Eurogruppe sieht Licht am Horizont

Bankenaufsicht, Anleihenkäufe durch die EZB, ESM-Entscheid in Deutschland: Nicht nur Maria Fekter ortet "Entspannung"

Nikosia - Erleichterung und Aufatmen kennzeichneten die Sitzung der Eurogruppe vor Beginn des informellen Treffens der EU-Finanzminister am Freitag in Nikosia. Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) lobte die jüngst beschlossenen Maßnahmen über unbegrenzte Anleihenkäufe durch die EZB sowie die ESM-Entscheidung Deutschlands und eine künftige gemeinsame europäische Bankenaufsicht als "Meilenstein" für ein "sehr stabiles Fundament" im Kampf gegen die Euro-Krise. Europa sei "stabilisiert".

Zuversichtlich zeigte sich auch EZB-Präsident Mario Draghi, der von ersten Anzeichen einer normalen Situation sprach, doch "haben wir noch einen langen Weg zu gehen". Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker sagte, trotz schwieriger Umstände gebe es Anzeichen für eine gute Entwicklung in der Währungsunion. Zum weiterhin vom Staatsbankrott bedrohten Griechenland hielten sich die Finanzminister der Eurogruppe eher zurück. Juncker sagte, eine Entscheidung über weitere Zahlungen an Athen oder über einen zeitlichen Aufschub der Erfüllung von Sparmaßnahmen werde erst in der zweiten Oktoberhälfte erfolgen. Der Bericht der Troika zu Griechenland soll Anfang Oktober vorliegen.

Fekter meinte, die Regierung in Athen habe ein "sehr ambitioniertes Budget vorgelegt" und "wir werden den Griechen dann die Zeit geben, die sie dafür brauchen. Mehr Geld wird's wahrscheinlich nicht geben". IWF-Chefin Christine Lagarde zeigte sich ebenfalls offen dafür, Athen mehr Zeit für die Erfüllung der Reformauflagen einzuräumen.

Lob für die Sorgenkinder

Lob gab es für Portugal, Irland und Spanien. Fekter sieht Portugal "auf Schiene". Juncker zeigte sich zuversichtlich, dass das unter dem Rettungsschirm stehende Portugal bereits nächstes Jahr wieder an die Märkte zurückkehren könne. Irland, das ebenfalls EU-Finanzhilfen erhält, hat mit der Erfüllung von 120 Programmmaßnahmen in den vergangenen zwei Jahren laut Fekter das größte Reformpaket des Landes erfüllt. Auch die Vorgabe, bis 2015 ein ausgeglichenes Budget zu erreichen, sei machbar. Spanien wiederum habe ambitionierte Maßnahmen gesetzt, so die Ministerin. Juncker erklärte, Spanien hat seinen Euro-Partnern weitere Reformen zugesagt, wenn dies für das Erreichen seiner Schuldenziele nötig sein sollte. Die Regierung in Madrid sei dazu bereit. Die Restrukturierung der spanischen Bankenbranche werde im November abgeschlossen. EU-Währungskommissar Olli Rehn kündigte an, dass die Regierung in Madrid bis Ende September ein Reformprogramm präsentieren werde, inklusive einem detaillierten Zeitplan für die Umsetzung dieser Pläne. Damit könnte Spanien den Weg für weitere Hilfen aus dem ESM bereiten.

ESM bald einsatzfähig

Der künftige permanente Rettungsschirm ESM werde Ende Oktober "vollkommen einsatzfähig" sein, versprach Juncker . Die Euroländer sollten bis Ende des kommenden Monats die ersten beiden Raten für das ESM-Kapital in Höhe von zusammen 32 Mrd. Euro überweisen. Dann sei der Fonds einsatzbereit. Die erste Zusammenkunft des ESM-Gouverneursrats findet am Rande des Eurogruppen-Treffens am 8. Oktober in Luxemburg statt.

Fekter erklärte nach der Eurogruppen-Sitzung, es gebe zwar noch keinen Grund für Euphorie, "aber wird sind am richtigen Weg und können die Stabilität erzeugen, die sowohl die Märkte als auch die Staaten brauchen, um Wachstum und Wohlstand zu generieren". Allerdings müsse in der nächsten Zukunft auch die "konjunkturelle Delle" ausgeglichen und gegengesteuert werden. Mit Hilfe der EIB sollten im Bereich IT, Infrastruktur und Green Jobs oder Energie Projekte umgesetzt werden, um zu Dynamik und Wachstum zu kommen. (APA, 14.9.2012)

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Ich frage mich, ob diese Stabilisierungsmethoden, die ja nicht zu Gehaltserhöhungen führen, tatsächlich eine Stabilisierung in der realen Welt bewirken.

