amnesty wirft USA Rechtsverstoß vor

30. Juni 2003, 15:54
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Bei der Behandlung von Gefangenen im Irak

Bagdad/Washington - "amnesty international" warf den USA am Montag einen Verstoß gegen internationales Recht bei der Behandlung von Gefangenen im Irak vor. Hunderte Gefangene hätten keinen Kontakt zu Anwälten oder Familien, so die Menschenrechtsorganisation. Die USA müssten außerdem gewährleisten, dass die Gefangenen human behandelt und Fälle exzessiver Gewaltanwendung und weitere Verstöße gegen internationales Recht untersucht werden. Es gebe Hinweise, dass die Gefangenen "grausamen, unmenschlichen oder erniedrigenden" Bedingungen ausgesetzt seien, hieß es in dem Amnesty-Bericht, der zu Beginn einer zweitägigen UNO-Konferenz über Menschenrechte in Bagdad veröffentlicht wurde. Während der Konferenz wollen irakische und ausländische Menschenrechtsaktivisten, Anwälte und Organisationen unter anderem über die jüngst entdeckten Massengräber sprechen.

"amnesty" rief die USA auf, sich selbst an die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit zu halten. Aus US-Gefangenschaft entlassene Iraker hätten berichtet, dass ihnen in der ersten Nacht nach ihrer Inhaftierung der Zugang zu Wasser und einer Toilette verwehrt worden sei. Zahlreiche Ex-Häftlinge trügen noch einen Monat nach ihrer Verhaftung Narben von den Plastikhandschellen, mit denen sie gefesselt worden seien. Die US-Besatzungsverwaltung habe eine Verbesserung der Haftbedingungen und Zugang zu Anwälten binnen 72 Stunden versprochen. (APA/dpa/AP)

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