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30. Juni 2003, 12:06
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London - Großbritannien würde nach den Worten von Außenminister Jack Straw einem Angriff auf den Iran unter keinen Umständen zustimmen. Straw sagte nach einem zweitägigen Besuch in Teheran am Montag dem Rundfunksender BBC, der Iran könne nicht mit dem Nachbarn Irak verglichen werden, an dessen militärischer Okkupation die Briten beteiligt sind. Ein Vergleich sei weder in Bezug auf sein politisches System zulässig, noch auf die Gefahr, die es für die Region darstelle. Straw betonte, er könne sich keine Umstände vorstellen, unter denen die britische Regierung einem militärischen Angriff auf den Iran zustimmen könnte.

Niemand wisse, ob der Iran Atomwaffen entwickle, sagte Straw. Er werde jedoch den iranischen Präsidenten Mohammad Khatami auffordern, strengere Inspektionen der Atomanlagen des Landes zuzulassen. Großbritannien fordere wie andere Länder, dass der Iran ein Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag unterzeichne.

Der britische Außenminister wurde am Montag in Afghanistan erwartet, wo er mit Präsident Hamid Karzai sprechen wollte. Während der zweitägigen Gespräche solle es um die Sicherheitslage, die Arbeit der Übergangsregierung und die Bekämpfung des Drogenhandels gehen, sagte eine Vertreterin der britischen Botschaft in Kabul, Fiona Morrison. (APA/AP)

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