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Hopfen wirkt zwar als Einschlafhilfe, aber müde macht er nicht.
Bier macht sanft und schläfrig, sagt eine alte volksmedizinische Erfahrung. Da ist etwas dran. Bier enthält Hopfen - und dieser wird in der Naturmedizin tatsächlich als Beruhigungs- und Schlafmittel eingesetzt. Wer auch nur ein Stückchen eines Hopfenpellets verschluckt, kann die Wirkung recht leicht verspüren: Man kann nach spätestens einer halben Stunde recht gut einschlafen, wobei die Wirkung allerdings nicht sehr lange vorhält - wenn man nicht wirklich müde ist, dann ist man nach sehr kurzem Schlaf wieder putzmunter.
Dieselbe Wirkung hat angeblich ein Glas Bier vor dem Schlafengehen - oder zum Mittagessen: Viele Menschen behaupten, sie wären nach einem mittäglichen Bier am Nachmittag zu müde zum Arbeiten. Aber daran kann dreierlei nicht stimmen: Erstens wirkt Hopfen zwar als Einschlafhilfe, aber müde macht er nicht. Zweitens enthält Bier ja auch Alkohol: Und dieser wirkt in geringen Mengen - wir sprechen von einem Glas Bier - anregend. Drittens sind heutige Biere durchwegs weniger stark gehopft als jene vor 100 oder 150 Jahren, als die Bittere einen viel höheren Beitrag zur Schläfrigkeit geleistet haben wird.
Eule-Koffeinbier
Allerdings gibt es Biere, die explizit der Schläfrigkeit entgegenwirken wollen, weil sie nämlich Koffein enthalten. Die Idee ist nicht ganz neu - auch wenn die Bittere im Hopfeninhaltsstoff Lupulin ein wenig anders schmeckt als Koffein, ist die in Kaffee, Tee und Mate enthaltene Substanz doch eine gute Referenz für die Bittere. Schon Mitte der 1990er-Jahre kamen die ersten Stoutbiere, in denen Kaffee mit verbraut war, auf den Markt. Den Anfang machte eine Kooperation der Redhook Ale Brewery in Seattle mit Starbucks Coffee.
Seit einigen Wochen gibt es allerdings auch in Österreich ein Bier, in dem das anregende Koffein einen Teil des schläfrig machenden Hopfens ersetzt: "Nightactive" steht daher auf den Flaschen des Eule-Koffeinbiers, das in der steirischen Hurdax-Brauerei gebraut und in einigen Grazer Lokalen (z. B. "Die Scherbe") angeboten wird. 320 Milligramm Koffein enthält dieses Bier pro 100 Milliliter, das ist etwa der doppelte bis dreifache Wert, den man in einem Kaffee findet. Allerdings ist die Bittere hier noch einmal anders als im Stout, bei dem auch die Röstaromen des Kaffees mitwirken. Das Eule-Bier ist hell, duftet fruchtig-aromatisch und hat eine fast an Bitterschokolade erinnernde Bittere im Nachtrunk. (Conrad Seidl, Rondo, DER STANDARD, 14.9.2012)
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"5% Vol. Alc, erhöhter Koffeingehalt (32mg/100ml)"
http://www.facebook.com/koffeinbi... .eule/info
" Viele Menschen behaupten, sie wären nach einem mittäglichen Bier am Nachmittag zu müde zum Arbeiten. Aber daran kann dreierlei nicht stimmen:"
wieso kann der author behaupten dass es nicht stimmen kann obwohl es vielen so geht? ich gehoere auch dazu.
beim biertrinken kommt es glaub ich auch immer auf die einstellung an. ein "Kraftbier" nach anstrengender körperlicher arbeit kann schon sehr anregend und belebend sein.
(daneben gibts ja dann noch das "gute-nacht-bier" das "erste bier" das "jausnbier" und das sehr verheerende "nur-ein-bier")
Jetzt wo du es sagst, ich trink hin und wieder ein Bier nach dem Laufen, das macht mich dann weniger müde.
Aber ich denk das hat weniger mit Einstellung zu tun, sondern mehr mit Energiehaushalt. Vielleicht muss sich der Körper bei einem Bier nach getaner Arbeit weniger anstrengen, die Energie an den Mann zu bringen.
Es ist ja so, dass jegliche Nahrungsaufnahme ein Gleichgewicht durcheinander bringt. Daher auch die berüchtigten Schlafattacken nach dem Essen. Ich kann mir vorstellen dass Energiezufuhr nach vorhergehendem Energieabfall belebend ist, aber als überschüssige Energie schwierig, das Gleichgewicht wiederherzustellen. Wenn man ein Defizit hat, hilft Essen (oder Bier), das Gleichgewicht wiederherzustellen.
braue seit jahren - und kann dir eines garantieren:
das reinheitsgebot ist schwachsinn, ausschließlich folge krichlicher politik, und völlig vernachlässigbar - erst nach verlassen dieses korsetts wirds beim brauen richtig interessant und variantenreich - darum haben länder in denen es nie galt auch eine um welten reichere bierkultur
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