"Letzte Meile" der Deutschen Telekom wird für Mitbewerber günstiger

30. Juni 2003, 15:41
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Bereitstellungs- und Kündigungsentgelt gesenkt - Kostenersparnis dank elektronischer Auftragsbearbeitung

Die Deutsche Telekom muss ab 1. Juli ihren Konkurrenten die so genannte "letzte Meile" - die Verbindung vom Wählamt zum Telefonanschluss des Konsumenten - künftig billiger zur Verfügung stellen. Die deutsche Telekom-Regulierungsbehörde erhofft sich dadurch mehr Wettbewerb im Telefonbereich. Die Preissenkungen bezifferte Behördenchef Matthias Kurth am Montag in Bonn auf bis zu 20 Prozent. Die neuen Entgelte sind bis 30. Juni 2004 gültig.

Möglich wurde die Preissenkung laut Regulierungsbehörde durch die Einführung einer elektronischen Auftragsbearbeitung bei der Deutschen Telekom und den Mitbewerbern, die zu effizienteren Arbeitsabläufen geführt habe. Das Bereitstellungsentgelt für die einfache Übernahme einer Telefon-Kupferleitung ohne Schaltarbeiten beim Endkunden - die häufigste Variante - wird die Konkurrenten des Ex-Monopolisten künftig 56,60 Euro kosten, gut 23 Prozent weniger, als die Deutsche Telekom im Verfahren beantragt hatte.

Für die Kündigung eines bei einem alternativen Betreiber bestehenden Anschlusses mit Wechsel zu einem anderen Anbieter oder Rückkehr zur Deutschen Telekom sind künftig 31,21 statt bisher 34,94 Euro zu zahlen.(APA)

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