Großbritannien plant lesbischwule Anerkennung

30. Juni 2003, 16:47
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Gesetzesentwurf soll festen Partnerschaften viele bisher Ehepaaren vorbehaltene Rechte bringen

London - Die britische Regierung will homosexuelle Paare künftig offiziell anerkennen. Nach einem am Montag vorgestellten Gesetzesentwurf sollen Lesben und Schwule feste Partnerschaften eingehen können und damit viele Rechte erhalten, die bisher Ehepaaren vorbehalten waren. Die stellvertretende Ministerin für Gleichberechtigung, Jacqui Smith, erklärte, die Partnerschaft komme einer Ehe nicht gleich, löse aber zahlreiche Probleme gleichgeschlechtlicher Paare.

Homosexuelle Paare können nach der offiziell geschlossenen Partnerschaft gemeinsame Rentenansprüche erwerben und Verantwortung für die Kinder des jeweils anderen Partners übernehmen. Wenn ein Partner stirbt, kann der andere eine Hinterbliebenenrente beantragen und hat Anspruch auf einen Teil des Erbes. Smith erklärte, die Partnerschaften sollten in Anwesenheit eines Behördenvertreters und zweier Zeugen geschlossen werden. Die Paare müssen zuvor nicht über einen längeren Zeitraum zusammen gelebt haben. Einziger Unterschied zu einer Ehe werde die Trauungszeremonie sein, sagte Smith weiter. Diese werde es bei einer offiziellen Partnerschaft Gleichgeschlechtlicher nicht geben. (APA/AP)

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    In Großbritannien könnten Lesben und Schwule bald feiern ...

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