Israel: "Waffenruhe" ist innerpalästinensische Angelegenheit

30. Juni 2003, 13:41
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Außenminister Shalom bekräftigt Forderung nach Zerschlagung der "terroristischen Infrastrukturen"

Jerusalem - Die israelische Regierung fühlt sich nach den Worten von Außenminister Silvan Shalom nicht an die Waffenruheerklärungen palästinensischer Organisationen gebunden. Der vorläufige Gewaltverzicht sei eine rein innerpalästinensische Angelegenheit, erklärte Shalom am Montag vor dem Außen- und Verteidigungsausschuss der Knesset in Jerusalem. Es gehe dabei um eine Vereinbarung zwischen der palästinensischen Führung und "terroristischen Organisationen".

In Übereinstimmung mit den USA verlange Israel die Zerschlagung der "terroristischen Infrastrukturen". Die Waffen der Terrororganisationen müssten beschlagnahmt werden, sagte Shalom. Der Sprecher des Außenministeriums, Gideon Meir, hatte am Sonntag erklärt, die Waffenruhe sei "eine tickende Zeitbombe, da sie die Infrastruktur des Terrors aufrecht erhält." (APA)

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