Das Rind aus dem Meer

Harald Fidler, 18. September 2012, 18:07
  • Octopus in kleinen Scheiben: Bruckenbergers Aufwärmrunde im Mare.
MareZieglergasse 151070 Wien01 523 74 94
Zwei Vorspeisen, Bistecca, ein Dessert, Wasser, Wein, Sozi, Kaffee: 110,80, davon 57 für das Rind.
    foto: harald fidler

    Octopus in kleinen Scheiben: Bruckenbergers Aufwärmrunde im Mare.

    Mare
    Zieglergasse 15
    1070 Wien
    01 523 74 94

    Zwei Vorspeisen, Bistecca, ein Dessert, Wasser, Wein, Sozi, Kaffee: 110,80, davon 57 für das Rind.

  • Funky Porcini, quasi. Und erfreulich fleischig.
    foto: harald fidler

    Funky Porcini, quasi. Und erfreulich fleischig.

  • Das erste Stück, vielleicht ein bisschen forsch vom Herrn Ober eingesalzen. Aber sonst: ziemlich perfekt.
    foto: harald fidler

    Das erste Stück, vielleicht ein bisschen forsch vom Herrn Ober eingesalzen. Aber sonst: ziemlich perfekt.

  • Bistecca für zwei, abzüglich der ersten beiden Stücke. Selbst das Fett ein Traum. Ein fetter halt.
    foto: harald fidler

    Bistecca für zwei, abzüglich der ersten beiden Stücke. Selbst das Fett ein Traum. Ein fetter halt.

  • Sieht ein bisschen aus wie ein nicht so beliebtes Tier: Was von der Bistecca übrig blieb.
    foto: harald fidler

    Sieht ein bisschen aus wie ein nicht so beliebtes Tier: Was von der Bistecca übrig blieb.

  • Profiterolesgier erfasste auch den Bruckenberger. Er schien sehr, sehr zufrieden.
    foto: harald fidler

    Profiterolesgier erfasste auch den Bruckenberger. Er schien sehr, sehr zufrieden.

"Immerzu lauter Ochs, lauter Kuh": Mit Bruckenberger und Fidlers Riesenschnauzer auf eine Bistecca ins Mare

Hans Brenner lebt. Kaum ist der Fleischhacker weg und der Brenner, also der Nowak, Chefredakteur beim geschätzten Mitbewerb. Wusst ich's doch, dass der Nowak nicht nur einfach essen kann, ohne darüber zu schreiben. Noch verschämt unter "hb". Vorigen Sonntag behauptete er noch, nur quasi als eingesprungener Aushilfskellner, weil ein versprochener Text für die Rubrik nicht eingelangt wäre. Diesen Sonntag schrieb "hb" schon wieder, über Grünauer und Meixner, klassisch.

Von wegen also: Nowak überlässt die Gastrokritik ganz drei Frauen (und, btw, braucht es nach Ansicht des neuen Chefredakteurs gar drei Frauen, um einen Nowak auszugleichen?) und isst nur noch, findet gar endlich sowas wie einen Stammwirten (als hätte er nicht schon Grünauer, Meixner, Fabios und so fort). Welcome back! Wenn ich mir diese Begrüßung als außer Konkurrenz ordinierender, bisweilen auch einfach org dinierender Dilettant zusteht.

Siebentausend Rinder

Wobei: Wenn Sie jetzt glauben, der Brenner ist zurück und der Fidler rennt sofort seinen Empfehlungen nach - der Eindruck täuscht. Es war nämlich so: Der Bruckenberger brauchte wieder Fleisch. Zu lange schon lagen Rocky Docky, St. Ellas und Frank's zurück, auch sein Solotrip ins Capotosta war längst verdaut. Also frag ich den Kollegen Corti, was er mir zum Thema Fleisch so raten kann. Bruckenberger summte in der Zwischenzeit schon - welch Wortspiel! - Schlachtgesänge, von denen "Siebentausend Rinder" noch der harmloseste war. Ich sage nur: "Aridijeih - aridijeih - aridijeih - immerzu lauter Ochs, lauter Kuh!"

Alles war vorbereitet für die Umsetzung dieses schönen Mottos, da sagte uns Frau Wirtin ab. Ein Problem mit dem Auto, so verstand ich die kurzfristige Ausladung. Wir wollten eh keinen Shuttleservice, weder für uns noch für das Rind, aber die gute Frau wird schon wissen, wo das Problem liegt. Gut, dass Corti noch einen zweiten Hinweis hatte: Das Mare in der Zieglergasse. Die Bistecca aus dem Pizzaofen the meat to beat, quasi. Habe ihm jemand begeistert erzählt. Ich kann ausschließen, dass der Informant Brenner war. Auch wenn das Alter Ego seine publizistische Wiederauferstehung kurz darauf genau mit dieser Bistecca aus genau diesem Pizzaofen feierte.

Fleischiges Fleisch, fleischiger Pilz

Zum Punkt: Auf den war das T-Bone gegart, fanden Bruckenberger, mein Riesenschnauzer und ich. Wäre Bruckenberger nicht von so ausgefeiltem Benehmen, ich könnte jetzt schreiben, er schmatzte glücklich, dass er das Rinderviertel hier in unserem Langzeitversuch am Hornvieh klar auf einem prächtigen Rang zwei hinter dem Flank Steak im St. Ellas sieht. Bis auf das Schmatzen berichte ich aber vollkommen authentisch, und weder ich noch mein Riesenschnauzer könnten überzeugt widersprechen. Ungemein fleischig, fand ich, und Sie diese Beschreibung für ein Stück Fleisch vermutlich recht albern. 

