Tendenz zu mehr Eigenfettverpflanzungen

Komplikationen wegen Eigengewebe "sehr selten" - Internationaler Kongress "LaserInnsbruck 2012" noch bis 15. September

Innsbruck - Die Eigenfetttransplantation werde in der Plastischen Chirurgie zunehmend an Bedeutung gewinnen, erklärte Marita Eisenmann-Klein, Präsidentin des Weltverband für Plastische Chirurgie, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. Komplikationen bei dieser Operationsmethode seien sehr selten, da es sich bei den eingesetzten Fettzellen um Eigengewebe handle, begründete die Ärztin im Rahmen des noch bis 15. September andauernden Kongress "LaserInnsbruck 2012".

"Diese Methode kann heute bereits bei Brustrekonstruktionen, Stimmbandschäden, Inkontinenz und der Behandlung von Narben eingesetzt werden", führte Eisenmann-Klein aus. In der Eigenfettverpflanzung gebe es große Fortschritte. Zudem sei diese Operationsmethode leicht zu erlernen und bei jedem Patienten anwendbar.

Restbestände von Industriesilikon

In diesem Zusammenhang warnten die Ärzte davor, auf die zahlreichen im Internet kursierenden Werbungen für Schönheitsoperationen zu reagieren oder aus Kostengründen Eingriffe im Ausland durchführen zu lassen. "Besonders bei Brustimplantaten ist dies zum jetzigen Zeitpunkt gefährlich, weil im Osten Europas noch Restbestände der mit Industriesilikon gefüllten Implantate der französischen Firma PIP verwendet werden", sagte Eisenmann-Klein. Diese könnten das Gewebe reizen und Entzündungen verursachen. (APA, 13.9.2012)

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