Al-Aksa-Brigaden akzeptieren "Waffenruhe"

30. Juni 2003, 17:23
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Radikale Fraktion der Fatah-Bewegung schließt sich nach Anschlag im Westjordanland den anderen Palästinenser-Gruppen an

Gaza - Die Al-Aksa-Brigaden wollen sich der Waffenstillstandserklärung der anderen Palästinenser-Gruppen anschließen. Das erklärte die radikale Fraktion der Fatah-Bewegung von Palästinenser-Präsident Arafat am Montag. "Wir sind bestrebt, den Standpunkt der Bewegung (Fatah) zu respektieren, die zu einer zeitweiligen und bedingten Waffenruhe aufgerufen hat", heißt es in einem Kommunique.

Die Al-Aksa-Brigaden begründen ihre Entscheidung mit den Veränderungen, die sich international ergeben hätten. Man befolge die Anweisungen der legitimen Behörden, an deren Spitze Präsident Arafat stehe. Zudem wolle man der Regierung von Ministerpräsident Abbas eine Chance geben und die nationale Einheit der Palästinenser bewahren.

Anschlag im Westjordanland

Am Sonntag hatten Arafats Fatah-Bewegung, der Islamische Dschihad und die Hamas-Bewegung eine einseitige Waffenruhe verkündet. Die radikale Fatah-Splittergruppe Al-Aksa-Märtyrerbrigaden hatte dagegen die befristete Waffenruhe vorerst abgelehnt. Die Al-Aksa-Märtyrerbrigaden bekannten sich am Montag auch zu einem Anschlag im Westjordanland, bei dem ein Lkw-Fahrer getötet wurde.

"Wir sind nicht an diesen so genannten Waffenstillstand gebunden und wir werden weiter die (jüdischen) Siedler und das israelische Militär in den besetzten Gebieten bekämpfen", hatte ein Sprecher der Al-Aksa-Brigaden der Nachrichtenagentur Reuters zu dem Vorfall nahe Schaked erklärt. Die Brigaden stehen der Fatah-Bewegung von Palästinenser-Präsident Yasser Arafat nahe, die sich im Namen ihrer Untergruppen zu dem Gewaltverzicht bekannt hatte. (APA/Reuters)

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    Die Waffen könnten ruhen ... nach einem Anschlag erklärten die Al-Aksa-Brigaden ihre Akzeptanz der Waffenstillstands-
    erklärung der anderen Palästinenser- Gruppen.

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