Bruckenbergers Oktopus-Carpaccio vorweg war im Grunde ohne Fehl und Tadel. Meine gegrillten Steinpilze (auf ein bisserl Rucola) aber definitiv die bessere Wahl - auch die übrigens eindrucksvoll fleischig, fand ich, aber halt natürlich anders fleischig. Hätten Sie jetzt nicht gebraucht, diese Erklärung? Dacht ich mir schon beim Schreiben.

Sehr sympathisch übrigens auch, dass das Mare in der Zieglergasse nach hinten immer chicer wird. Die Raucher haben's schon recht modern. Und wer dann auch noch muss, der staunt, wie ein erfreulich rustikal-einfaches* Lokal quasi an seiner Kehrseite so aufdrehen kann.

Wo wir schon beim Aufdrehen sind: Damit der Bruckenberger seinen abgedrehten Schlachtgesang endlich richtig ausleben kann, gehen wir jetzt, hartnäckig wie wir sind, auch noch in den ersten Tipp vom Corti. Bleiben Sie dran. Demnächst in dieser kleinen, dreckigen Siebentausendrinderfarm.

*Pst: Fast hätt ich räudig geschrieben, aber da glaubt einem keiner, dass man das positiv meint, vor allem der Wirt nicht, und dann Ciao, Bistecca, Ciao, Bistecca Ciao, Ciao Ciao!

Schmeck's ist keine professionelle Lokalkritik. Harald Fidler und Freunde schildern hier ihre Erlebnisse beim Essen und Trinken. Als Dilettanten im Wortsinn: Laien, Amateure, Nichtfachleute, die eine Sache um ihrer selbst willen ausüben - also zum reinen Vergnügen. Was nicht immer gelingt.

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Da kriegt man ja Kopfweh beim Lesen

Schade das Il Mare mit so einem Geschwurbel zu verbraten.

Das hat dieser Bertieb nun mal wirklich nicht verdient!

Was muss man zu sich nehmen,

um so schreiben zu können?

das beschreibt harald fidler recht genau - und er macht auch fotos davon.

wiedersprechen vs. widersprechen

Nicht nur, dass ich dem Inhalt - wie auch einige Vorposter - nicht folgen kann, muss ich auch noch der Rechtschreibung widersprechen! Oder sollte "wiedersprechen" ein Wortwitz sein?! Ich bin verwirrt.

derStandard.at/schmecks
01
1.10.2012, 23:32

nein, kein wortwitz, blödheit oder müdigkeit. bisher wusste ich das.
danke für den hinweis, wird korrigiert.
besten gruß,
fid

hmmtja

bei den fotos vergehts einem...

Dieser Artikel ist eine journalistische Katastrophe

Komplett unverständlich, viel zu viele abgehackte Sätze und Klammern. Was soll denn das? Wenn ihr Insider-Witze reißen wollt, macht das bitte unter Euch auf Facebook.

Ja Herr Lehrer.

Über den Horizont eines Oberlehrers darf nix, aber schon gar nix gehn.

Da wern ma ganz wutig und es gibt an Eintrag ins Klassenbuch an ganz an pösen.

liest sich so ,als wäre er beim schreiben unter LSD einfluss gewesen

Hab jetzt den ersten Absatz durch und kein Wort verstanden. Nochmals gelesen und wieder nichts kapiert. Mühsam und ich brech das jetzt ab.

Schmeckt nicht jedem, so ein Schreibstil.

Wenn der Chef nicht zu cholerischen Anfällen neigen würde, wenn jemand es wagt etwas zu beanstanden oder auf einen Fehler aufmerksam zu machen (siehe auch Postings weiter unten), wäre es ja gut dort.

tapfer versucht harald fidler sich darin, restaurantkritik und literaturparodie zu einem neuen genre zu amalgamieren. mit zunehmendem erfolg.

Ist mir manchmal ein bisschen zu sehr Parodie und zu wenig Kritik (mir kommt hier das Essen ein bisschen zu kurz).

manchmal wirds ein amalgam von dekonstruktivistischer literaturkritik und brachialer restaurantkritiksparodie.
dann gibt es nichts zu verstehen, und die irritation ist das ziel.

"Dekonstruktivistisch" gefällt mir, muss ich mir merken...

wenn sie diesen ausdruck noch mit "diskursiv", "hybrid", "post(setzen sie hier das eigenschaftswort ihrer wahl ein)" o.ä. kombinieren und alles ordentlich durchschütteln, kommt ein passender schwurbel raus.

Bin nach dem ersten Absatz verwirrt ausgestiegen. Wo dafuq bin ich?

dreht sich immer alles um fleisch?

warum nicht mal etwas mehr gemüse? es ist doch lange bekannt, dass die meere überfischt sind, fleisch ungesund ist und ökologisch gesehen ein riesiger energieaufwand ist (noch dazu ganz abgesehen vom leid der tiere).

warum nicht mal etwas mehr gemüse

dem essen das fressen wegessen? ts, ts, ts ... :-)

geh bitte, nerv nicht mit deinen phrasen

...nerv nicht mit deinen phrasen

1. vegetarier/in?

2. seit wann duzen wir einander?

das war anscheinden unabsichtlich an mich gerichtet .. man beachte die anzahl der pfeile

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