Töchterle: Burgstallers Studiengebühren-Modell vergebliche Liebesmüh

  • Töchterle: "Über die Details müsste man diskutieren."
    foto: apa/neubauer

    Töchterle: "Über die Details müsste man diskutieren."

Wissenschaftsminister übt Kritik daran, dass "nachher für Unis nichts übrigbleibt"

Wien - Skeptisch zeigte sich Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) am Freitag bei einer Pressekonferenz in Bezug auf das von der Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) vorgelegte Studiengebührenmodell. Es sei "vergebliche Liebesmüh", wenn nach Abzug der Kosten für erhöhte Beihilfen für die Unis nichts mehr übrigbleibe. Trotzdem bewertete er Burgstallers Vorstoß als positiv: "Über die Details müsste man diskutieren."

Burgstallers Modell sieht die Einhebung von Studiengebühren in der Höhe von 363,36 Euro pro Semester vor. Gleichzeitig soll die Zahl der Stipendienbezieher auf 40 Prozent aller Studenten mehr als verdoppelt und diese weiter von den Gebühren befreit werden. Zusätzlich sollen alle Stipendienbezieher ein jährliches "Startgeld" von 1.000 Euro erhalten.

Derzeit gibt es an den Unis keine allgemeingültige Regelung zu Studiengebühren. Aufgrund eines VfGH-Urteils sind mit 1. März jene Bestimmungen aus dem Gesetz gefallen, die festlegen, wann Studiengebühren zu zahlen sind und wann nicht. Unter Berufung auf ein Gutachten des Wiener Verfassungsjuristen Heinz Mayer hat Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) die Unis daraufhin aufgefordert, Gebühren autonom in ihren Satzungen zu verankern und einzuheben. An acht der 21 Unis werden mit diesem Wintersemester erstmals in Eigenregie Studiengebühren kassiert, damit werden rund zehn Prozent aller Uni-Studenten bezahlen müssen. (APA, 14.9.2012)

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6 Postings
Da gebe ich Töchterle das erste mal Recht.

Studiengebühren und "sozial gerechte"* Beihilfen sind genauso gut wie keine Studiengebühren und keine Beihilfen.

*wers glaubt...

die gabi

zeigt mit ihrem "modell" halt eines

entweder studienbeiträge, die den unis was bringen, dann kann es aber keine sozial ausgewogenen stipendien geben,
oder sozial ausgewogene stipendien, dann bleibt von den beiträgen für die unis nichts übrig

wer behauptet das beides geht, hat probleme mit der realität oder mit dem denkvermögen

Es hilft also doch, wenn man einem Politiker öffentlich etwas vorrechnet:

http://derstandard.at/plink/134... id27873193

Allerdings musste diese Rechnung anscheinend 2 Wochen lang von der Ministerialbürokratie überprüft werden, bevor sich der Minister diese Fakten aneignete...

Solche Rechnungen schreibe ich immer wieder. Falls der liebe Töchterle vergisst, er hat selbst ein "neues" Stipendiensysetm gefordert, was über die Studiengebühren finanziert werden soll.
Ich sehe es lieber pessemistisch: Die Gebühren werden kommen mit dem Argument - was wollt ihr, wir passen dafür einmal die Studienbeihilfe an die Inflation an. Wuhu ...

Meins, meins, meins, nur mein Modell ist gut, alle anderen sind voll blöd! Ich mach jetzt nichts mehr bis mein Modell umgesetzt wird.

Auf gut deutsch:

Töchterle präsentiert die Ablehnung seiner Partei gegenüber dem Überlaufsgesuch von Burgstaller.

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