Bleckmann gegen "gute Ratschläge"

30. Juni 2003, 14:44
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FP-Generalsekretärin: Gewinner ist die FPÖ - Schnell: "Es ist alles gesagt"

Wien/Salzburg/St. Pölten - FPÖ-Generalsekretärin Magda Bleckmann hat sich gegen "gute Ratschläge der ÖVP" gewandt. "Es soll sich jeder auf seine Arbeit konzentrieren", so Bleckmann. Auf die Frage, wer denn jetzt beim jüngsten Konflikt an der Spitze zwischen Parteichef Herbert Haupt und dem Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider Sieger und wer Gewinner gewesen sei, sagte sie: "Gewinner ist die FPÖ". Es gebe einen "Schulterschluss nach außen und innen". Angesprochen auf das Inkrafttreten der großen Steuerreform - Haider will sie auf 2004 vorziehen, während Haupt sich terminlich nicht festlegen lassen will - wollte sich Bleckmann nicht festlegen lassen: "Sie soll ehebaldigst durchgeführt werden".

Ob die Basis in der FPÖ mit der jüngsten Entwicklung zufrieden sei? - Die FPÖ-Generalsekretärin antwortete damit, dass "die Basis will, wenn beide gemeinsam für die FPÖ Politik machen". Allerdings sei es "so, dass nur einer die Entscheidungen treffen kann. Aber das soll man so gestalten, dass man im Team arbeitet". Und wird Haupt wirklich bis Oktober 2004 Parteichef bleiben? - Bleckmann: "Er wird die Entscheidung so treffen, dass es für die FPÖ die richtige Entscheidung ist". Und ist der jetzt getroffene Waffenstillstand ein fauler Friede auf Zeit? - "Haupt und Haider haben festgestellt, dass es ihnen um die gemeinsame Zukunft der FPÖ geht. Und der Landeshauptmann hat den Entscheid vom Bundesparteiobmann akzeptiert".

Auf Auswirkungen auf die Koalition angesprochen, sagte Bleckmann, die "FPÖ ist koalitionstreu. Wir erwarten uns das auch von der ÖVP im Bereich Harmonisierung der Pensionen und Steuerreform". Was die Harmonisierung betrifft, "stellt sich für mich die Frage, wie verlässlich die Sozialpartner seitens der ÖVP sind. Jetzt geht es darum, dass sich jeder auf seine Arbeit konzentriert. Bei der Harmonisierung wird die FPÖ sicher ein verlässlicher Partner sein".

Schnell: "Es ist alles gesagt"

"Es ist in der Fernsehdiskussion alles gesagt worden, dem ist nichts mehr hinzuzufügen", kommentierte Salzburgs FPÖ-Chef Karl Schnell die letzte Entwicklung im Machtkampf um die FPÖ-Führung zwischen Parteiobmann Herbert Haupt und dem Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider. Beide hätten offen alles ausgesprochen. Auf die Frage, wie er persönlich das vorläufige Ende des Machtkampfes beurteilte, meinte Schnell, er wünsche sich, "dass alle zur Verfügung stehenden Kräfte in die Partei eingebunden werden sollen".

Rosenkranz: "Es ist genug öffentlich diskutiert worden"

- Barbara Rosenkranz, designierte Landesparteiobfrau der NÖ Freiheitlichen (die FP-NÖ hält am Sonntag in Krems ihren 26. ordentlichen Landesparteitag ab, Anm.), wollte zur Obmanndebatte in der FPÖ am Montag ebenfalls nicht Stellung nehmen. Sie werde sich dazu nur "intern" äußern. "Es ist genug öffentlich diskutiert worden", so Rosenkranz. (APA)

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