Österreichs Bahnfahrer wollen einheitliche Öffi-Tickets

13. September 2012, 11:36
  • Die Zufriedenheit unter Österreichs Bahnfahrern ist laut einer Umfrage des Verkehrsclubs Österreich deutlich gestiegen.
    foto: öbb

    Die Zufriedenheit unter Österreichs Bahnfahrern ist laut einer Umfrage des Verkehrsclubs Österreich deutlich gestiegen.

Passagierzufriedenheit steigt laut Umfrage

Wien - Österreichs Bahnkunden wünschen sich einheitliche Tickets und Fahrpläne. Dies ist die Kernaussage einer Umfrage des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) unter 15.000 heimischen Öffi-Benützern. Was die Zufriedenheit betrifft, so ist diese deutlich gestiegen. Jeder zweite Fahrgast hat heute eine bessere Meinung über Österreichs Bahnen als noch vor einem Jahr.

"Österreichs Bahnen sind besser als ihr Image. Die Mehrheit der Fahrgäste ist der Meinung, dass sich die Bahnen in den vergangenen zwölf Monaten verbessert haben. Gleichzeitig äußern viele Fahrgäste den Wunsch nach mehr Verbindungen und einem dichten Bahnnetz", fasste VCÖ-Sprecher Christian Gratzer am Donnerstag die Ergebnisse zusammen. Befragt wurden 15.180 Passagiere in den Zügen von acht Bahnunternehmen (Graz-Köflacher Bahn, Montafonerbahn, ÖBB, Pinzgaubahn, Salzburger Lokalbahn, Stern & Hafferl, Westbahn, Zillertalbahn).

Zufriedenheit beim Bahn-Test

Der Bahn-Test im Detail: Zwei Drittel der Fahrgäste sind mit der Pünktlichkeit der Züge und dem Angebot an Zugverbindungen zufrieden (Note Sehr Gut bzw. Gut). Jeder vierte Fahrgast vergab dafür ein Befriedigend. Am besten bewertet wurde das Zugpersonal - Note 1,8. Angetan zeigten sich Kunden auch von der Sauberkeit des Sitzplatzes (Note 1,9). Das Sitzplatzangebot erhielt die Note 2,1, das Funktionieren der Klimaanlagen die Note 2,2. Schlecht bewertet wurden Angebot und Service bei Speis und Trank (3,0), die WC-Anlagen (2,9) sowie die mangelnde Möglichkeit der Fahrradmitnahme (Note 2,8).

Acht von zehn Fahrgästen wünschen sich die Einführung eines einheitlichen Öffi-Tickets für ganz Österreich sowie einen bundesweiten Taktfahrplan mit regelmäßigen Verbindungen. 63 Prozent treten für die Einführung eines elektronischen Fahrkartensystems ein.

Beim Bahnfahren selbst waren den Fahrgästen funktionierende Anschlüsse bei Bus und Bahn am wichtigsten. 61 Prozent fanden häufige und pünktliche Zugverbindungen sehr wichtig, 59 Prozent wollen am Abend häufigere Zugverbindungen. Jeder dritte Fahrgast erwartete sich einen guten Empfang für Mobiltelefon und Internet, jeder 16. Fahrgast möchte Carsharing-Standorte an Bahnhöfen.

Imageproblem bei unter 30-Jährigen

Was sich überdies herauskristallisierte, ist ein Generationenkonflikt: "Die älteren Bahnfahrer erinnern sich an die Bahnen vor 30, 40 Jahren und registrieren Qualitätsverbesserungen stärker. Die jungen Fahrgäste sind von Anfang an höheren Komfort gewohnt. Jedenfalls haben die Bahnen bei den unter 30-Jährigen ein Imageproblem. Die Bahnen sollten daher auf die Anliegen und Bedürfnisse der jungen Bahnfahrer stärker als bisher eingehen. Immerhin sind das die Fahrgäste der Zukunft", so Gratzer.

VCÖ-Fazit der Umfrage: "Österreichs Fahrgäste wollen mehr Bahn, auch in den Regionen. In Zeiten steigender Erdölpreise ist ein dichtes Bahnnetz unverzichtbar. Entsprechend sind die Bahnnetze auszubauen und die Regionalbahnen zu modernisieren." Untermauert wurde dies durch die Forderung einer "Pendler-Milliarde", mit der durch die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten und Verbindungen mehr Bahnbenützern der Umstieg vom Auto auf die Bahn ermöglicht wird. (APA, 13.9.2012)

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Bahnfahren wird besser.