Weil was bringt eine stabile Währung dem einzelnen, wenn das Gehalt stagniert und die Kaufkraft durch Inflation immer geringer wird?

Dann arbeitet man für Spitzenverdiener, nur um sich die überteuerte unangepasste Miete leisten zu können.

Eurogruppe sieht Licht am Horizont

toll.

das sagen die, die überhaupt nichts haben kommen sehen und danach ein fehlentscheid nach dem anderen trafen.

wer glaubt diesen clowns (treffender wäre verbrecher) eigentlich noch?

Welch erbärmliche Haufen an Politkasperln, der sich da versammelt hat. Die FED druckt massenhaft Geld und die Europäer machen es jetzt den Amis nach.

Das Resultat:

1. Die Mittelschicht verarmt.
2. Die Finanzelite profitiert.

Nicht Leute wie Faber, Sinn und Stronach sind die Populisten, sondern die schwarz-rot-grünen Sklaven der Parteiapparate.

http://www.format.at/articles/... nbank-welt

seit 2008 wurde uns quartalsweise immer wieder "Ruhe an Finanzmärkten" "Hoffnung auf Beruhigung" und "Licht am Ende des Tunnels" versprochen....jetzt schreiben wir 2012 und nach billionenschweren stützungsmaßnahmen sollen wir wieder den gleichen mist glauben????
für wie blöd werden wir eigentlich gehalten?

Deutsche Bank hält hohe Inflation für unvermeidlich

http://www.welt.de/wirtschaf... dlich.html

Verlierer bei Inflation sind auch nur wieder die Ärmsten.
Was aber noch kommen wird ist das in Ländern wie Frankreich, Griechenland oder Italien dann auch irgendwann die Löhne steigen werden, wie sagt man so schön in Osteuropa: was wir uns in 20 Jahren erarbeitet haben haben sich die Griechen in 3 Monaten erstreikt!

In D werden die Arbeiter aber erzählt bekommen das wegen der Preisteigerungen kein Geld für Lohnerhöhungen da sei, ganz im gegenteil werden viele noch verzichten müssen damit die Gewinne der Unternehmer bleiben.

Ale Ergebniss kauft im Rest der Welt erst recht keiner einen Fiat oder Renault und D wird wieder beschimpft weil die alle niederkonkurieren.

absolut richtig. inflation und armut, das wird uns der euro bringen. die gesetze der volkswirtschaft sind stärker als das wunschdenken dieser parteiapparatschiks.

Ja gut, aber jede andere Wähung auch in einer globalisierten Welt.

Worüber die Politiker nicht reden ist die Globalisierung, weil dagegen sind sie völlig machtlos. Die Währung zu stabilisieren dagegen ist eine Leichtigkeit, weil die kann man rasch kontrollieren und manipulieren.

erinnert nur mich die christl an den johannes heesters ?

Zombies regieren die Welt.,.

Nun gehts bergauf!

Endlich werden die Schulden mit noch mehr Schulden bekämpft.
Diese werden nun schön homogen auf alle EU-Mitgliedsstaaten aufgeteilt.
Das heißt: die gemeinsame Insolvenz kann so um Monate/Jahre nach hinten verschoben werden.
Die Frage ist nur welcher Notenpresse auf lange Sicht nun mehr Papier zur Verfügung steht? der EZB oder der FED.
Somit wird das schön langsam auch zum Rohstoffproblem ;-)

Licht am Ende des Tunnels gibts erst wenn Deutschland fuer seine Auslandsforderungen gerade steht, und die Haftungen nicht auf die anderen abwaelzt.

Die Chinesen haben das Spiel durchschaut. Darum haben sie dem EFSF auch kein chinesisches Geld geliehen.

Wollte D ja gerne aber die Regierung in Ö und andere wollen unbedingt vergemeinschaften, nun darf sich da auch niemand beklagen.
Gibt es auch schon Vorschläge wie man Auslandsforderungen gar nicht erst entstehen lässt?
Mein Vorschlag wäre Einfuhrzolle inerhalb der EU und Banken dürfen nur noch im eigenem Land tätig sein.

Anstatt dass eigentliche Problem zu beseitigen, betreiben wir Wohlstandsvernichtung indem wir den Warenverkehr einschraenken. Typisch Von der Lahn.

Unten habe ich bereits das Problem erklaert, zwei mal sogar.

Das mein Vorschlag Polemik ist sollte man daran erkennen das dies einer Auflösung der EU gleich käme.

