Parkschein bleibt gültig

30. Juni 2003, 20:14
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SMS-Parken für Tausende Nutzer ab Herbst

Wien - Ab 1. Oktober, versprechen die Betreiber Stadt Wien, Mobilkom und Siemens, soll es losgehen: Potenziell Tausende Autofahrer und -fahrerinnen sollen dann Parkscheine per Handy buchen können. Allerdings bleiben die bisherigen bunten Zettel für 30, 45 oder 60 Minuten gültig. Denn niemand könne verpflichtet werden, ein Handy zu besitzen, erklärt man bei der Mobilkom den Grund für das parallele System. Auch für Touristen könnte es einfacher und billiger sein, sich den Parkschein in der Trafik zu kaufen. Man zahlt Roaminggebühren, wenn die Verbindung über das Ausland zustande kommt.

Preis wird heiß

Fix ist ohnehin: Der Preis wird heiß. Denn zur bisherigen Gebühr von beispielsweise 40 Cent für den 30-minütigen Aufenthalt in der Kurzparkzone kommen die Gebühren für das Absetzen der elektronischen Nachricht noch einige Cent dazu, womit sich eine Verteuerung von bis zu 30 Prozent für diesen Parkzeitraum ergeben kann.

Der Testbetrieb für das SMS-Parken wurde im Frühjahr abgeschlossen, die technische Applikation von der Mobilkom bereits entwickelt. Einsatzbereit sei sie dann, wenn das Problem der Überwachung gelöst sei. Denn auch die Parkwächter brauchen ein Gerät, mit dem sie elektronisch die gebuchte Kurzparkzeit abfragen und kontrollieren können. In Tulln funktioniert Handyparken bereits, man ruft bei einer Gratistelefonnummer an. Krems folgt mit der Idee. (aw/DER STANDARD, Printausgabe, 1.7.2003)

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