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Monaco - Weil ihnen ihr altes Gemäuer zu klein war, sind die 24 Abgeordneten des kleinsten Parlaments der Welt, des Nationalrats von Monaco, in ein nagelneues 3640 Quadratmeter großes Gebäude umgezogen. Der schicke vierstöckige Bau mit großen Glasfassaden wurde am Mittwoch von Fürst Albert II. und seiner Frau, Prinzessin Charlene, feierlich eingeweiht. Das bisherige, in der Altstadt gelegene historische Parlamentsgebäude war den Abgeordneten zu eng geworden, deswegen wurde für 26 Millionen Euro ein neuer Bau hochgezogen.
In dem neuen Gebäude finden die 24 Abgeordneten und 30 weitere Mitarbeiter des Parlaments Platz. Das Parlament hat nicht nur modern ausgestattete Sitzungsräume und einen Plenarsaal, der 120 Besucher aufnehmen kann und damit doppelt so viele wie bisher - die Abgeordneten können von der großen, mit einer Bar ausgestatteten Terrasse des Parlamentsgebäudes aus auch mit einem Glas in der Hand den Blick auf das Meer genießen.
Die monegassischen Abgeordneten arbeiten so gut wie ehrenamtlich - sie erhalten lediglich eine jährliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 2.700 Euro. Gesetze werden im Konsens mit der Regierung verabschiedet - derzeit sitzen nur vier Oppositionelle im Parlament. Gewählt werden die Parlamentarier von den rund 8.000 Monegassen, die in dem Fürstentum mit insgesamt 35.000 Einwohnern, darunter 10.000 Franzosen, lediglich eine Minderheit stellen. Das Fürstentum Monaco, nach dem Vatikan der zweitkleinste Staat der Welt, ist eine konstitutionelle Monarchie. (APA, 13.9.2012)
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Man kann sich die Frage stellen, weshalb die Abgeordneten besser nicht in ein größeres Gebäude ziehen und stattdessen ihre jährlichen Bezüge erhöhen lassen. Oder wie verkraften es die Monegassen eine Minderheit zu sein? Sind reiche Einwanderer die bessere Alternative?
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