Purer Stuss isses aber zu meinen: "wenn Deutschland fuer seine Auslandsforderungen gerade steht"
Für Forderungen gerade stehen sollte ZU ALLER ERST der Schuldner.
Wenn der Schuldner nix hat dann muss der Gläubiger drann glauben.
Typisch jazodaz tut aber so als hätte die Regierung D´s Gelder verliehen und deswegen soll das auch der deutsche Steuerzahler begleichen.
Das Forderungen nie aus dem Nichts entstehen sondern das die Kohle irgend einer verfrühstückt hat wird aber ganz und gar verschwiegen.

Hinweis für finanzpolitisch interessierte Mitposter:

Die international renommierten Professoren Ulrich Hege und Harald RAu haben heute, 14.9.2012, in der FAZ, Wirtschaftsteil, einen wirklich erhellenden Artikel zum Thema ESM und EZB-Anleihenkauf publiziert. Aufmacher:"Warum ein Schuldenschnitt die bessere Lösung ist".
Es ist geradezu komisch feststellen zu müssen, daß jene, die wortgewaltig die sich immer weiter öffnende Schere zwischen ARM und REICH beklagen, mit derartiger Begeisterung die Riskenübertragung auf die Steuerzahler via Rettungsschirme und Anleihenkäufe begrüßen.
Von den anderen, den angeblichen Vertretern der Marktwirtschaft, ganz zu schweigen.
Die Lektüre empfiehlt sich, da sie Propagandanebel beseitigt.

Ein Schuldenschnitt ist also besser.

Wer sind diese voellig verschrobenen Professoren. Geht das jetzt immer von neuem los, im Norden arbeitet mat sich bloed damit man die im Sueden niederkonkurrieren kann, und am Ende gibts einen Schuldenschnitt damit das spiel wieder von Neuem beginnen kann.

Irrsinn.

Sie haben offensichtlich den Artikel nicht gelesen, sonst setzten Sie sich inhaltlich mit ihm auseinander.

Wenig intelligente Anmerkungen wie "Irrsinn" bringen uns in der Sache nicht weiter. Und durch Parteipropaganda verpickte Hirne auch nicht.

Gegoogelt und gelesen. Conclusio:

Ein Schuldenschnitt ist also besser.

Wer sind diese voellig verschrobenen Professoren. Geht das jetzt immer von neuem los, im Norden arbeitet mat sich bloed damit man die im Sueden niederkonkurrieren kann, und am Ende gibts einen Schuldenschnitt damit das spiel wieder von Neuem beginnen kann.

Irrsinn.

Anmerkung: Das eigentliche Problem, die wirtschaftlichen Ungleichgewichte, ausgeloest durch mangelnde Koordination der Wirtschaftspolitik, werden ja nicht einmal angegangen.

Das ist naemliche massive Vermoegensvernichtung zu Lasten der Bevoelkerung/Umverteilung. Irrsinn eben.

Ihr Ansatz ist unvollständig und zu negativ!

Die Spanier, Portugiesen, vor allem aber Italiener und Iren haben know how, eine entwickelte Volkswirtschaft und offenbar auch Politiker, die ihren Laden in Ordnung bringen wollen.
Worauf Sie leider vergessen ist, daß nur durch Leistung, Wissenschaft und Forschung vorhandener Vorsprung aufgeholt werden kann.
Bei Griechenland liegen bedauerlicherweise die Dinge völlig anders: kein funktionierender Staat, weder in Verwaltung noch in Gerichtsbarkeit, keine Grundbücher, eine Mentalität des Nehmens, korrupte Verwaltungsbeamte, noch dazu zu viele. Und vor allem der Wille fehlt, sich selbst zu helfen.
Irgendwann reißt den Zahlern des von Ihnen geschmähten Nordens die Geduld und dann kommt der Schuldenschnitt und der Weg aus dem Euro sowieso.

Das Licht am Horizont hat der Herr Nowotny schon vor 4 Jahren gesehen

Wo bleiben eigentlich die Wortspenden des Herrn Nowotny zur aktuellen Lage? Irgendwie geht mir das ab. Oder hab ich nur was übersehen?

Und was hilft`s den Bürgerinnen und Bürgern? Haben die jetzt auch Stabilität im Börserl? Es freut mich mit den Banken wenn die jetzt wieder nach Lust und Laune zocken können. Liebe Politiker und Politikerinnen vielen herzlichen Dank für den Verrat am Volk. Zahltag ist 2013 denn die Welt wird nicht am 21.12. untergehen.

das licht am ende des tunnels ist nicht selten der entgegenkommende zug.

http://www.youtube.com/watch?v=q3tp7uS6ezY

diese europäische politik ist zum scheitern verurteilt! das ist so sicher wie das amen im gebet.

Das hätte man früher ...

Und billiger haben können, so im ein paar 100 Mrd....

Lichter ...

... sind bekannte Begleiterscheinungen bei Nahtoderfahrungen.

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