Außer dort, wo die Linien eingestellt wurden.

Vor ein paar Monaten ...

... bin ich, statt das Labyrinth aus roten Bändern im Kassenraum wie ein Lemming zu benutzen, zwecks Zeitersparnis unterhalb durchgeschlüpft. Das hatte fast ein Lynchszenario zur Folge, obwohl ich niemanden behinderte, sondern nur statt in einer Minute, in fünf Sekunden beim Ausgang war. "Zurück in die Reihe!", schrie die Kassierin. Ihr Kollege wollte schon die Verfolgung aufnehmen, dürfte aber erkannt haben, dass ich kein Verbrechen begangen hatte, sondern eben nur nicht sinnlos in der Reihe stehen wollte, wenn es doch genügend Platz gab.
Fahrkarte kaufte ich keine, im ÖBB-Zug, beim Schaffner, erhält man keine mehr, fahr' ich eben mit der Westbahn und kann sogar noch eine Zigarette rauchen. Und das ganz ohne Gedränge ...

Noch immer sehr aktuell sind die Punkte der Landesgrünen in Anbetracht von dem Amoklauf in Niederösterreich:
http://vasut.kteam.hu/Petrovic_... 1_DeHu.pdf
In Ungarn haben wir zwar noch ganz andere Probleme u.a. mit der Infrastruktur, tendentiell sind aber sowohl die Fehler der Politik als auch die Wünsche der Fahrgäste sehr ähnlich gelagert.
In Österreich finde ich schade, dass zwar gewisse Strecken und Gebiete jetzt schon ein vorbildliches Service genießen, andere Gegenden (und Lokalbahnen) aber ziemlich unterversorgt sind. Nicht zu sprechen vom Österreich-Ticket und der mangelnden Bus-Bahn-Integration - trotz ÖBB Postbus!!
Öffis in Ungarn: http://vasut.kTeam.hu/indexde.html

Immer noch ein Schandfleck: Linz-Graz

Eine der wichtigsten Strecken im Land grundelt sein Jahren dahin: ohne Direktverbindung, viel zu langsam, dazu mit häufigen Unterbrechungen und Schienenersatzverkehr - TRAURIG!
Früher? IC direkt alle 2 Stunden - von wegen alles wird besser...

Lieber Standard,

Ich ersuche um ein Interview mit Bures oder Kern zum Thema "Österreich Ticket". Wurde ja schon mehrmals diskutiert, vor der Wahl 2008 auch versprochen.

Ich bin der Meinung, dass das einen Fahrgastschub und eine Dynamik beim Umstieg auf Öffis auslösen könnte, die die Senkung der Wiener Jahreskarte weit in den Schatten stellt.

Wenn man es also ernst meint mit "Schiene statt Verkehrslawine", dann ein Beispiel an der Schweiz nehmen und endlich umsetzen.

Kann doch nicht sein, dass das in Ö an ein paar Regionalbahnbetreibern scheitert.

"Entsprechend sind die Bahnnetze auszubauen und die Regionalbahnen zu modernisieren."

Wäre jedenfalls besser und sicherlich nachhaltiger als zig Mrd. in Bahnhöfe und Tunnels zu buttern, die lässiges Image zeigen und null mit dem Bahnreisen per se zu tun haben.

Ticketpreise runter, Netz verdichten, Frequenz erhöhen. Zum Ein- und Aussteigen reichen Bahnsteige, wir brauchen keine vollverglasten Luxushallen.

Ach ja: auf Bahnhöfen gratis aufs Klo gehen zu dürfen, wenn wir schon Fahrpreise entrichten und auf verspätete Züge warten müssen, wäre schon auch ein Hit.

Ich hätte gerne überhaupt keine Tickets

Einfach in den Zug einsteigen, mit dem Handy einchecken (NFC, das Handy kurz irgendwo gegen halten) und beim aussteigen wieder auschecken. Fertig.

Dann weiß die Bahn wie weit ich mit gefahren bin und können dann 10Cent / km oder so verrechnen.

