Entwurf einer Kaprun-Gedenkstätte

30. Juni 2003, 11:59
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Am dritten Jahrestag der Brandkatastrophe legt Anton Michael Grundstein für Gedenkstätte

Salzburg - Die Gedenkstätte für jene 155 Menschen, die am 11. November 2000 beim Brand in der Standseilbahn auf das Kitzsteinhorn in Kaprun ums Leben gekommen sind, wird nach einem Entwurf des deutschen Planers Anton Michael verwirklicht.

Das gab die PR-Agentur Walsch am Montag bekannt. Die Entscheidung über das Projekt fiel in einer Abstimmung unter den Angehörigen der Opfer. 86 Prozent der Angehörigen aus sieben Ländern haben sich daran beteiligt.

Pläne werden zurückgehalten

Nähere Einzelheiten oder auch Bilder von den Plänen hält Gabriela Walsch allerdings noch zurück. Diese werden gegen Ende des Monats in Kaprun der Öffentlichkeit vorgestellt, kündigte Walsch der APA an. Die Gedenkstätte wird auf einem Grund der Bundesforste gegenüber der Talstation der Unglücksbahn errichtet. Es soll eine zugängliche Räumlichkeit werden, in der man der Toten gedenken kann, und nicht bloß eine Plastik.

"Vorausgesetzt, dass alle baurechtlichen Genehmigungsverfahren und Planungsarbeiten termingerecht durchgeführt werden können, möchten wir am 3. Jahrestag der Seilbahnkatastrophe den Grundstein für die Gedenkstätte legen", erklärten Vertreter der Angehörigen und der Kapruner Bürgermeister Norbert Karlsböck.

Gemeinde Kaprun, Bund und Land finanzieren

An der Ideensuche nahmen von den Angehörigen nominierte Künstler wie Hans Weyringer und Anton Thuswaldner sowie Architekten und Baumeister teil. Für Michael sprach sich eine "markante Mehrheit" aus, so Walsch. Finanziert wird die Gedenkstätte von der Gemeinde Kaprun, dem Bund und dem Land Salzburg. (APA)

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