schließlich doch weiterfahren.

Der Code ließ sich nicht einscannen, was anscheinend zu weiteren Verwirrungen führte. "Es entspricht generell nicht meinem Naturell, mich über Dinge zu beschweren. Allerdings denke ich, dass dies nicht nur mir, sondern auch anderen Kunden so ergehen kann, wenn man sich darauf verlässt, dass das Handyticket auch vom Zugpersonal akzeptiert wird", schreibt der WebStandard-Leser. 

Verbesserungsvorschläge

ÖBB-Sprecherin Nettel meint zu den beschriebenen Fällen: "Das kann ich mir nicht vorstellen. Vielleicht hatte es da einen Fehler in der App." Die Zugbegleiter und sämtliche anderen Kommunikationskanäle seien über die neuen Tickets informiert. Auch die Geräte könnten den Code einscannen, das wurde laut Nettel bereits im Pilotprojekt getestet. Verbesserungsvorschläge werde man bei den ÖBB allerdings ernst nehmen und auch einfließen lassen. (iw, derStandard.at, 14.9.2012)

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kurz gesagt, alles scheisse geworden..

typisch österreicher

die sind auch zufrieden mit dreck...so wie neue internetseite der öbb.... es funktioniert einfach gar ncihts... alles umständlich, 1000mal herumklicken für nichts.... echt blöd...
aber der österreicher ist glücklich....
welch trotteln leben in diesem land !!

Verwunderung über Beschwerden

Die Verwunderung der Frau Nettel wundert niemanden, weil Beschwerden in das Reich der Phantasie gehören.

Die ÖBB und auch die Frau Wagner scheinen in völlig anderen Welten zu schwirren, sonst würden Sie nicht sagen, Beschwerden sind unbekannt, es ist eh alles perfekt. Und die wenigen Beschwerden (angeblich 0,5 %) sind nur Suderer.

Am Samstag probiert: Gebucht zuhause am PC, 30 Minuten vor Fahrtantritt dann über die App geladen, hat tadellos funktioniert.

Lediglich der Eingabekomfort am Handy könnte noch besser werden (Name, VC-Nummer automatisch ausfüllen), sonst bleibt ein Automatenkauf unterm Strich unkomplizierter und schneller.

jetzt ohne schmäh:

ich wäre den öbb über alles dankbar (vermutlich viele frierende und leider schweigende passagiere) des railjet auch, wenn die klimaanlage nicht so tief auf der 7-stelligen kalt/warm skala bis zum krankwerden hinunterklimatisiert würde.

vielleicht liest jemand von den öbb dieses posting!

Ich mag es kühl und würde Sie bitten sich in Zukunft einfach etwas anzuziehen. Ich würde mich ja gerne zur Gänze entkleiden damit Sie es wohlig warm haben, versuche aber eine Anzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses möglichst zu vermeiden.

Ein Ärgernis wird sicher nicht

erregt.

Wahrscheinlich wird hier durch die blume auf die vielen Ausfälle in den railjets/öbb zügen hingewiesen.

Und das ist etwas Ordentliches...

... oder das übliche Gesudere

jaja, immer sind alle so super informiert wie immer

3 Tage vorm Fahrplanwechsel wird das große Geheimnis gelüftet - Reiseplanung derzeit nicht möglich:

Ihre Eingabe liegt nach dem Fahrplanwechsel am 08.12.12.
Die Fahrpläne für die neue Fahrplanperiode sind noch in Bearbeitung und stehen daher noch nicht zur Verfügung. Wir entschuldigen uns für die Wartezeit.
:-)

Die Entscheidung zwischen Flug und Nachtzug wird für mich durch die Umstellung auch praktisch unmöglich.

Alles bei den ÖBB ist ein Geheimnis.

Andere Bahnen sind da viel offener und kommunikationsfreudiger, indem Fahrplanentwürfe für jedermann/frau einsichtig sind.

Tickets ab Wien Stadtgrenze nicht möglich

Ich habe es mit dem Ticket App nicht geschafft den korrekten Preis für ein Ticket ab Wien- Stadtgrenze zu finden. Die Stadtgrenze wird auch online nicht berücksichtigt. Das erste Problem ist, dass man die Stadtgrenze bzw. Kernzonengrenze nicht direkt auswählen kann, man muss schon genau wissen welche Haltestelle das ist (zB Weststrecke: Purkersdorf Sanatorium- is vlt auch nicht jedem bekannt) und dann wird der Preis trotzdem noch falsch berechnet.

Wenn ich aber eine Vorteilkarte dort eingebe, funktioniert das schon wieder nicht !

doch, natürlich - einfach als weitere ermäßigungskarte erfassen (in der browser version unter "weiter angaben")

in der Browser-Version klappt das auch, aber in der App (Android) nicht....
Zumindestens habe ich dasselbe Problem wie 2 Vorposter..

wow für assistenzhunde muß man zahln?

gibts dann wenigstens einen eigenen platz und wasser?

ich glaub eher, das man für normale hunde zahlen muss

wenn aber auf dem ticket ein assistenzhund angemeldet ist (und einen entsprechenden ausweis hat) muss man nicht.

vllt gehts der öbb auch nur darum, solide zahlen zu haben...

Der kern macht wenig

besser, bei den vorteilskarten gehts ja auch drunter und drüber, wozu wurden die ausgelagert?

ganz im Gegenteil, die Abwicklung wurde ingesourct und dadurch entstanden die Probleme :) Vorher hats funktioniert

Wieviele PressesprecherInnen beschäftigen die ÖBB so? Und wozu muss ich die mit meinen Steuergeldern zahlen, insbesonder wenn deren einzige Funktion daraus zu bestehen scheint, das Publikum zu verar***en?

Anzahl der Pressefuzzis

Siehe letzter Rechnungshofbericht. Es sind einfach zu viele ...!

Vielleicht ist das nowendig, weil die PRler bei den ÖBB immer

nach ein paar Monaten das Handtuch werfen.

Die Fluktuation der ÖBB Pressesprecher ist atemberauben.

Auch das ist ein Indiz für die "Qualität" dieses Unternehmens.

.

was mir aufgefallen ist.

häufig gibt es keine 1.Klasse Wagen mehr, obwohl die Tickets dafür verkauft werden.

Das würde ich bereits als kriminiell bezeichnen.

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