Wozu Tickets?

weil das...

...neue Iphone kein NFC hat ist doch klar oder?
aber es soll ja eh schon die Oebb ticketapp geben. da muss man halt alles eintippen, und ein paar Kinderkrankheiten hats auch noch. Dafür kann ich während der Fahrt lesen, statt mich aufs Autofahren zu konzentrieren.

Bahnfahren wird besser - in erster Linie dort, wo es wieder Raucherzonen gibt.

interessiert doch wirklich niemanden mehr

Gähn........

ÖBB = Unfähigkeit auf Schienen

Eigentlich müsste man schreiben "Straßen", denn die ÖBB transportiert mehr Fahrgäste auf der Straße als auf der Schiene!

Während die Deutsche Bahn 700 MIO Euro Dividende an den Staat zahlt, macht die ÖBB trotz milliardenschwerer Subventionen Verlust!

Für Teile wie den Güterverkehr könnten sich Interessenten finden.

"Vorausgesetzt der Bund übernimmt weiter Garantien und Haftungen für die Schulden (...). Somit könnte eine Privatisierung den Bund teurer kommen als die ÖBB im Staatseigentum."

http://wirtschaftsblatt.at/home/nach... zukaempfen

PS: "Wie aus der Mittelfristplanung hervorgeht, investiert die Deutsche Bahn in den kommenden Jahren nicht einmal eine Milliarde Euro jährlich aus der eigenen Kasse (...). Mehr als fünf Milliarden Euro pro Jahr investiert dagegen der Bund aus Steuermitteln."

http://www.wiwo.de/unternehm... 46542.html

Bitte die Sparschiene lassen!!!

Einführung einer Generalcard über alle Öffis!!!!

Jetzt!!!

Versprochen wurde dieses seit Mitte 2008.

Volksbegehren

Man sollte ein Volksbegehren einleiten!

Die ÖBB finde ich ganz ok, aber was mich (vielleicht etwas offtopic) echt fertig macht, sind die Buslinien. Herauszufinden, wann wo welche Busse fahren ist zum Teil die Hölle.

Ohne Anruf bei den Verkehrsbetrieben chancenlos. Oder kennt wer eine gute Seite für solche Abfragen? (Und nein, ich will keine PDFs mit Fahrplänen durchforsten)

Bin damit höchst zufrieden:

http://goo.gl/kFiKe

Funzt nicht nur in Ö sondern in ganz EU!

auskunft gibts bei da ganz normalen scotty auskunft
wo die genau wegfahren muss man halt am bahnhof schauen oder fragen

NUR:
am land fahren mit denen so wenige leute, dass sie manchmal nichtmal stehen bleiben
wollte letzes jahr mal mit dem bus nach linz fahren
also ab in den nachbarort auto stehen lassen zum hauptplatz zur busshaltestelle gegangen
den bus dann ein paar minuten drauf 20 m an mir vorbeifahren gesehen gedacht vielleicht is das ein anderer oder er hat noch einen anderen weg
nach 20 min warten war gewissheit, dass er mich nicht mitnehmen wollte
fazit: mitm auto 50km hin und retour extra gefahren und nie wieder bus
zug jederzeit gerne wieder

scotty.oebb.at
Gibts auch als App für diverse Handymodelle.

bin kein öffifahrer, bin aber mal auf diese seite gestoßen, kombiniert unterschiedliche anbieter.

womöglich aber nur oberösterreichweit

http://www.ooevv.at/

Der Link verweist auch auf Scotty und damit kannst du europaweit von einer Strassenbahnhaltestelle zu irgendeiner anderen Haltestelle in einer anderen Stadt, in einem anderen Land suchen.

Mit der ÖBB-Fahrplanauskunft via Internet findet man sich auch bei den diversen Buslinien gut zurecht. Wo welche Buslinie fährt ist tatsächlich sehr von der Tageszeit abhängig.

ich kenne leute aus ungarn und serbien die die öbb seite zum fahrplanabfragen für bei ihnen zuhause verwenden so schlecht kann es nicht sein

Gerüchteweise tun das Fahrkartenverkäufer der französischen Bahn auch - allerdings die deutsche Version, die auf die gleiche Datenbank zugreift.

liegt das dann nicht eher an der qualität von hacon?

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