Auslandsvermögen eingefroren

30. Juni 2003, 15:58
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Der 55 meist gesuchten Iraker - Frankreich folgt damit den USA

Bagdad - Nach den USA hat auch Frankreich die Auslandsvermögen der 55 meist gesuchten Iraker eingefroren. Wie das Pariser Finanzministerium am Montag mitteilte, trat die Maßnahme bereits am vergangenen Donnerstag in Kraft. US-Senatoren forderten, auch die Kriegsgegner Frankreich und Deutschland müssten sich am Wiederaufbau der staatlichen Ordnung im Irak beteiligen.

Von der Vermögenssperre betroffen sind die Mitglieder der ehemaligen irakischen Führungsspitze, die auf der vom US-Verteidigungsministerium herausgegebenen Fahndungsliste stehen. Laut der UNO-Resoluton 1483 müssen die Auslandsgelder aller Institutionen und ranghoher Politiker der ehemaligen Führung in Bagdad gesperrt werden. Frankreich gehörte vor dem Irak-Krieg zu den entschiedensten Gegnern einer Militäraktion im Irak.

"Wir sind darauf angewiesen, dass die gesamte Welt im Irak engagiert ist", sagte der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Bill Frist. Frist schloss dabei ausdrücklich auch die ehemaligen Kriegsgegner Deutschland und Frankreich ein. Joseph Biden, demokratischer Außenexperte im Senat, sagte, er wolle auch französische und deutsche Soldaten im Irak sehen. "Damit würden wir den Irakern zeigen, dass wir nicht als Besatzer in ihrem Land sind, sondern dass sich die gesamte Weltgemeinschaft dort befindet, um sie zu befreien." (APA)

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