Trend zu Social Sponsoring

30. Juni 2003, 18:35
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Umfrage: Sportlerunterstützung am bekanntesten - Soziales gut für das Image - Geldmittel werden reduziert

Der Begriff Sportsponsoring ist in Österreichs Großunternehmen am meisten bekannt, gefolgt von der Kultur und dem sozialen Bereich, "Stiefkind" ist hier die Umwelt. Dies geht aus einer am Montag in Wien veröffentlichten Umfrage der Dr. Karmasin Motivforschung und CARE Österreich hervor. Befragt wurde leitendes Personal von 300 der 1.000 Toppunternehmen Österreichs.

Die so genannte ungestützte Frage zeigt ein eindeutiges Ergebnis: Sportsponsoring ist mit Abstand die bekannteste Art. Sie wurde von 74 Prozent der Befragten spontan genannt. Am zweithäufigsten wird Kultur- und Kunstsponsoring angeführt (57 Prozent), gefolgt von Social Sponsoring von rund einem Drittel. Der konkrete Begriff des Umweltsponsoring war nur zwei Prozent der Unternehmen präsent.

Markenpräsenz als Gegenleistung

Die Wahl von Social Sponsoring wird primär damit begründet, dass dies einen Nutzen für die Gesellschaft bringt und dem Unternehmen ein karitatives Anliegen ist. Man ist auch der Ansicht, dass es in diesem Bereich einfach erforderlich sei, etwas zu tun. Darüber hinaus argumentiert man damit, dass Social Sponsoring in das Unternehmensleitbild passt.

Als Gegenleistung wird primär die Markenpräsenz erwartet, also die Nennung des Unternehmens - speziell für große Unternehmen über 1.000 Beschäftigte. Öffentlichkeitswirkung und Werbepräsenz ergänzen diese Wünsche seitens der Unternehmen. Die Imagebewertung zeigt der Umfrage zufolge, dass sowohl Social Sponsoring als auch Sportsponsoring über eine eindeutige Positionierung verfügen, während Kultur- und speziell auch Umweltsponsoring relativ unprofiliert sind.

Sport und Soziales sind auch jene Bereiche, in denen Unternehmen in der Vergangenheit am Häufigsten aktiv waren (65 bzw. 63 Prozent). Kultur wurde immerhin von mehr als der Hälfte der Befragten gefördert, Umweltanliegen nur von etwas mehr als einem Fünftel.

Geldmittel reduziert

Die aktuelle Situation zeigt allerdings, dass das Ausmaß des Sponsorings in jedem Bereich reduziert wurde und weiter wird. Social Sponsoring wird zwar in Zukunft etwas mehr getätigt als Sportsponsoring, doch dürfte die Rate nur mehr bei 40 bzw. 36 Prozent liegen. Die Hälfte der Befragten gaben ferner an, dass das Budget in ihrem Unternehmen im Bereich des Sponsorings gekürzt wird. Die überwiegende Mehrheit der befragten Unternehmen (78 Prozent) bevorzugt überdies den Einsatz von Werbung statt Sponsoring. (APA)

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    Sport und Soziales sind jene Bereiche, in denen Unternehmen in der Vergangenheit am Häufigsten aktiv waren

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